DRK Senden wahrt Kita-Trägerschaft
Selbstständigkeit, kurze Wege und Nähe

Senden -

Wenn zum 1. August die Kita Huxburg ihren Betrieb aufnimmt, hält das DRK sechs Kindertagesstätten in seinem „Portfolio“. Eine rasante Entwicklung, auf die Vorstand und Mitgliederversammlung nun reagiert haben. Reinhold Wallkötter, seit über 50 Jahren ehrenamtlich im DRK aktiv, fungiert nun als hauptamtlicher Geschäftsführer.

Donnerstag, 22.03.2018, 06:03 Uhr

Als hauptamtlicher Geschäftsführer kümmert sich Reinhold Wallkötter (l.) um die bald sechs Kitas des DRK. Ein Konzept, das die Gestaltungsmöglichkeiten des Ortsvereins wahrt, betont Alfred Holz, erster Vorsitzender des DRK Senden. Foto: di

Der DRK-Ortsverein Senden stellt sich der gesellschaftlichen Aufgabe, dass die Betreuung von Kindern zuverlässig und anspruchsvoll gelöst werden muss. Als Verein, der vom Ehrenamt im Vorstand und bei den Mitgliedern lebt, gerät das örtliche Rote Kreuz aber an seine Grenzen. Wenn zum 1. August, mit Beginn des Kindergartenjahres, die Kita Huxburg ihren Betrieb aufnimmt, hält das DRK sechs Kindertagesstätten in seinem „Portfolio“. Eine rasante Entwicklung, auf die Vorstand und Mitgliederversammlung nun reagiert haben.

Reinhold Wallkötter, mehr als 50 Jahre ehrenamtlich im DRK aktiv, fungiert seit dem 1. März als hauptamtlicher Geschäftsführer. Diesen Posten hat der frühere Beigeordnete im Sendener Rathaus schon vor vielen Jahren übernommen. Jetzt stärkt das DRK seine Rolle und setzt damit auf „Bordmittel“ – auf Erfahrung, Nähe, Selbstständigkeit, Flexibilität und kurze (Dienst-)Wege. Eine grundsätzliche Weichenstellung, die vom Vorstand und den Mitgliedern einstimmig mitgetragen wurde.

Es bleibt noch viel ehrenamtliche Arbeit über.

Reinhold Wallkötter

Bis die Entscheidung fiel, hat die Führungsriege die Lage gründlich und unter Hinzuziehen von vielen Experten abgewogen. Die Leitfrage lautete: Welches System trägt am ehesten dazu bei, die Standards und Präferenzen bei der Kinderbetreuung zu wahren?

Die Alternative zum Installieren eines hauptamtlichen Geschäftsführers hätte darin bestanden, die Trägerschaft für die DRK-Kitas in Senden dem Kreisverband des Roten Kreuzes zu übertragen, der eine Kita- gGmbH mit 15 Einrichtungen betreibt – ein Schritt, der beispielsweise in Ascheberg und Lüdinghausen vollzogen wurde.

Die Vorteile von einer solchen Pool-Lösung können darin liegen, dass beispielsweise Mitarbeiter sich aus einem größeren Fundus heraus vertreten können. Doch Senden kann solche Effekte mit bald sechs Kitas an einem Ort ebenfalls nutzen.

Bedarfe schnell abwägbar

Durch das Aufrechthalten der Trägerschaft durch den Ortsverein – der seine Satzung ändern und Haftungsfragen klären musste – bleibt hingegen Selbstständigkeit gewahrt. Wallkötter, der nach eigenen Angaben „jeden Tag einen halben Tag“ für die DRK-Kitas im Einsatz ist, pocht darauf, die Einrichtungen und die Mitarbeiter – „ein hervorragendes Team“ – genau zu kennen. Bedarfe und finanzielle Möglichkeiten könnten so schnell abgewogen werden. Auch beim Personal sei dieser Variante, statt der zentralen Trägerschaft, klar der Vorzug gegeben worden, schildert Alfred Holz, erster Vorsitzender des DRK-Ortsvereins.

Der Einsatz Wallkötters gehe weit über den gesteckten Rahmen einer halben Stelle hinaus, betont Holz. Und der Geschäftsführer pflichtet bei: „Es bleibt noch viel ehrenamtliche Arbeit über.“

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