Bettina Schausten und Veronika Wenner verbrachten als Jugendliche viel Zeit am Klutensee
Dicke Freundinnen auf dünnem Eis

Lüdinghausen -

Ihre Freundschaft hält wie 1979 das Eis auf dem Klutensee, auf dem Bettina Schausten und Veronika Wenner als 14-Jährige ihre Runden drehten. Der Baggersee ist ein Ort, an dem die beiden viel Zeit verbrachten.

Samstag, 17.08.2019, 13:00 Uhr
Bettina Schausten und Veronika Wenner (v.l.) drehten als Jugendliche auf dem zugefrorenen Klutensee ihre Runden. Trotz verschiedener Lebenswege hält die Freundschaft bis heute. Foto: privat

Das Eis hält. Und das nicht nur im Jahr 1979, als Bettina Schausten und Veronika Wenner in einem kalten Winter den Klutensee erobern. Für die beiden Nachbarinnen vom Lüdinghauser Nottengartenweg ist der Baggersee, der in den Jahren 1936 und 1937 für einen neuen Bahndamm ausgehoben wurde, mit Sicherheit einer „der“ Orte ihrer Kindheit. Das dicke Eis hat damals nicht nur die beiden 14-Jährigen getragen – auch die Freundschaft hält bis heute an.

Dabei sind die Lebenswege sehr unterschiedlich: Bettina Schausten ist eines der Gesichter des ZDF und nach einer langjährigen Zeit als Leiterin der Berliner Studios jetzt in Mainz stellvertretende Chefredakteurin des Fernsehsenders. Veronika Wenner hat es schon lange in die damals neuen Bundesländer verschlagen – sie lebt seit einem Vierteljahrhundert mit ihrer Familie in Erfurt und ist beim Bistum in der Schulseelsorge tätig.

Da war schon ein bisschen Angst dabei, wenn das Eis knackte.

Bettina Schausten

Wenn sie an den Klutensee denken, kommen viele Erinnerungen in unterschiedlichsten Zusammenhängen hoch. Da gab es die seltenen Momente auf dem Eis. „Da war schon ein bisschen Angst dabei, wenn das Eis knackte“, erinnert sich Bettina Schausten. Doch der Reiz war natürlich viel zu groß, und schnell ging es immer in die Mitte des Sees, wo das Eis in der Regel dicker war. Zunächst noch mit Gleitschuhen, später mit Schlittschuhen drehten sie ihre Runden und übten einige Kunstfiguren. Besonders schön: Als Veronika Wenner nach vielen Jahren ohne Schlittschuhe in der Erfurter Eishalle wieder aktiv wurde, waren die Bewegungen von früher schnell wieder da. „Es ging erstaunlich einfach, selbst rückwärts“, sagt sie.

Doch auch im Sommer war der Klutensee eine echte Attraktion. „Ich habe darin mit meiner Mutter schwimmen gelernt“, blickt Veronika Wenner zurück. Auch Bettina Schausten wagte sich in das Nass, allerdings durchaus mit gemischten Gefühlen – denn der Klutensee war und ist so klein nicht. Insofern war sie froh, als in der direkten Nachbarschaft das Hallenbad eröffnet wurde und sie ihre Schwimmaktivitäten in das übersichtliche Becken verlegte.

Wenn ich einen Abstecher nach Lüdinghausen mache, gehört ein Spaziergang rund um den Klutensee eigentlich immer dazu

Bettina Schausten

Und damit nicht genug: Der Klutensee spielte auch als Naturparadies eine Rolle im Leben der beiden: Bettina Schausten erinnert sich gut, dass sie zusammen mit ihrer Freundin Veronika Wenner viele Pflanzen und Blätter rund um den See gesammelt und dann getrocknet und gepresst hat, um ein Herbarium für den Biologieunterricht anzulegen.

Noch einen vierten Reiz hatte und hat immer noch der malerisch gelegene Baggersee. „Wenn ich einen Abstecher nach Lüdinghausen mache, gehört ein Spaziergang rund um den Klutensee eigentlich immer dazu“, misst Bettina Schausten auch heute noch diesem Ort eine besondere Bedeutung zu. Dem pflichtet auch Veronika Wenner bei, die sich schon darauf freut, zum 35-jährigen Abitreffen Ende August wieder einmal in Lüdinghausen vorbeizuschauen und mit Sicherheit auch wieder den durchaus prägenden Ort der Kindheit und Jugend zu besuchen.

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