Aktion „Maria 2.0“
Wortgottesdienste vor der Kirche

Havixbeck -

Der Pfarreirat der katholischen Kirchengemeinde St. Dionysius und St. Georg hat beschlossen, sich an der Aktion „Maria 2.0“ zu beteiligen.

Samstag, 04.05.2019, 12:00 Uhr
Das Logo der Aktion „Maria 2.0“ wurde von den Frauen aus Münster gestaltet. Foto: Aktion Maria 2.0

Maria 2.0 nimmt auch in Havixbeck Fahrt auf“, berichtete am Freitag Pfarreiratsvorsitzende Maria Lohmann. Der Pfarreirat der katholischen Kirchengemeinde St. Dionysius und St. Georg hat beschlossen, sich an der Aktion zu beteiligen und sich mit den Frauen in Münster zu solidarisieren.

Nicht klagen, sondern handeln. Mit einem offenen Brief an den Papst wurde auf die Absichten und Forderungen hingewiesen. Zudem werden alle Frauen aufgerufen, im Marienmonat Mai in der Woche vom 11. bis 18. Mai sich aktiv für die Akzeptanz von Frauen in der Kirche einzusetzen. Keine Kirche betreten, keine Dienste zu tun. Wir bleiben draußen, aber nicht weg! Vor den Kirchentüren wird Gottesdienst gefeiert und zu Gesprächen eingeladen.

Ein Vorbereitungsteam aus Pfarreirat und Ortsausschuss Hohenholte bereiten Wortgottesdienste mit Gesprächsgelegenheiten vor. Gemeinsam draußen bleiben, beten, feiern und diskutieren. „Sichtbar werden, wir sind viele! Die Farbe weiß soll auf dem Kirchplatz und durch unsere Kleidung dominieren“, so Maria Lohmann.

Am kommenden Samstag (11. Mai) um 18 Uhr und Sonntag (12. Mai) um 9.30 in St. Georg Hohenholte sowie am 19. Mai (Sonntag) um 11 und 18 Uhr in St. Dionysius Havixbeck finden die Aktionen vor den Kirchen statt. Alle sind dazu eingeladen – Frauen und Männer.

„Es ist an der Zeit“, so Kardinal Reinhard Marx. Er fordert eine stärkere Präsenz von Frauen, auch in der Kirchenleitung. Um der Glaubwürdigkeit der Kirche willen müssten die Frauen auf allen Ebenen an Führungsaufgaben beteiligt werden, betonte Marx in einem Interview im Januar. Dies gelte von Pfarreien über Bistümer und die Bischofskonferenz hinaus, so das Statement des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Diese Beteiligung müsse man wollen und auch umsetzten. Dafür sei es an der Zeit. Es gilt, weltkirchlich wie auch im Vatikan, den Eindruck zu überwinden, „dass, wenn es um Macht geht, die Kirche im Grunde eine Männerkirche ist.

In einem Lesekreis in der Gemeinde Heilig Kreuz in Münster, der überwiegend nur aus Frauen besteht, wurde darüber gesprochen, wie sehr doch alle die aktuelle Situation in der Kirche beschäftigt. Wie schwierig es manchmal ist, zu erklären dabei zu bleiben bei den in den letzten Jahren immer und immer wieder mehr zu Tage tretenden negativen Nachrichten, insbesondere im Missbrauchsskandal. Die allseits beteuerte Reformbereitschaft zur Abschaffung bestehender männlicher Machtstrukturen werden vielfach diskutiert, jedoch keine Änderung ist in Sicht.

Stillschweigende Kirchenaustritte seien keine Option. „Kämpfen wollen wir für unsere Kinder und Enkelkinder, für einen Weg, der uns und auch nachfolgenden Generationen nicht nur erträglich macht, sondern auch Freude, in dieser Kirche zu bleiben! Weil wir beheimatet sind, weil uns so sehr an ihr liegt. Damit es wieder um die Botschaft Jesu geht“, so die Organisatorinnen aus Münster.

 

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