Eine Kita für den Übergang
Nur noch 32 Kinder angemeldet

Havixbeck -

Nach dem Aufschrei vor einigen Wochen nach mehr Kita-Plätzen ist jetzt eine Lösung, wenn auch nur vorrübergehend, gefunden worden. Rund 50 Jungen und Mädchen standen ursprünglich auf der Liste für einen Platz in den Kitas in Havixbeck. „Aktuell sind es nur noch 32 Kinder, die von ihren Eltern verbindlich angemeldet worden sind“, erklärte Fachbereichsleiterin Monika Böse von der Gemeindeverwaltung.

Dienstag, 21.05.2019, 17:50 Uhr
Diese Karte verdeutlicht das geplante Gewerbegebiet an der Kreisstraße 51 gegenüber dem bestehenden Gewerbegebiet. Die Kita für den Übergang wird am „Standort Gärtnerei“ eingerichtet. Foto: chr

Die Nachfrage und der letztendliche Bedarf seien immer schon ein Spagat gewesen. Nicht nur in diesem Jahr. Böse verwies auf die gute Abdeckung mit U3-Plätzen in der Gemeinde. Der Kreis Coesfeld sei spitze im Münsterland. Havixbeck stünde ganz oben auf der Skala.

Nach zahlreichen Gesprächen käme jetzt zunächst das Rote Kreuz als Träger zum Zuge. Die große Kindertagesstätte im Wohngebiet „Am Schlautbach“ ist bekannt. Das DRK richtet gemeinsam mit der Gemeinde eine Drei-Guppen-Kita für Kinder unter drei Jahren im ehemaligen Wohnhaus der Familie Frisse ein. Zwei Gruppen sollen im Erdgeschoss des Hauses und eine Gruppe in einem Modul auf der großen Fläche Platz bekommen.

Die Gemeinde Havixbeck hat das Gelände der ehemaligen Gärtnerei Frisse gekauft. Der Bereich in Herkentrup soll in Zukunft zu einem Gewerbegebiet entwickelt werden. Es liegt parallel zu dem bestehenden Gewerbegebiet „Hohenholter Straße“.

Das DRK betreut die Jungen und Mädchen von 7 bis 16 Uhr. Zwei Erzieherinnen aus der Kita am Schlautbach sollen zunächst in der Übergangskita arbeiten. Bevor es soweit ist, müssen die baulichen und verkehrlichen Maßnahmen eingestielt werden.

„Ein Container-Modul ist gar nicht so einfach zu bekommen. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, alles bis Ende August fertig zu bekommen“, sagte Monika Böse im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Freiflächen seien großzügig vorhanden und für die Kinder gut nutzbar.

Den Standort an der K51 beurteilt Monika Böse als sehr gut. Wenn die Eltern ihre Jungen und Mädchen auf dem Weg zur Arbeit dort absetzen könnten, sei es ein Vorteil. Selbst mit dem Fahrrad sei dies über den Radweg möglich. Mit dem Straßenverkehrsamt wird noch über eine Geschwindigkeitsreduzierung verhandelt.

Die Verwaltung hat mit mehreren Kita-Trägern gesprochen. Der Bedarf bleibt auf Dauer sehr hoch. Deshalb wird weiterhin geprüft, wie man mit dem Gelände am alten Sportplatz an der Schützenstraße umgehen möchte.

Dort könnte eine Vier-Gruppen-Kita entstehen. Die Erschließung ist allerdings ein Knackpunkt. Während der nächsten Ausschussperiode im Juni kommt das Thema wieder auf die Tagesordnung der Kommunalpolitik.

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