Marienschule wird OGS
Freude über Wunschpartnerschaft

Appelhülsen -

Die Marienschule wird zum kommenden Schuljahr Offene Ganztagsschule – und der Verein „Pippi Langstrumpf“ übernimmt die Betreuung.

Dienstag, 13.02.2018, 22:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 13.02.2018, 22:00 Uhr
Meilenstein in der Geschichte der St. Marienschule: Mit dem Kooperationsvertrag haben Schule, Betreuungsverein „Pippi Langstrumpf“ und Gemeinde offiziell die Weichen für die Betreuung der Offenen Ganztagsschule gestellt. Mit dabei waren (v.l.): Schulleiterin Angelika Wiedau-Gottwald, Ingrid Stange (Geschäftsführerin „Pippi Langstrumpf“) und Beigeordnete Doris Block sowie Torsten Burghard, Vorsitzender des Betreuungsvereins (l.), und Fachbereichsleiter Benedikt Gellenbeck. Foto: Frank Vogel

„Gut, dass es weitergeht.“ – „Ein toller gemeinsamer Weg.“ – „Wir haben in der Entwicklung vertrauensvoll zusammengearbeitet.“ Die Stimmung im Dienstzimmer der Beigeordneten Doris Block hätte am Dienstagmorgen kaum besser sein, die gegenseitige Wertschätzung kaum größer ausfallen können. Anlass für die Freude: Die Appelhülsener St. Marienschule, die ab dem kommenden Schuljahr zur Offenen Ganztagsschule (OGS) umgewandelt wird, bekommt mit dem Betreuungsverein „ Pippi Langstrumpf“ ihren Wunschpartner. Am Dienstag wurde der Kooperationsvertrag zwischen Gemeinde, Betreuungsverein und Schule unterzeichnet.

Anwesend waren dazu neben Doris Block Fachbereichsleiter Benedikt Gellenbeck, Schulleiterin Angelika Wiedau-Gottwald und vom Betreuungsverein dessen Vorsitzender Torsten Burghard und Geschäftsführerin Ingrid Stange.

Angelika Wiedau-Gottwald ließ die Geschichte kurz Revue passieren: Der Verein „Lummerland“ habe viele Jahre sehr gute Arbeit geleistet. Die Betreuungszeiten seien zwar eingeschränkt gewesen, konnten aber flexibel gewählt werden. Das war bei den Eltern ausgesprochen beliebt. „Bei einer Umfrage vor viereinhalb Jahren haben sich die Eltern deshalb auch deutlich für die weitere Betreuung durch den Verein ausgesprochen.“ Eine OGS wurde nicht für notwendig empfunden.

Die Anforderungen seien aber immer weiter gewachsen, immer mehr Kinder sollten betreut werden, im Schuljahr 2016/17 mussten etliche Absagen ausgesprochen werden. Verein und Schule stießen an ihre Grenzen. Eine weitere Umfrage führte dann zu dem Ergebnis, dass – obwohl immer noch viele Eltern für die „Lummerland“-Betreuung waren – eine OGS nun von vielen gewünscht wurde und wird. Doris Block: „Die Eltern der Kinder, die jetzt neu in die Schule kommen, erwarten das. Die sind das vom Kindergarten her gewöhnt und planen damit.“

Die OGS zu führen, dazu fühlte sich der „Lummerland“-Verein nicht in der Lage. Und weil „Pippi Langstrumpf“ bereits jahrelang in Nottuln die beiden Grundschulen betreut, lag eine Zusammenarbeit mit der Marienschule nahe. Das erweiterte Angebot (Übermittagbetreuung, pädagogisches Angebot bis 17 Uhr, Ferienbetreuung) sollte gemeinsam an den Start gebracht werden.

Das ging allerdings nicht so schnell wie gewünscht. „Weil wir für die OGS vom Land Fördermittel erhalten, mussten wir ein beschränktes förmliches Ausschreibungsverfahren durchführen“, erläutert Benedikt Gellenbeck. An dessen Ende erhielt „Pippi Langstrumpf“ den Zuschlag.

In dem Betreuungsverein versammelt sich inzwischen echte OGS-Kompetenz. „Wenn Appelhülsen jetzt startet, werden wir an drei Standorten rund 350 Schüler betreuen“, erklärt Torsten Burghard. „Das Angebot in Appelhülsen soll zu 100 Prozent dem an den beiden Nottulner Standorten entsprechen“, sagt Ingrid Stange.

Die letzten Schritte sind allerdings noch zu gehen. Heute (Mittwoch) entscheidet der Sozialausschuss über die Elternbeiträge. Diese sollen – so lautet der Beschlussvorschlag – wie das Angebot identisch mit denen der beiden anderen OGS-Standorte des Vereins sein. Die Zustimmung der Politik dürfte Formsache sein.

Morgen (Donnerstag) findet dann in der Marienschule eine Infoveranstaltung statt (Beginn: 20 Uhr). Auf dieser werden die Eltern das Ergebnis der politischen Beratungen zu den Beiträgen mitgeteilt und das Betreuungsangebot umfassend erläutert bekommen. In der kommenden Woche (19. bis 21. Februar) können die Kinder dann für die OGS angemeldet werden.

Dem Ergebnis der Anmeldungen gemäß werden dann die Fördermittel beantragt und das Personal eingestellt. „Wir freuen uns auf den neuen Standort“, betont Ingrid Stange. „Die Vorzeichen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit jedenfalls stehen gut.“

Wer sich schon jetzt über das Angebot und das pädagogische Konzept des „Pippi-Langstrumpf“-Vereins informieren möchte, kann dies auf dessen Homepage im Internet tun.

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