Buchungsverhalten ändert sich
Reisebüros spüren Auswirkungen der Hitze

Lüdinghausen -

Der zweite heiße und trockene Sommer in Folge hat auch Auswirkungen auf das Buchungsverhalten der Lüdinghauser für die „schönsten Wochen des Jahres“. Eine Umfrage in den Reisebüros der Steverstadt hat ergeben, dass vor allem Familien ihren Urlaub anders planen und gestalten als bisher.

Montag, 12.08.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 12.08.2019, 12:21 Uhr
Mallorca oder Lüdinghausen? Ganz klar: Meer, Strand und Stadtarchitektur weisen unzweideutig auf die Baleareninsel hin. Der zweite heiße und vor allem extrem trockene Sommer wirkt sich auf das Buchungsverhalten der Lüdinghauser bei Urlaubsreisen aus. Foto: dpa

Bereits im zweiten Jahr in Folge hat die Sommerdürre Deutschland fest im Griff. Zwischen Flensburg und Füssen war es zum Teil so heiß wie auf Mallorca, wenn nicht sogar heißer. Hat das Folgen für die heimischen Reisebüros – und wenn ja, welche?

„Das ist definitiv so“, lautete die Antwort von Daniel Jayatilaka, Mitarbeiter der Reiseagentur Meimberg in Lüdinghausen. „Gerade die Familien buchen verstärkt Ferienwohnungen oder Appartements in Deutschland oder den Niederlanden, vor allem über das Internet. Viele verbinden mit Reisebüros wohl nur Flugreisen. Das ist der größte Brocken, der uns seit dem vergangenen Sommer weggebrochen ist.“

Vor den Ferien haben weniger Familien als sonst gebucht.

Caroline Finis

Eine weitere interessante Entwicklung hat Caroline Finis, Mitarbeiterin des Reisebüros Lückertz, beobachtet: „Vor den Ferien haben weniger Familien als sonst gebucht. Es kann natürlich sein, dass viele von ihnen schon darauf gehofft haben, dass der Sommer 2019 wieder so heiß wird wie der vergangene. Als das Wetter zu Beginn der Ferien für kurze Zeit nicht so toll war. kamen wieder mehr Kunden, die Last-Minute-Reisen in die Sonne gebucht haben – nach Mallorca, auf die Kanaren oder nach Griechenland.“

Viele haben jetzt doch noch das Bedürfnis nach einem Tapetenwechsel.

Stephanie Reher

Ähnliches berichtete Stephanie Reher , Inhaberin des Reisebüros Brackmann: „Wir haben im Januar, wenn die meisten Buchungen für die Sommersaison erfolgen, tatsächlich eine deutliche Zurückhaltung gespürt – wohl, weil viele Leute davon ausgegangen sind, dass wir in Deutschland wieder so einen heißen Sommer bekommen. Jetzt haben wir dafür eine größere Nachfrage nach Last-Minute-Buchungen. Viele haben jetzt doch noch das Bedürfnis nach einem Tapetenwechsel.“ Das Pro­blem, so Reher: „Die Plätze werden langsam rar, schon aufgrund der begrenzten Flugkapazitäten.“ Hier sei auch nach fast einem halben Jahr noch die Pleite der Fluggesellschaft Germania zu spüren.

Vor allem für Reisen nach Griechenland oder in die Türkei werde es eng. Hotelzimmer würde man zwar immer bekommen, aber oft nicht mehr zu einem angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis, so die Erfahrungen der Fachfrau.

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