Oldtimertour: BMW 507 machen Station an der Burg Vischering
Roadster sorgt für Aufsehen

Lüdinghausen -

Die Burg Vischering bot am Samstag eine besondere Kulisse für ein ganz besonderes Auto: 29 Besitzer eines BMW 507 aus verschiedenen europäischen Ländern machten dort Station. Von dem Roadster wurden nur 254 Exemplare gebaut. Entsprechend wurden die Wagen bestaunt.

Montag, 09.09.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 11.09.2019, 16:28 Uhr
Vom Roadster BMW 507 wurden in den 1950er Jahren nur 254 Exemplare gebaut. 29 von ihnen fuhren am Samstag an der Burg Vischering vor. Sogar aus Schweden war ein Oldtimerfahrer angereist. Foto: Arno Wolf Fischer

Eine besondere Seltenheit unter Oldtimern ist der BMW 507, von dem in den 1950er Jahren nur 254 Exemplare gebaut wurden. Einmalig war daher der Anblick, der sich am Samstagvormittag auf dem Parkplatz der Burg Vischering bot: Das „BMW 507 Treffen“ mit seinen 29 Teilnehmern machte während seiner Ausfahrt durch die Region Station in der Steverstadt. Erwartet wurden die Fahrer bereits von Markus Kleymann vom Kulturamt des Kreises Coesfeld, der die Teilnehmer sogleich zur Besichtigung der Burg und zu einer Stärkung im Café Reitstall einlud.

Nur 254 Exemplare gebaut

Bereits zum 49. Mal fanden sich die Oldtimerbesitzer zu ihrem jährlich stattfindenden Treffen zusammen, hinter dem nicht etwa ein Verein, sondern eine Gemeinschaft von Fahrern steht, die die Leidenschaft für ihre seltenen Fahrzeuge verbindet. „Es ist ein Treffen von Freunden“, fasste BMW-507-Besitzer und Oldtimersammler Guido Hommel zusammen.

Die Teilnehmer kommen größtenteils aus Deutschland, doch auch aus Schweden, den Niederlanden oder Österreich nehmen Oldtimerfans an den Ausfahrten teil. Jedes Jahr richtet einer von ihnen die Ausfahrt in seiner Heimatregion aus. So führte die Route in den vergangenen Jahren etwa durch das Berliner Umland oder entlang des Rheins.

170 Kilometer durchs Münsterland getourt

Dieses Mal waren die Burgen und Schlösser des Münsterlands Ziel der Ausfahrt, die von Manfred Feldhaus aus Emsdetten geplant wurde. Die rund 170 Kilometer lange Route führte am Freitag und Samstag in vier Etappen unter anderem zum Schloss Raesfeld und zur Burg Hülshoff sowie durch den Teutoburger Wald. Untergebracht waren die Roadster-Fahrer in einem Hotel in Münster, von wo aus sie mit einem Roadbook ausgestattet die Region erkundeten.

„Ich bin natürlich selber Oldtimerfan und bin oft in der Gegend unterwegs. Daher kenne ich die schönsten Plätze“, erklärte Feldhaus. Im Vordergrund stehe bei der Streckenplanung die Schönheit der Route, die deshalb so wenige Autobahnfahrten wie möglich beinhaltet. Bei der entspannten Ausfahrt gehe es nicht um die Geschwindigkeit oder um eine Punktewertung: Lediglich das Roadbook dient den Fahrern als Routenempfehlung.

Auch Elvis fuhr einen 507er

Die neugierigen Blicke der anderen Verkehrsteilnehmer waren den Fahrern auch dieses Mal sicher, denn ihre von 1956 bis 1959 gebauten Oldtimer sind nicht nur aufgrund ihrer Seltenheit etwas Besonderes. „Es ist ein wunderschönes und wirklich gelungenes Auto“, fasste Feldhaus seine Begeisterung für den 507er zusammen, die seit seiner Markteinführung auch von Prominenten wie Elvis Presley und Alain Delon geteilt wurde.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6909360?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F
Neue Uran-Transporte nach Russland
Ein Transportzug mit abgereichertem Uran steht auf dem Gelände der Gronauer Urananreicherungsanlage. Das kleine Bild zeigt gelagerte Tails-Behälter in Russland.
Nachrichten-Ticker