Tag der Artenvielfalt
Projekte gegen das Insektensterben

Lüdinghausen -

Viele Projekte zur Erhaltung der Artenvielfalt sind in Lüdinghausen auf den Weg gebracht worden. Dazu gehören Blumenwiesen ebenso wie Streuobstwiesen. Weitere Aktionen sind geplant.

Mittwoch, 22.05.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 22.05.2019, 13:20 Uhr
Die Streuobstwiese an der Wolfsschlucht ist ein Beitrag der Stadt zum Erhalt der Artenvielfalt. Foto: Stadt Lüdinghausen

Der 22. Mai ist der Internationale Tag der Artenvielfalt. In Lüdinghausen werde in diesem Bereich viel getan, schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung. „Es ist eine Aufgabe, die immens wichtig ist“, wird Bürgermeister Richard Borgmann in dem Pressetext zitiert. Insektensterben und der immer größer werdende Vogelschwund forderten ein Umdenken der gesamten Gesellschaft. Die Stadt lege daher ein wichtiges Augenmerk auf Umweltschutz und Artenvielfalt.

Die Hirsch-Wiese in der Bauerschaft Ondrup in Seppenrade kennen mittlerweile viele Bürger. Erich Hirsch, langjähriges Nabu-Mitglied, hat dort eine städtische Ausgleichsfläche mit großem Eigenengagement zu einer ökologisch hochwertigen Wildblumenwiese entwickelt. Das Mahdgut wird im Sommer auf die Wiesen in der „StadtLandschaft“ übertragen. „Das Verfahren der Mahdgutübertragung soll auch auf weiteren städtischen Flächen angewendet werden“, so der städtische Mitarbeiter Heinz-Helmut Steenweg.

Mahdgutübertragung

Eine andere Möglichkeit zur Erhöhung der Artenvielfalt ist die extensive Mahd städtischer Grünflächen oder auch die Neueinsaat mit mehrjährigen Wildblumenmischungen wie im Rott, an der Ascheberger Straße oder am Hallenbad. Gerade erst wurde der Kreisverkehr der Konrad-Adenauer-Straße neu eingesät.

Eine andere Fläche, die dem Blumenbetrachter ins Auge fallen soll, findet sich an der Bushaltestelle an der Klosterstraße. Dort blühen bis in den Juni verschiedene Blumen wie Narzissen, Prärielilien und Zierlauch. Im Klosterpark soll im Herbst eine Blumenzwiebelmischung eingearbeitet werden.

Wichtig für die Vogelwelt sind auch heimische Bäume mit Früchten. Deshalb achtet die Stadt darauf, Vogelnährgehölze wie Feldahorn, Holzapfel, Mehlbeere, Schlehe, Wildkirsche oder Vogelbeere anzupflanzen. Im Außenbereich werden die vorhandenen Obstbaumalleen schon seit Jahren ergänzt. In diesem Jahr wurden an der Stadtfeldstraße und am Liebeshügel in Seppenrade neue Apfel- und Kirschbäume gepflanzt.

Auch Streuobstwiesen tragen zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Viele Streuobstwiesen sind an der Wolfsschlucht und am Alten und Neuen Berg in Seppenrade zu finden. Selbst Baumwurzeln werden weiter genutzt. „Sie werden bei uns als Totholz verwertet“, so Steenweg. „Wir positionieren die Stubben gezielt auf städtischen Flächen. Sie bieten dann vielen Lebewesen Lebensraum und Unterschlupfmöglichkeiten.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6629635?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F
Dach des Schwimmbades im Regenbogencamp in Brand geraten
Das Dach brannte in voller Ausdehnung. Kilometerweit war die hohe, schwarze Rauchsäule über Leeden zu sehen.
Nachrichten-Ticker