Vandalismus
Videoüberwachung ein Thema

Nottuln -

Ein Schaden in vierstelliger Höhe ist bei einem Vandalismusvorfall an der St.-Martinus-Grundschule entstanden. In der Verwaltung wird über eine Videoüberwachung diskutiert.

Montag, 02.09.2019, 20:40 Uhr
Überall auf dem Schulhof der St.-Martinus-Grundschule lagen Glasscherben.  Überall auf dem Schulhof der St.-Martinus-Grundschule lagen Glasscherben. Der Vandalismusvorfall vom Wochenende hat erneut die Frage einer Videoüberwachung kommunaler Plätze und Gebäude aufgeworfen. Foto: Ludger Warnke

Wolfgang Rokitta hätte weinen können. „Warum macht man so etwas?“ Der Hausmeister der Nottulner St.-Martinus-Grundschule musste am Wochenende wieder einmal erfahren, dass Unbekannte wie die Vandalen auf dem Schulhof gehaust haben. Über die ganze Fläche verteilt, lagen jede Menge Glasscherben von offensichtlich mutwillig zerbrochenen Sekt-, Likör-, Schnaps- und Bierflaschen. Auch in den Grünanlagen und unter den Holzhackschnitzeln des Kinderspielplatzes am Schulhof lagen viele Glasscherben. Darüber hinaus fand sich anderer Müll wie leere Pizza- und Weinkartons. Außerdem entdeckte die Schule Beschädigungen an den Rollläden und am Dach des Pavillongebäudes. Hier waren Flaschen geworfen worden.

Zusammen mit seiner Frau machte sich Wolfgang Rokitta noch am Sonntag an die Aufräumarbeiten, damit am Montagmorgen wie gewohnt der Schulbetrieb starten konnte. Wegen der erheblichen Gefährdung durch Glasscherben beauftragte die Gemeinde Nottuln am Montagmorgen die Firma Alba, mit einem Kehrgerät noch einmal alle gepflasterten Flächen zu fegen, schilderte das Ordnungsamt im WN-Gespräch. Außerdem rückten mehrere Mitarbeiter des Gemeindebauhofes aus, um noch einmal die Grünanlagen und vor allem den Spielplatzboden nach Glasscherben und anderem scharfkantigen Müll abzusuchen.

Die Gemeinde Nottuln als Schulträgerin hat Anzeige erstattet. Es sei ein Sachschaden in vierstelliger Höhe entstanden, berichtete Rechtsrat Stefan Kohaus.

Die ermittelnde Kreispolizeibehörde Coesfeld geht von einem Tatzeitraum von Freitag (30. August), 19 Uhr, bis Samstag (31. August), 15.30 Uhr, aus und bittet um Zeugenhinweise (Polizei Dülmen, ✆ 0 25 94/79 30). Eine Anliegerin schilderte, dass am Freitagabend eine Jugendgruppe sich in belästigender Weise auf dem Gelände des Gymnasiums aufgehalten habe. Sie informierte die Polizei. Eine Polizeistreife sei auch gegen 1 Uhr nachts erschienen und die Jugendlichen hätten sich entfernt.

Der aktuelle Vandalismusvorfall hat erneut die Frage einer Videoüberwachung kommunaler Gebäude und Plätze aufgeworfen. Rechtsrat Stefan Kohaus bestätigte auf WN-Anfrage, dass sich die Verwaltung intern bereits mehrfach mit dem Thema befasst habe, aber noch zu keiner abschließenden Meinung gekommen sei. „Wir beschäftigen uns ernsthaft mit dem Thema“, sagte Kohaus, wies aber darauf hin, dass viele Aspekte zu berücksichtigen seien.

Letztlich sei das auch ein politisches Thema. Kohaus: „Ich halte es für sinnvoll, die Politik dabei einzubeziehen.“

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