Hinweise sind willkommen
3821 Kinder wachsen in Senden auf

Senden -

Die WN starten eine neue Serie, die das moderne Familienleben in den Blick nimmt. Wo drückt Vätern und Müttern der Schuh? Was sollte Politik und Verwaltung ins Stammbuch geschrieben werden? Die Redaktion sammelt dafür Hinweise.

Samstag, 19.08.2017, 09:08 Uhr

Das Leben mit Kindern  in Senden hat viele Facetten: Kita, Schule, Sport und zahlreiche Freizeitmöglichkeiten stehen den Familien und ihren Sprösslingen zur Verfügung. Doch es gibt auch Engpässe und Angebote, die zu begehrt oder teuer sind.
Das Leben mit Kindern  in Senden hat viele Facetten: Kita, Schule, Sport und zahlreiche Freizeitmöglichkeiten stehen den Familien und ihren Sprösslingen zur Verfügung. Doch es gibt auch Engpässe und Angebote, die zu begehrt oder teuer sind. Foto: di

Eine beliebte Adresse für Familien mit guter In­frastruktur und günstiger Lage am Rande Münsters und nah zu den Autobahnen – so präsentiert sich Senden und so kommt die Gemeinde auch gut an. Denn als Standort für Häuslebauer und Zugezogene steht der Ort seit Jahrzehnten hoch im Kurs. Gleichwohl ist auch hier nicht alles Gold, was glänzt, weshalb die WN den Themen, die den Familien auf den Nägeln brennen, weiterhin großen Stellenwert einräumen möchte.

Dafür bittet die Lokalredaktion um Mithilfe: Wo drückt in Senden der Schuh? Was grämt, ärgert, nervt Mütter und Väter, die in Senden mit ihren Sprösslingen leben? Was sollte den Verantwortlichen im Rathaus und den Volksvertretern im Gemeinderat mal ins Stammbuch geschrieben werden? Und ob mit Trauschein oder in „wilder Ehe“, ob als Paar oder alleinerziehend – wie sieht das Familienleben überhaupt aus?

Rein zahlenmäßig gibt es auf diese Frage ein paar Antworten, wie die WN-Anfrage bei der Gemeindeverwaltung ergab. Von 20 953 Einwohnern (Stand Juli 2017) sind aktuell 3821 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Viele größere Familien in Senden

Die Ein-Kind-Familie ist in Senden 1052 Mal anzutreffen und damit am stärksten vertreten. Die 932 Familien mit zwei Kindern bilden die zweitgrößte Gruppe.

Senden scheint ein beliebtes Pflaster für größere Familien zu sein. In 203 von ihnen wachsen drei Kinder auf. Familien mit vier Kindern sind 37 Mal vertreten. Neun Familien in der Stevergemeinde geben fünf oder mehr Sprösslingen ein Zuhause. Bei diesen Zahlen gelten Ehepaare, unverheiratete Partner und Alleinerziehende als Familie.

Alleinerziehende bilden große Gruppe

Mütter oder Väter, die ihre Kinder ohne Partner aufziehen, sind in der Stevergemeinde ebenfalls keine Seltenheit: Die Einwohnermeldestatistik weist für Senden 419 Alleinerziehende aus. Die meisten von ihnen ziehen ein (281) oder zwei (107) Kinder auf. 26 Mal sind Mütter oder Väter alleine für jeweils drei Sprösslinge und vier Mal für vier Kinder verantwortlich.

Lokalredaktion bittet um Hinweise

Die Lokalredaktion möchte sich Themen widmen, die den Alltag der Familien prägen. Dazu sind Hinweise sehr willkommen. Wer Vorschläge machen möchte, wo die Westfälischen Nachrichten den Finger in die Wunde legen sollten, kann sich an die beiden Redakteure vor Ort, Dietrich Harhues und Siegmar Syffus, wenden. Mit welchen Problemen haben Alleinerziehende zu kämpfen? Wo liegen Freude und Schwierigkeiten in Patchwork-Familien? In welchen Familien stoßen ganz unterschiedliche Kulturkreise aufeinander? Sendener, die ihre Geschichte erzählen oder Menschen vorschlagen möchten, über die berichtet werden könnte, sollten unter ' 0 25 97/69 24 84 oder per E-Mail (redaktion.sen@wn.de) Kontakt aufnehmen.

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Eltern, die selbst noch zur Gruppe der Heranwachsenden (bis 21 Jahre) zählen, lassen sich in Senden laut Einwohnermeldeamt vier Mal finden.

Bei der durchschnittlichen Kinderzahl pro Familie (ob Ehepaar oder Alleinerziehend) rangiert Senden mit 1,71 knapp unter dem Wert des Kreises Coesfeld mit 1,78 Kindern, wo wiederum mehr Kinder pro Familie anzutreffen sind, als im gesamten Regierungsbezirk Münster (1,69) und in ganz Nordrhein-Westfalen (1,64). So lauten jedenfalls die Zahlen von IT.NRW als statistisches Landesamt, das Werte des Mikrozensus für den 31. Dezember 2015 hochgerechnet hat. Wie das Familienleben nicht in Zahlen, sondern real aussieht, wollen die WN verstärkt darstellen.

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