Vor dem Start in ein spannendes Jahr
Lüdinghauser wird in wenigen Tagen neuer Regierungsvizepräsident

Lüdinghausen -

Was das neue Jahr bringt, wissen die wenigsten Menschen. Die WN stellen vier Lüdinghauser vor, für die bereits jetzt klar ist: 2018 wird ein besonderes Jahr. Zu ihnen gehört Dr. Ansgar Scheipers, der in wenigen Tagen als neuer Regierungsvizepräsident zur Bezirksregierung Münster wechselt.

Sonntag, 31.12.2017, 05:12 Uhr

Kehrt der Kreisverwaltung Coesfeld in wenigen Tagen den Rücken: Dr. Ansgar Scheipers. Am 15. Januar wechselt der bisherige Dezernent als Regierungsvizepräsident zur Bezirksregierung Münster.
Kehrt der Kreisverwaltung Coesfeld in wenigen Tagen den Rücken: Dr. Ansgar Scheipers. Am 15. Januar wechselt der bisherige Dezernent als Regierungsvizepräsident zur Bezirksregierung Münster. Foto: Markus Kleymann

Eine Hand reicht aus, um die Tage abzuzählen, an denen er noch an seinem Schreibtisch im Coesfelder Kreishaus sitzt. Dann packt Dr. Ansgar Scheipers seine Sachen – „viel privaten Kram habe ich nicht im Büro“ – ein. Wenig später, am 15. Januar, packt er sie an neuer Wirkungsstätte vis a vis des St.-Paulus-Doms in Münster wieder aus. Als neuer Regierungsvizepräsident.

Siebeneinhalb Jahre leitete der Lüdinghauser beim Kreis Coesfeld das Dezernat für Sicherheit, Bauen und Umwelt. Sein Fachwissen wird dort ebenso geschätzt wie seine menschliche Art. Fällt es ihm da schwer, loszulassen? „Ach“, sagt Scheipers, „das ist mir bei meinen letzten beruflichen Veränderungen ganz gut gelungen. Außerdem gibt es hier sehr erfahrene Abteilungsleiter, die den Übergang gut gestalten werden. Da mache ich mir keine Sorgen.“ So ganz ohne Wehmut geht er dennoch nicht. „Da ist durchaus auch eine Träne im Auge“, gesteht der Jurist. Bei zahlreichen „Letzte-Mal-Terminen“ und in Gesprächen habe es viele nette Reaktionen gegeben, in denen wechselseitige Wertschätzung zum Ausdruck gekommen sei. Das rührt ihn spürbar. „Ich habe die Arbeit beim Kreis Coesfeld sehr gerne gemacht und hätte mir gut vorstellen könne, weiter dort zu bleiben“, betont der 48-Jährige.

Ich bin in einem Alter, wo ich Neuem gegenüber durchaus noch aufgeschlossen bin.

Dr. Ansgar Scheipers

Gleichzeitig verhehlt er nicht, dass ihn die persönlichen Chancen und beruflichen Herausforderungen der künftigen Aufgabe bei der Bezirksregierung gereizt haben, sich auf die neue Stelle zu bewerben. „Ich bin in einem Alter, wo ich Neuem gegenüber durchaus noch aufgeschlossen bin“, meint Scheipers schmunzelnd. Und ein Karriereschritt ist der Wechsel noch dazu, „obwohl das für mich nicht den Hauptausschlag gegeben hat“, sagt der Regierungsvizepräsident in spe.

Was hat ihn denn bewogen? Scheipers formuliert es so: „Ich bin ein Kind der Kommune – aktuell noch beim Kreis Coesfeld, zuvor war ich bei der Stadt Lüdinghausen sowie beim Kreis Borken. Nun wechsele ich in eine größere Einheit, eine Mittelbehörde mit Anbindung an die Landesregierung.“ Statt der bisherigen elf Kommunen des Kreises Coesfeld gehören zum Regierungsbezirk Münster 75 kreisangehörige Städte und Gemeinden, fünf Kreise sowie die kreisfreien Städte Münster, Gelsenkirchen und Bottrop. Hinzu kommt die Verteilung auf vier Standorte – zwei in Münster und jeweils einer in Coesfeld und Herten. „Da wartet ein neues, spannendes Feld auf mich mit ganz anderen strukturellen Bedingungen. Künftig habe ich eben auch mit dem Ruhrgebiet zu tun – das sind andere Herausforderungen als im beschaulichen Münsterland“, so Scheipers mit einem Augenzwinkern.

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Menschliches Umfeld muss passen

Gleichzeitig klingt in seinen Worten auch Respekt vor der neuen Aufgabe mit. Noch halten sich eben dieser Respekt und die Aufregung die Waage. Was auch daran liegt, dass der künftige stellvertretende Regierungspräsident viele Menschen, mit denen er demnächst beruflich zu tun haben wird, bereits kennt. „Ich habe schon jetzt viele Berührungspunkte mit verschiedenen Bereichen der Bezirksregierung, etwa der Umweltverwaltung oder der Regionalplanung. Das erleichtert mir den Einstieg sicherlich“, meint der Lüdinghauser.

Auch seine neue Chefin, Regierungspräsidentin Dorothee Feller, kennt er bereits seit geraumer Zeit. „Sie arbeitet sehr teamorientiert“, freut sich Scheipers. „Und auch als Mensch schätze ich sie sehr. Ich glaube, die Chemie stimmt.“ Und genau das, nämlich, dass das menschliche Umfeld passt, hat für ihn sehr wesentlich in die Überlegungen reingespielt, sich um die neue Aufgabe zu bewerben.

An den großen beruflichen Schritt, den er 2018 machen wird, denkt Scheipers in den Stunden des Jahreswechsels eher weniger. Raketen begleitet mit Wünschen zum Karrieresprung in den Himmel über Lüdinghausen zu schicken, ist nicht sein Ding. Scheipers: „Ich bin kein Typ für Feuerwerk. Und dieses Silvester wird eines wie jedes andere.“ Das neue Jahr hingegen wohl kaum.

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