Suche nach neuem Domizil
Die Tafel muss umziehen

Lüdinghausen -

Bis zum November muss die Tafel Lüdinghausen ein neues Quartier finden. Die Räumlichkeiten an der Alten Valve wurden wegen Eigenbedarfs gekündigt. Tafel-Vorsitzender Josef Kersting hat einen Traum: „Warum nicht verschiedene soziale Dienste der Stadt an einem Standort bündeln?“

Samstag, 12.01.2019, 09:00 Uhr
Zehn Jahre war die Halle an der Alten Valve das Quartier der Tafel Lüdinghausen. Bis spätestens November muss eine neue Bleibe gefunden sein. „Traum“ der Verantwortlichen wäre ein Objekt, das verschiedene soziale Dienste unter einem Dach vereint Foto: Peter Werth

Eigenbedarf – so lautet der Kündigungsgrund für die Tafel Lüdinghausen an der Alten Valve. Dort hat sie seit ihrer Gründung vor zehn Jahren ihr Quartier: stadtnah und trotzdem für ihre Kunden Anonymität bietend. „Bis Ende November müssen wir raus“, erklärt der Tafel-Vorsitzende Josef Kersting , da der nebenliegende Gewerbebetrieb sich vergrößern will. „Wir gehen sehr ungern“, sagt die stellvertretende Vorsitzende Anni Pröbsting. An den Räumlichkeiten hänge „viel Herzblut“.

Wir gehen sehr ungern.

Anni Pröbsting

Die Suche nach einer neuen Bleibe hat begonnen. Aber: „Das ist nicht so einfach“, weiß Kersting. Zwar habe er schon verschiedene Objekte in Augenschein genommen, aber aus den unterschiedlichsten Gründen kämen sie nicht infrage. Entscheidend sei auch der Kostenfaktor. Benötigt werde eine Fläche von rund 300 Quadratmeter – und genügend Parkraum für die Kunden.

Den Tafel-Vorsitzenden indes treibt eine Idee um: „In Lüdinghausen sind die verschiedenen sozialen Dienste verzettelt untergebracht. Alle unter einem Dach wäre ein Traum.“ Bestens geeignet dafür wären aus Sicht der Tafel-Verantwortlichen etwa die Kleiderkammer des DRK sowie der Haushalts- und der Babykorb des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF).

Alle unter einem Dach wäre ein Traum.

Josef Kersting

Dessen Geschäftsführerin Christine Struve hat auch viel für diese Idee übrig. „Das hätte viele Vorteile: Alle unter einem Dach, das wäre übersichtlich und nachvollziehbar.“ Gleichwohl sieht sie einen Pferdefuß. „Wir haben für unsere beiden Angebote sehr zentrale und versteckte Räumlichkeiten, die die Anonymität unserer Kundinnen bestens gewährleisten“, sagt Struve. Das müsste auch bei einem Umzug so bleiben.

Die Idee ,Soziale Dienste unter einem Dach‘ hört sich meines Erachtens nach sehr interessant an.

Ingeborg Bartsch

„Die Idee ,Soziale Dienste unter einem Dach‘ hört sich sehr interessant an. Hilfsprogramme für Menschen aller Altersklassen, für Familien zu bündeln, eine Kombination aus sozialen Angeboten zu erstellen, ist sicherlich eine sinnvolle Maßnahme“, findet Ingeborg Bartsch, die Vorsitzende des DRK-Ortsverbands Lüdinghausen-Seppenrade. Sie warte jetzt auf eine Gespräch mit der Tafel.

Auch auf die Unterstützung der Stadt kann die Tafel setzen. „Ich bin schließlich der Schirmherr der Tafel“, erklärt Bürgermeister Richard Borgmann. Es sei eine „wunderbare Idee, man sollte diese Chance nutzen“. Auch wenn die Suche nicht einfach werden dürfte.

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Wer der Tafel bei ihrer Suche helfen will, melde sich per E-Mail an luedinghauser-tafel@versanet.de

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