Rhodepark
„Großartige Chance für Nottuln“

Nottuln -

Es geht weiter beim Projekt Rhodepark. Sandra Johann und der NABU suchen jetzt Helfer für den Gehölzschnitt.

Montag, 18.02.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 20.02.2019, 17:18 Uhr
Sandra Johann (r.) traf sich im Rhodepark mit Cornelia Kalkhoff (Studentin der Permakultur) und Dr. Detlev Kröger (1. Vorsitzender des NABU Kreis Coesfeld). Foto: Sandra Johann

Am 22. Januar ist im Gemeindeentwicklungsausschuss die Entscheidung gefallen, die Fläche des Rhodeparks nicht weiter zu verkleinern. Seitdem ist Sandra Johann , Organisatorin der damaligen Unterschriftenaktion zum Erhalt des Rhodeparks, weiter aktiv gewesen und bittet die Nottulnerinnen und Nottulner nun um aktive Mithilfe.

Was hat sich getan? Die wichtigste Nachricht: Sandra Johann, die Mitglied im Naturschutzbund Deutschland ( NABU ) ist, hat die Zusage, dass der NABU-Kreisverband Coesfeld sie bei der naturnahen Gestaltung des Parks unterstützen wird. Die Studentin Cornelia Kalkhoff , Spezialistin für die sogenannte Permakultur, wird ein Konzept für den Park erstellen (wir berichteten).

Der NABU Coesfeld engagiert sich seit vielen Jahren in einer Vielzahl von Projekten in den heimischen Gefilden. Der Erhalt von bedrohten Lebensräumen und Arten bis zum praktischen Umweltschutz liegen ihm dabei sehr am Herzen. Sandra Johann freut sich: „Jetzt ist es an der Zeit, auch in Nottuln mit Hilfe und Wissen des NABU den Rhodepark für alle Lebewesen, Menschen, Tiere und Pflanzen natürlicher und erlebbarer zu machen. Das ist eine großartige Chance für Nottuln.“

Vor einigen Tagen hat sich die Nottulnerin vor Ort mit Cornelia Kalkhoff und Dr. Detlev Kröger, dem Vorsitzender des NABU Kreis Coesfeld, getroffen, um eine Bestandsaufnahme zu machen. Bäume und Sträucher wurden bestimmt und in einen Plan eingezeichnet.

„Bei unserem Rundgang im Park fanden wir viele für die Artenvielfalt und Tierwelt wichtige Pflanzen, wie zum Beispiel Schneeball, Holunder, Heckenkirsche, Kornelkirsche oder Feldahorn“, berichtet Sandra Johann. Allerdings sei es wichtig und wünschenswert, einige Sträucher durch fachgerechten Rückschnitt zu pflegen. „Das muss bis Ende Februar geschehen, da sie danach vielen Vögeln als Nistplätze dienen“, erklären die Experten. Mit der Gemeinde ist deshalb ein Gehölzschnitt vereinbart worden.

Und an dieser Stelle kommen die Nottulner ins Spiel: „Wir hoffen nun auf viele engagierte Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, am 26. und 28. Februar (Dienstag und Donnerstag) jeweils von 15 bis 18 Uhr beim Gehölzschnitt mitzuhelfen“, sagt Sandra Johann. „Je mehr Helfer kommen, desto schneller sind wir fertig.“ Naturschutz in der freien Natur halte fit und mache Spaß, weiß Detlev Kröger und freut sich auf viele engagierte Mitstreiter.

Um abschätzen zu können, wie viele Helfer es werden, bitten die Organisatoren um eine Info an Sandra Johann, ✆ 0 25 02/22 46 71, 0 15 78/3 94 41 34 oder per Mail: s.johann@posteo.de. „Ganz spontane Helfer würden wir natürlich nicht wegschicken“, schmunzelt die Nottulnerin.

Permakultur

Der Begriff Permakultur wurde bereits 1911 von dem amerikanischen Agrarwissenschaftler Franklin Hiram King verwendet und ist „die bewusste Erschaffung eines Paradieses“. Doch richtig begonnen hat die Entwicklung der Permakultur erst in den 1970er-Jahren, erklärt Sandra Johann. Damals legten die Australier Bill Mollison und David Holmgren den Grundstein für die heutige Permakultur. Später wurde der Permakulturansatz durch die integrativen Denkansätze und Erkenntnisse aus Systemtheorie, Kybernetik und Tiefenökologie erweitert. Es wird ein naturnaher Lebensraum geplant und umgesetzt, der sich dabei gleichzeitig auch mit möglichst geringem Arbeitsaufwand selbst erhält. Heute ist die Permakultur eine internationale Bewegung für Raumplanung und Design. Die Prinzipien werden auch für die Bereiche Energieversorgung, Landschaftsplanung und für die Gestaltung sozialer Infrastrukturen verwendet. 

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