Anton-Schüler forschen in den Niederlanden
Forschen auf einer Burg

Lüdinghausen -

Im September waren die niederländischen Schüler zu Gast auf der Burg Vischering und forschten dort mit Anton-Schülern im Rahmen eines MINT-Projekts. Im Dezember stand der Gegenbesuch der Anton-Schüler in Doetinchem an.

Donnerstag, 28.12.2017, 18:12 Uhr

Grenzenloser Austausch: Schüler des St.-Antonius-Gymnasiums forschten im Rahmen eines MINT-Projektes gemeinsam mit niederländischen Schülern in der Burg Vischering. Jetzt stand der Gegenbesuch in Doetinchem an.
Grenzenloser Austausch: Schüler des St.-Antonius-Gymnasiums forschten im Rahmen eines MINT-Projektes gemeinsam mit niederländischen Schülern in der Burg Vischering. Jetzt stand der Gegenbesuch in Doetinchem an. Foto: St.-Antonius-Gymnasium

„Wir können doch gar kein Niederländisch. Was ist, wenn die uns nicht verstehen? Was ist, wenn die sich total langweilen?“, fragten Ole und Justus, die in dem Moment, als die Klasse 9b des St.-Antonius-Gymnasiums erfahren hatte, dass sie am Projekt „MINT-Lab auf Schlössern/in kastelen“ teilnehmen darf, noch voller Enthusiasmus waren, mit etwas mulmigem Gefühl auf dem Parkplatz der Burg Vischering . Und auch die übrigen 26 Schüler der 9b waren ungewöhnlich verhalten, denn im September war es so weit: Das deutsch-niederländische Projekt, in dem die 9b mit einer Klasse des niederländischen Ulenhofcollege in Doetinchem an zwei Projekttagen zusammen forschen sollte, sollte gleich beginnen. Und diese angespannte Aufregung war durchaus nachvollziehbar, denn bei diesem Projekt ging es nicht nur darum, einen Tag mit spannenden Experimenten zu verbringen, sondern die Schüler der niederländischen Klasse würden auch eine Nacht in den deutschen Familien übernachten und mit den deutschen Kindern zum Anton fahren. Jetzt stand schließlich der Gegenbesuch in Doetinchem an, auch wieder mit einer Übernachtung, teilt das Anton mit.

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Schnell Kontakte entstanden

„Es ist wahnsinnig toll, wie schnell hier Kontakte entstanden sind. Viele Schüler sind über die zwei Monate bis zum nächsten Projekttag durch die sozialen Medien in Verbindung geblieben“, erinnert sich Anton-Lehrer Christian Weyers. Und seine Kollegin Anna-Lena Peckrun ergänzt: „Als wir in Doetinchem angekommen sind, gab es direkt keine deutschen und keine niederländischen Schüler mehr, sondern eine große Gruppe, die sich total auf das nächste Abenteuer freute.“ Unterstützt wurde diese Freude besonders auch dadurch, dass die niederländischen Lehrer und ihre Klasse eine Willkommensparty in Doetinchem organisiert hatten, auf der bei Weihnachtsgebäck und Getränken sogar gewichtelt wurde.

Während der erste Projekttag im Zeichen der MINT-Fächer Biologie, Physik und Chemie gestanden hatte, prägten die Fächer Informatik und Technik den zweiten Projekttag, zu dem die Gruppe in die DRU Cultuurfabriek Ulft, eine ehemalige Emaille-Gießerei, aufbrach. Dort lernten die deutsch-niederländischen Teams die Entwicklung der Drucktechnik von den Anfängen bis zur Gegenwart kennen: Emaille-Platten wurden hergestellt, Stoffbeutel im Siebdruckverfahren nach selbst kreierten Motiven gedruckt, und das Drucken mit dem 3D-Drucker wurde ebenso ausprobiert wie die Besonderheit der verwendeten Polymere erarbeitet wurde.

Intensiven, lehrreiche und unterhaltsame Tage

Und weil die Gruppe nach zwei intensiven, lehrreichen und unterhaltsamen Tagen bestens zusammengewachsen war, verbrachten die Schüler das Mittagessen in entspanntem Austausch über Fußballergebnisse, Kinofilme und die anstehenden Weihnachtsferien, Handynummern wurden ausgetauscht und sogar einzelne Verabredungen für die Ferien getroffen – schließlich sind knapp 100 Kilometer Entfernung kaum noch ein Hindernis. „Hier fallen die Grenzen quasi nebenbei, weil man mit den Experimenten eine gemeinsame Mission hat, die man nur im Team erfüllen kann“, stellte Pädagogin Peckrun stellvertretend für die begleitenden Lehrer beeindruckt über die Offenheit der Jugendlichen fest. Dass das St.-Antonius-Gymnasium das Projekt „MINT-Lab auf Schlössern/in kastelen“ gemeinsam mit dem Ulenhofcollege weiter begleiten wird, freut auch Schulleiterin Elisabeth Hüttenschmidt.

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