Frühförderstelle Haus Hall
„Nottuln können wir nicht aufgeben“

Nottuln -

Seit 2010 ist die Frühförderstelle Haus Hall in Nottuln stationiert. Jetzt muss sie umziehen – und sucht dringend nach einer neuen Heimat.

Samstag, 16.02.2019, 14:00 Uhr
„Wohnungssuche“: Bärbel Hillebrandt (l.) und Sigrid Balster mit dem Plakat, das drei Kinder mitgestaltet haben. Die seit vielen Jahren in Nottuln ansässige Frühförderstelle von Haus Hall benötigt neue Räumlichkeiten. Foto: Frank Vogel

Das Plakat, das die drei Vorschulkinder gemeinsam mit Sigrid Balster gestaltet haben, macht der Heilpädagogin riesigen Spaß. Und auch Bärbel Hillebrandt , Leiterin der Frühförder- und Beratungsstellen Haus Hall, freut sich über den Ideenreichtum der Kinder. Die Kids haben ein Haus gemalt, dem es vom Bällebad über die Schaukel bis hin zum Bürodrehstuhl an nichts fehlt. Der Hintergrund für die fantasievolle Aktion ist allerdings ein eher trauriger. Die Frühförderstelle muss bis zum 30. Juni aus den Räumen am Uphovener Weg 5a raus. Der Vermieter, die Christophorus-Kliniken, braucht die Räume für den Eigenbedarf. Jetzt heißt es für Bärbel Hillebrandt und das Nottulner Team, eine neue Bleibe zu finden.

„Wir haben schon einiges probiert, aber es hat bisher noch nichts geklappt“, berichtet Bärbel Hillebrandt. Eine Wohnung mit 100 bis 120 Quadratmetern Wohnfläche, auf vier Zimmer verteilt, sucht die Frühförderstelle. Möglichst einladend und zentral im Ortsteil Nottuln soll sie liegen, „damit die Menschen uns gut erreichen können.“

Die Frühförderstelle ist im Juni 2010 in Nottuln eröffnet worden und deckt den Einzugsbereich der Gemeinden Nottuln und Havixbeck sowie der Stadt Billerbeck ab. Und weil die Menschen nicht nur aus der unmittelbaren Nähe kommen, sind Parkplätze auch ein Kriterium bei der Suche nach dem neuen Domizil. Schließlich ist auch die Barrierefreiheit wichtig, denn manches Kind, aber auch mancher erwachsene Besucher der Förderstelle hat körperliche Einschränkungen.

Betreut werden in der Einrichtung aktuell über 70 Familien mit Kindern im Alter bis sechs Jahre, die Entwicklungsverzögerungen haben. Gearbeitet wird interdisziplinär, eine Logopädin, zwei Ergotherapeutinnen, vier Heilpädagoginnen, eine Kinderärztin und eine Sekretariatskraft gehören zum Team.

Der Standort Nottuln, der nach Gescher, wo das Angebot der Frühförderung 1976 gestartet wurde, und Coesfeld, wo Anfang der 90er-Jahre die zweite Frühförderstelle eingerichtet wurde, der dritte der Stiftung Haus Hall ist, habe sich absolut eta­bliert, sagt Bärbel Hillebrandt. „Unsere Erreichbarkeit ist dadurch deutlich verbessert worden. Den Standort Nottuln können wir gar nicht aufgeben.“

Die Stiftung Haus Hall freut sich über Wohnungsangebote. Wer dem Team und den Familien, die von ihm betreut werden, eine neue Heimat geben möchte, der wird gebeten, sich unter der Rufnummer ✆ 0 25 42/ 7 03 21 01 oder per Mail: heiner.gerleve@haushall.de an Verwaltungsleiter Heiner Gerleve zu wenden.

 

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