Lebenshilfe Senden trommelt für Unterstützung
Bei Ehrenamtlichen wird es knapp

Senden -

Die Lebenshilfe Senden stellt ein breites Freizeitangebot für Menschen mit Handicap aus einem weiteren Umfeld auf die Beine. Doch bei den ehrenamtlichen Kräften wird es knapp, bedauert der Verein. Wer sich engagiert, wird auch intensiv qualifiziert.

Freitag, 15.02.2019, 07:00 Uhr
Disco-Feeling im Jugendzentrum: Zu den Freizeitaktivitäten der Lebenshilfe Senden gehören auch die regelmäßigen Proben der integrativen Tanzgruppe „Funky Pro S“. Foto: Kemper

Gutes tun, tut gut: Diesen Slogan führen viele im Munde, die sich ehrenamtlich engagieren. Es ist mehr als eine bloße Floskel. Denn der Dienst am Nächsten gibt nicht nur demjenigen etwas, der ihn empfängt, sondern auch jenem, der sich selbst einsetzt. Bei der Lebenshilfe Senden bestätigen die Freiwilligen, was sie für ihr sich Kümmern zurückbekommen. Trotzdem sind die Ehrenamtlichen dort knapp, wie Christine Kemper-Marschall , Leiterin Freizeitbereich/Begegnungsstätte und Teilhabeberatung, bedauert.

Sie trommelt dafür, dass sich der Kreis der Unterstützer in der praktischen Arbeit erweitert. 13 Ehrenamtliche sind im Freizeitbereich tätig, der im Untergeschoss des Wohnheims an der Steverstraße angesiedelt ist. Die Gruppenbetreuung, immer mit einer Fachkraft an der Seite, sowie Aktionen und Ausflüge, können auf die Beine gestellt werden. Aber das Personaltableau ist eng. „Es waren schon mal mehr“, erinnert sich Kemper-Marschall. Verstärkung könnte auch der familienunterstützende Dienst gebrauchen, pflichtet Leiterin Nina Menke bei. „Die Nachfrage ist höher“, weiß die Sozialpädagogin, die nicht alle Anfragen von Eltern von Kindern mit Handicaps positiv bescheiden kann. Wobei sowohl für die Nutzer der Freizeitangebote der Lebenshilfe Senden als auch für die Familien, die zu Hause Support erhalten, gilt, dass der Radius über Senden hinaus reicht.

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Wer sich bei der Lebenshilfe engagieren möchte, muss 16 Jahre alt sein.

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Qualifizierung inklusive

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Für den Einsatz gibt es eine Aufwandsentschädigung. Die ehrenamtlichen Kräfte kommen auch in den Genuss von Qualifikationen. Bevor sie ihre Arbeit aufnehmen, steht ein 30-stündiger Basis-Lehrgang an. Sie können den Jugendleiterschein erwerben, der viele Vergünstigungen eröffnet. Auch ein Erste-Hilfe-Kursus wird angeboten. Wer möchte, kann sich auch zum Rettungsschwimmer ausbilden lassen. Kosten für die Kurse fallen für die ehrenamtlichen Kräfte der Lebenshilfe nicht an. Gesucht sind auch junge Leute für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ).

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Neben einer Aufwandsentschädigung gibt es eben auch Feedback: „Das schöne an der Arbeit in der Lebenshilfe ist den Kindern und Jugendlichen eine Freude zu bereiten. Das Lächeln und der gemeinsame Spaß sind meine Motivation den ihnen eine schöne Zeit zu bereiten“, fasst Tobias Kautz zusammen. Kollegin Hannah Regenbogen ergänzt: „Es ist immer wieder schön zu merken, wie man helfen konnte und sie sich freuen.“

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