Bevölkerungsprognose des Landes NRW
Die Stadt wird grau und weiß

Lüdinghausen -

Sie werden mehr und sie werden älter – zumindest laut Statistik. Eine aktuelle Demografieprognose des Landesbetriebs IT.NRW ergibt, dass die Altersgruppe der 40- bis 65-Jährigen die stärkste bleibt, die älteren Menschen aber immer mehr werden und 2040 fast ein Drittel der Bevölkerung ausmachen.

Dienstag, 13.08.2019, 09:00 Uhr
Die Altersgruppe der 40- bis 65-Jährigen bleibt die stärkste in Lüdinghausen. Doch sie schrumpft, die älteren Menschen dagegen werden mehr und machen 2040 fast ein Drittel aus. Foto: Jürgen Christ

Die Steverstadt wird grau und weiß – das ist keine Wetterprognose für den kommenden Herbst beziehungsweise Winter, sondern eine Interpretation der jüngsten Demografieprognose des Landesbetriebs IT.NRW. Die Statistiker werfen einen Blick in die Zukunft, der etappenweise bis ins Jahr 2040 reicht.

Demzufolge werden Lüdinghausen und Seppenrade in den kommenden Jahrzehnten zwar nicht schrumpfen, aber auch kaum wachsen – zumindest, was die Bevölkerungszahlen angeht. Insgesamt 24 550 Menschen lebten bei der letzten Erhebung 2018 in der Steverstadt und im Rosendorf, mit etwa 25 500 werden bis 2040 rund 1000 dazukommen – nicht exorbitant viel über 22 Jahre. Andererseits ist es bemerkenswert, dass die Kleinstadt angesichts der stark zunehmenden Zugkraft des nahe gelegenen Münster überhaupt noch wächst.

Viele Rentner

Dass das Durchschnittsalter der Lüdinghauser Bevölkerung wie auch bundesweit steigen wird, ist eine alles andere als neue Erkenntnis. Doch die konkreten Zahlen von IT.NRW sind fast schon erschreckend. So wird der Anteil der über 80-Jährigen um 45,8 Prozent zunehmen – von 1527 im vergangenen Jahr auf über 2200 in 2040. Die Anzahl der jüngeren Rentner im Alter von 65 bis 80 Jahren wird der Prognose zufolge sogar um 62,1 Prozent steigen – von 3506 auf fast 5700. Fast ein Drittel der Lüdinghauser wird 2040 über 65 Jahre alt sein, aktuell (Stand 2018) ist es knapp ein Fünftel.

Die jüngeren Jahrgänge dagegen zieht es aus Lüdinghausen fort. Die Zahl der 19- bis 25-Jährigen werde um 14,3 Prozent sinken, von 1613 auf unter 1400, sagen die Statistiker des Landes NRW. Allerdings ist deren Anteil an der Gesamtbevölkerung bei weitem nicht so groß wie der der 25- bis 40-Jährigen (von 3978 auf rund 3600, ein Minus von 8,8 Prozent) und vor allem der 40- bis 65-Jährigen (von 9355 auf etwa 8350, ein Minus von 10,9 Prozent).

Keine Konstanz

Nur eine junge Altersgruppe hat einen (sehr leichten) Anstieg zu verzeichnen – die Gruppe der Sechs- bis Zehnjährigen. Sie soll bis 2040 von 890 auf rund 900 Mädchen und Jungen steigen, sagt die Statistik, eine wohl wenig aussagekräftige Prognose. Interessant aber: Laut IT.NRW wächst diese Altersgruppe zwischen 2020 und 2025 von geschätzt 890 auf über 1000 Kinder an, um dann wieder zu schrumpfen.

Auch die Zahl der 16- bis 19-Jährigen sinkt nicht konstant. 2035 werden, so die Statistik, rund 120 Jugendliche mehr in Lüdinghausen wohnen als noch fünf Jahre zuvor, dann geht es wieder bergab.

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