Start der Familienserie
In den Ferien klaffen keine Lücken

Senden -

Die WN starten ihre Serie „Familienleben in Senden“ mit einer wichtigen Frage für Eltern: Wie lässt sich die Betreuung der Sprösslinge während der Ferien organisieren? In Senden bestehen dafür Angebote.

Mittwoch, 23.08.2017, 07:08 Uhr

Wonach schmeckt es denn? In der Bonhoeffer-Schule stand während der Ferien unter anderem das Thema Ernährung auf dem Programm. Betreuer Daniela Leise und Tobias Thoms lassen die Schüler Obst und Gemüse „blind“ probieren.
Wonach schmeckt es denn? In der Bonhoeffer-Schule stand während der Ferien unter anderem das Thema Ernährung auf dem Programm. Betreuer Daniela Leise und Tobias Thoms lassen die Schüler Obst und Gemüse „blind“ probieren. Foto: di

Die Sommerferien sind für viele Steppkes die schönste Zeit im Jahr. Doch nicht alle Mütter und Väter teilen diese Freude. Denn für sie geht oftmals der berufliche Alltag weiter. Wenn dann die Zeit des Unterrichtes und der Offene Ganztag (OGT) oder die Übermittagbetreuung (ÜMI) fehlen, kann es mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ganz schön eng werden. Diese Sorge äußerten jedenfalls Eltern, die damit auf die Bitte der WN reagierten, Themen zu nennen, wo Familien der Schuh drückt.

Zwölfs Kita schmieden „Vertretungsplan“

Dass mit den Sommerferien eine lange Phase überbrückt und die Betreuung aufrecht erhalten werden muss, ist beileibe nicht neu. Die Gemeinde hat mit Kitas und Schulen ein Netz geknüpft, durch das eigentlich niemand durchfallen dürfte. So sprechen sich alle zwölf Kindertagesstätten in Senden und den Ortsteilen ab, wie die 20 Schließungstage pro Jahr (von denen 15 in die Sommerferien fallen) aufgefangen werden können. Wenn ein Kind betreut werden soll, während seine Stamm-Tagesstätte geschlossen hat, stehen andere Einrichtungen für die Sprösslinge offen. Damit keine Lücken klaffen und die Eltern früh Klarheit haben, hängen Aushänge mit dem jeweiligen „Vertretungsplan“ bereits ab Januar in den Kitas aus. Es komme selten vor, lasse sich aber nicht absolut ausschließen, dass Mütter oder Väter ihre Kinder womöglich in einen anderen Ortsteil bringen müssen. An dem Gesamtfazit ändere dies aber nichts: „Das ist ein eingespieltes Verfahren und funktioniert gut“, resümiert Margitta Schwan , die das Themenfeld Kita bei der Gemeinde Senden beackert.

Betreuung auch für Schulkinder

Bei den Schulkindern stellt sich die Lage ähnlich dar. Um einen Hauch von Urlaub und zugleich Betreuung zu bieten, steht eine Woche Stadtranderholung durch den Ökumenischen Jugendtreff bereit. Kinder, die die OGT oder ÜMI einer der Grundschulen besuchen, können bei Bedarf auch das Angebot einer anderen Schule nutzen. In der Praxis kommt dies jedoch nur selten vor, so die Erfahrungen der Schulen.

Ein Träger für alle Schulen

► Die Trägerschaft von Offenem Ganztag (OGT) und Übermittagbetreuung aller vier Grundschulen in Senden liegt ab jetzt in einer Hand: Der Verein „Schule, Jugend, Kids & Co. e.V.“ (Münster) hat diese Aufgabe zum 1. August auch an der Bonhoeffer-Schule übernommen.

Laut Angaben von Klaus Gilleßen, Fachbereichsleiter Schule, Bildung und zentrale Dienste, verspricht sich die Gemeinde von diesem Wechsel unter anderem Synergieeffekte. ► Das Personal des bisherigen Trägers in der Bonhoeffer-Schule, dem Handball-Förderverein, wurde weitestgehend übernommen. Für die Kinder kann somit ein Wechsel bei den Bezugspersonen vermieden werden, wie Gilleßen betont.

► Die Tarife verändern sich für die Eltern nicht, denn sie werden nicht an den Träger, sondern einheitlich an die Gemeinde entrichtet. Der Beitrag der Eltern sowie Mittel vom Land und ein Anteil der Gemeinde bilden das finanzielle Fundament für OGT und ÜMI.

► In den Sommerferien kann die Betreuung nur wochenweise gebucht werden. Anwesenheitspflicht besteht, anders als während der Schulzeit, aber nicht.

...

Im Ortsteil Senden übernimmt es die Marienschule in den ersten drei Wochen, die Bonhoeffer-Schule während der zweiten Ferienhälfte die Sechs- bis Zehnjährigen jeweils täglich bis 15 Uhr mit Action, Anregung und Entspannung zu versorgen. Seit 2016 haben Bonhoeffer- und Marienschule die Kooperation verstärkt und die Nutzungsbedingungen (Kosten) angeglichen. Die Betreuung wird dort bereit gestellt, wo eine Mindestzahl von Kindern dieses abrufen. Bei geringer Zahl von Anmeldungen kann passieren, dass Eltern einen anderen Standort als „ihre“ Grundschule ansteuern müssen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5095079?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F
500 Demonstranten streiken für konsequente Klimapolitik
Am Freitagmorgen trafen sich Anhänger der „Fridays for Future“-Bewegung zur Großkundgebung auf dem Prinzipalmarkt.
Nachrichten-Ticker