Literarisches Wochenende im Sandstein-Museum
Magie der Sprache von Mail bis Mergel

Havixbeck -

Die Autorin Zsuzsa Bánk las im Baumberger-Sandstein-Museum am Freitagabend vor ausverkauftem Haus. Gekonnt präsentierte sie Auszüge aus dem 700 Seiten starken E-Mail-Roman „Schlafen werden wir später“. Über 80 Zuhörer zog sie in ihren Bann, nicht zuletzt aufgrund der packenden Sprachmagie.

Montag, 20.05.2019, 18:00 Uhr
Die Autorin Zsuzsa Bánk stellte ihren Roman „Schlafen werden wir später vor“ bei der Lesung im Museum vor. Foto: Claudia Ehlert

Der Roman gibt intime Einblicke in das Leben zweier Freundinnen, die nach der Hälfte des Lebens mit viel Gefühl für Poesie in Vergangenheit und Zukunft blicken. Die ganz eigene Grammatik der Freundschaft traf auf viele offene Ohren. Im Anschluss an die Lesung konnte das Publikum mit der Schriftstellerin ins Gespräch kommen.

Zsuzsa Bánk gab spannende Einblicke in Schreibprozess, Figurengestaltung und die Herausforderungen der bewusst gewählten modernen Briefform von „Schlafen werden wir später“. Moderiert wurde der Abend von Prof. Dr. Rita Morrien, wissenschaftliche Begleitung und Mitbegründerin der intermedialen Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe „Mit Droste im Glashaus“, die Zsuzsa Bánk nach Havixbeck eingeladen hatte.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen von Annette von Droste-Hülshoffs Gedicht „Die Mergelgrube“. Untermalt von nahendem Donnergrollen führten Dr. Jochen Grywatsch und Schauspieler Carsten Bender auf dem alten Heuboden im Baumberger-Sandstein-Museum in das vielschichtige literarische Werk, das Droste-Hülshoff 1841 am Bodensee mit Blick in die Ferne der westfälischen Heimat verfasst hatte.

Bei dem Close Reading waren die zahlreich erschienenen Literaturliebhaber eingeladen, ihre Eindrücke und Ansätze einzubringen. „Die Mergelgrube“, so resümierte Dr. Jochen Grywatsch nach etwa zweistündiger Diskussion mit lebhaften Rezitationszwischenspielen durch Carsten Bender, biete eine Vielfalt an Bedeutungsschichten.

In einer Kurzführung durch die Ausstellung „Mit Droste im Glashaus II“ schlug Claudia Ehlert den Bogen von den soeben gewonnen literarischen Eindrücken zur bildenden Kunst. Ein rundum gelungenes Literaturwochenende, befand das Team von „Mit Droste im Glashaus“.

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