WN-Umfrage: Einkaufen
Pause zwischen Großkampftagen

Lüdinghausen -

Weihnachten liegt hinter den Lüdinghau­sern. Drei Tage Ruhe und Besinnlichkeit, aber auch drei Tage ohne Einkaufsmöglichkeit. Was tut sich also am ersten Vormittag nach den Festtagen in den Supermärkten?

Donnerstag, 28.12.2017, 10:12 Uhr

Frischwaren wie Obst waren am ersten Einkaufstag nach Weihnachten vermehrt gefragt. Alles andere konnte (meist) noch warten.
Frischwaren wie Obst waren am ersten Einkaufstag nach Weihnachten vermehrt gefragt. Alles andere konnte (meist) noch warten. Foto: dpa

Weihnachten liegt hinter den Lüdinghau­sern. Drei Tage Ruhe, Besinnlichkeit, stressfreie Zeit. Aber auch drei Tage ohne Möglichkeit zum Einkaufen (von manchen Bäckereien am Heiligabend und Tankstellen abgesehen). Was tut sich also am ersten Vormittag nach den Festtagen in den Einkaufsmärkten, wollten die WN wissen und sahen sich ein wenig um.

Schon gut gefüllt ist der Parkplatz von Edeka am Mittwoch gegen 11 Uhr an der Konrad-Adenauer-Straße, freie Flächen sind rar gesät. Von Hektik ist im und vor dem Einkaufsmarkt jedoch wenig zu spüren. Auch nicht bei Nicole Kilic, die ganz entspannt mit dem gefüllten Einkaufswagen wieder auf den Parkplatz tritt. „Das ist für mich ein ganz normaler Einkaufstag“, sagt die Lüdinghauserin. Ob Weihnachten nicht doch Lücken im Privathaushalt gerissen habe. „Nein“, antwortet sie. „Das spielt für mich keine Rolle.“

Etwas anders ist das bei Franz Josef Klas. Auch sein Einkaufswagen ist gut gefüllt, in seinem Fall allerdings „saisonbedingt“. „Wir haben die gesamte Familie zu Hause“, schmunzelt der 68-jährige Großvater. „Dementsprechend müssen die Vorräte aufgefüllt werden.“

Kurz nach Weihnachten wird schon mal vermehrt Frischware wie Obst und Gemüse verkauft, sonst gibt es da aber keine Unterschiede.

Edeka-Marktleiter Martin Schwering

Für die Mitarbeiter von Edeka sind Hamsterkäufe am 27. Dezember aber eher die Ausnahme. „Das ist ein ganz normaler Werktag“, sagt Martin Schwering. Er muss es wissen. Der Emsdettener arbeitet seit zehn Jahren, seit Neueröffnung der Edeka-Geschäftsstelle in Lüdinghausen, als Marktleiter an der Konrad-Adenauer-Straße. „Am Tag vor Silvester und an Silvester selbst macht man schon höhere Umsätze, vor allem im Getränkebereich. Kurz nach Weihnachten wird schon mal vermehrt Frischware wie Obst und Gemüse verkauft, sonst gibt es da aber keine Unterschiede.“

Wenige Meter Luftlinie entfernt, vor der Aldi-Filiale an der anderen Seite des Kreisverkehrs, verstaut Christoph Simm seine gerade beim Discounter besorgten Sachen. Viel ist es nicht. „Wir hatten vor Weihnachten erst noch gründlich eingekauft“, sagt der 60-Jährige mit einem Schmunzeln. Das halte noch vor, erst zu Silvester müsse es wieder etwas mehr sein.

So ist es auch beim Ehepaar Edler, das sich beim Marktkauf an der Hans-Böckler-Straße mit dem Nötigsten eingedeckt hat. „Wir haben noch alles“, sagt die 71-jährige Gisela Edler. Bis kurz vom Jahreswechsel habe der nächste Großeinkauf noch Zeit.

Für Marktkauf-Mitarbeiter Torsten Delius ist die Zurückhaltung vieler Lüdinghauser keine Überraschung. „Am letzten Wochenende, am Freitag und am Samstag, haben die Kunden zugeschlagen. Sie haben die Kühlschränke noch voll.“ Dennoch – ganz ohne Nachwirkungen seien die drei einkaufsfreien Tagen nicht geblieben, ergänzt Delius‘ Kollegin Katharina Wisse: „Für einen Mittwoch ist es voller als sonst.“

Noch voller werde es allerdings ab Donnerstag werden, so wiederum Delius. Denn von da an dürfen die Silvesterböller verkauf werden.

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