Theater der Landjugend Lüdinghausen
Im Sündenbabel geht’s drunter und drüber

Lüdinghausen -

Falsch interpretierte Situationen und in der Folge falsche Verdächtigungen – in der plattdeutschen Komödie „Ümmer wier nachts üm fief“, die die Landjugend Lüdinghausen am Wochenende zweimal aufführte, geht es drunter und drüber. Das Publikum hatte seinen Spaß daran.

Sonntag, 08.04.2018, 17:04 Uhr

Jede Menge zu lachen gab es bei der Komödie „Ümmer wier nachts üm fief“, die die Landjugend Lüdinghausen am Wochenende zweimal aufführte. Foto: Ulrich Reismann

Was man mit den eigenen Augen sieht, das muss noch lange nicht die Wahrheit sein. Nämlich dann nicht, wenn man die falschen Schlüsse daraus zieht. Und das passierte in der plattdeutschen Komödie „Ümmer wier nachts üm fief“ allzu oft. So manche Person behauptet von sich, sehr wohl eins und eins zusammenzählen zu können. Aber nichts da: Situationen werden falsch interpretiert, falsche Verdächtigungen sind die Folge. Die 45. Auflage des „Kleinen Theaters“ der KLJB Lüdinghausen in der Westruper Schule am Wochenende wurde wieder einmal zu einem Lacherfolg.

In den Familien Lindemann und Bremer geht es mutmaßlich drunter und drüber. Die Junggesellenbude von Thomas Lindemann (gespielt von Johannes Resing) wird allem Anschein nach als Liebesnest missbraucht. Die Frage, wer mit wem ein Techtelmechtel hat, ist der Stoff, welcher ein heilloses Durcheinander verursacht. Und das mündet dann in Schimpftiraden, bei denen Susanne Bremer (Pia Lütke Brochtrup) als „Monster“ und „Schlampe“ tituliert wird und deren Ehemann Frank eine Abfertigung als „unmöglicher Wüstling“ bekommt.

Plattdeutsches Theater der Landjugend Lüdinghausen

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  • Jede Menge Lacher gab es bei der Aufführung der plattdeutschen Komödie "Ümmer wier nachts üm fief". Im Folgenden weitere Impressionen der Vorstellung der Landjugend Lüdinghausen.

    Jede Menge Lacher gab es bei der Aufführung der plattdeutschen Komödie "Ümmer wier nachts üm fief". Im Folgenden weitere Impressionen der Vorstellung der Landjugend Lüdinghausen.

    Foto: Ulrich Reismann
  • Jede Menge Lacher gab es bei der Aufführung der plattdeutschen Komödie "Ümmer wier nachts üm fief".

    Foto: Ulrich Reismann
  • Jede Menge Lacher gab es bei der Aufführung der plattdeutschen Komödie "Ümmer wier nachts üm fief".

    Foto: Ulrich Reismann
  • Viel zu lachen gab es bei der Aufführung der plattdeutschen Komödie. Foto: Ulrich Reismann
  • Viel zu lachen gab es bei der Aufführung der plattdeutschen Komödie. Foto: Ulrich Reismann
  • Viel zu lachen gab es bei der Aufführung der plattdeutschen Komödie. Foto: Ulrich Reismann
  • Viel zu lachen gab es bei der Aufführung der plattdeutschen Komödie. Foto: Ulrich Reismann
  • Zu den Vätern des Lacherfolgs gehörte Regisseur Matthias Buckmann (2.v.r.). Die Landjugend bedankte sich bei ihm mit einem Präsent.

    Foto: Ulrich Reismann
  • Viel zu lachen gab es bei der Aufführung der plattdeutschen Komödie. Foto: Ulrich Reismann
  • Viel zu lachen gab es bei der Aufführung der plattdeutschen Komödie. Foto: Ulrich Reismann
  • Viel zu lachen gab es bei der Aufführung der plattdeutschen Komödie. Foto: Ulrich Reismann
  • Viel zu lachen gab es bei der Aufführung der plattdeutschen Komödie. Foto: Ulrich Reismann
  • Viel zu lachen gab es bei der Aufführung der plattdeutschen Komödie. Foto: Ulrich Reismann

Wenn sich Thomas’ Mutter Lieselotte (Eva Lütke Entrup) bei ihren Drohgebärden in Rage redet, ist sie in der Wortwahl überhaupt nicht zimperlich. Sie sieht sich hier im reinsten „Sündenbabel“, wo es alle treiben „wie in Sodom und Gomorrha“. Doch ihre Annahme, dass hier einer untreuer ist als der andere, erweist sich schließlich als fataler Trugschluss. So überzeugt sie auch von sämtlichen Seitensprüngen gewesen ist, sie waren allesamt völlig aus der Luft gegriffen. Überflüssig ist die ganze Aufregung aber trotzdem nicht gewesen: Die Zuschauer amüsierten sich köstlich.

Auslöser des ganzen Wirbels war der Hang von Frank Bremer, mit Freunden bis tief in die Nacht an der Biertheke zu sitzen. Als seine Frau ihn mit der Drohung, ihre Mutter ins Haus zu holen, zur Räson bringen will, sieht Frank rot. Und das Unheil nimmt seinen Lauf. Wie die Spieler der plattdeutschen Mundart mächtig sind und wie sie das ganze Kuddelmuddel gekonnt in Szene setzen, das hatte den Applaus, den es immer wieder gab, wahrlich verdient.

Extra-Beifall gab es zum Schluss für Matthias Buckmann, der in diesem Jahr erstmals Regie führte und der der Vater dieses Erfolges war, wie die Landjugendvorsitzenden Christin Heitkötter und Hendrik Edelbusch in ihrem Dank deutlich machten. „Du bist genau der Richtige, den wir dafür gebraucht haben“, so Edelbusch.

Während der dreimonatigen Probenzeit ist zwischen Spielern und Regisseur ein Verhältnis entstanden, das sich als herzlich bezeichnen lässt. Das kam nach der Premiere am Freitagabend in anerkennenden Worten der Jugendlichen zum Ausdruck. Einem großen Publikum ist Buckmann aus den Lustspielen des Plattdeutschen Vereins bekannt. Unvergessen bleibt sein Gestottere als Brandmeister Fred Löscher in dem Stück „FKK in Lunkhusen“.

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