Projekt an Holtruper Straße
Bedarf im Bereich Pflege wird vorerst gedeckt

Senden -

Im Saal wurden die Sitzplätze knapp: Das Interesse an der Informationsveranstaltung zur Pflegeeinrichtung an der Holtruper Straße war groß. Die Senioren Union hatte dazu Vertreter des Investors und Betreibers sowie der Politik eingeladen.

Freitag, 15.02.2019, 12:00 Uhr
Als Vorsitzender der Senioren Union hieß Günter Wierling Gäste und Referenten im vollbesetzten Saal Niemeyer willkommen. Foto: di

Die geplanten Pflegeeinrichtungen an der Holtruper Straße interessieren die Sendener. Das zeigte die Veranstaltung, zu der die Senioren Union am Mittwoch in den Saal Niemeyers eingeladen hatte. Mehr als 90 Besucher waren aufmerksame Zuhörer, als der kaufmännische Geschäftsführer der Heilig-Geist-Stiftung Dülmen als künftiger Betreiberin, Ulrich Scheer , die Leiterin des St.-Johannes-Altenheims Senden (das zur selben Stiftung gehört), Sabine Neumann , sowie Gerd Gebauer, der Vorsitzende des Gemeindeentwicklungsausschusses des Rates, die Planungen skizzierten.

Pflegeheim mit 69 stationären Pflegeplätzen

Wierling, Vorsitzender der Senioren Union, hatte eingangs darauf hin gewiesen, dass an der Holtruper Straße, so die Pressemitteilung, eines der wichtigsten Zukunftsprojekte für die Gemeinde entsteht. Zusätzlich zu den 98 Pflegeplätzen im Altenheim St. Johannes wird auf dem Holtruper Sportplatz ein Pflegeheim mit 69 stationären Pflegeplätzen entstehen. In drei weiteren Gebäuden sind 48 barrierefreie Wohnungen sowie 13 Tagespflegeplätze und ein Pflegebüro geplant. Wenn die Baugenehmigung vorliegt, soll im April/Mai dieses Jahres Baubeginn sein und die Fertigstellung im Herbst 2020 erfolgen.

So sieht die Planung für den ehemaligen Sportplatz Holtruper Straße aus.

So sieht die Planung für den ehemaligen Sportplatz Holtruper Straße aus. Foto: Verwohlt Architekten

Alle Wohnungen werden vermietet, können also nicht käuflich erworben werden. In einem Teil von ihnen wird betreutes Wohnen erfolgen, wo also, je nach Bedarf, zusätzliche Dienste angefordert werden können. Im Pflegebereich wird es nur Einzelzimmer geben. Geplant sind auch ein Café und ein Sinnesgarten. Gerade das Café soll, so die Vorstellung, auch zu einem Ort der Begegnung für die Heimbewohner, aber auch für besuchende Angehörende, werden.

Auf die Frage nach Plätzen für Demenzerkrankte war zu hören, dass hier insbesondere im Erdgeschoss des Pflegeheims Räume vorgehalten werden sollen. Beantwortet wurde auch die Frage nach der notwendigen Kurzzeitpflege. Hier sollen ausschließlich im Altenheim St. Johannes bis zu zehn Plätze eingerichtet werden. Die Nachfrage nach Kurzzeitpflege wurde mit „hoch“ eingestuft.

Vier Gebäuden auf dem Holtruper Sportplatz

Insgesamt wurde darauf hingewiesen, dass für alle Plätze in den vier Gebäuden auf dem Holtruper Sportplatz die Zielgruppe 60plus vorgesehen ist. Alle Gebäude werden dreieinhalb geschossig mit einer maximalen Höhe von 14,50 Metern errichtet . Die Anbindung an den Ort zu den Geschäften und Bussen wird als sehr positiv bewertet. Für Senden dürfte nach Fertigstellung der Einrichtung die notwendige Entspannung im Pflegebereich zumindest zunächst einmal eintreten, wobei die demografische Entwicklung sicher weitere Bedarfe notwendig machen werde, so die Pressemitteilung der Senioren Union.

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