„Fridays for Future“ bewegt AFG-Schüler
Selbst klimafreundlich leben

Havixbeck -

Mehr Einsatz für den Klimaschutz fordert die Bewegung „Fridays for Future“. Auch Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule setzten sich jetzt mit dem Thema auseinander.

Freitag, 26.04.2019, 06:00 Uhr
Für einen stärkeren Klimaschutz demonstrierten Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule. Foto: AFG

Die Bewegung „ Fridays for Future “ zieht große Kreise. Schüler und Studenten sehen sie als Chance, in Sachen Klimaschutz etwas zu bewirken. Nach dem Vorbild der Initiatorin Greta Thunberg gehen weltweit junge Menschen freitags während der Unterrichtszeit auf die Straßen und protestieren.

Inspiriert durch „Fridays for Future“ und angetrieben vom Wunsch, den Klimaschutz in der Schule verstärkt zum Thema zu machen, wurden auch die Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG ) Havixbeck-Billerbeck aktiv. Kurz vor den abschließenden Prüfungen wollte der aktuelle Abiturjahrgang mehr hinterlassen als nur eine Spaßwoche. Unter dem Motto „Es ist Zeit, aufzuwachen!“ kamen die Schüler des 13. Jahrgangs im Schlafanzug zu einem Aktionstag.

Die Organisation übernahmen Dorothee König , Elena Adick, Jouline Nawarra, Lilli Wagner, Lorena Altrichter, Pia Schleicher und Marlena Grab aus dem 13. Jahrgang gemeinsam mit Beyza Nur Caput und Stefan Mühlenbeck von der Schülervertretung (SV). „Da momentan die Schulpflicht für viele Schüler zwischen ihnen und ihrem öffentlichem Engagement für Klimaschutz steht, hatten wir den Wunsch, den Klimaschutz an unsere Schule zu bringen“, so Dorothee König.

Weil die Klimakrise auch ihre Zukunft betrifft, wollten die Schüler über das Thema aufklären. Gesucht wurden Antworten auf diese Fragen: Was ist Klimawandel? Was ist die Klimakrise? Wieso schwänzen Schüler und gehen stattdessen auf die Straße? Wie könnte die Klimakrise unsere Zukunft beeinflussen? Was sind dieFolgen der Klimakrise und was die Ziele der Politik? Was kann jeder einzelne als Schüler tun?

In den Klassen fünf bis zehn wurden die Folgen des Klimawandels in Form von Kurzvorträgen im Gesellschaftslehre-Unterricht behandelt. Zum Teil spielerisch und bezogen auf das eigene Leben wurde überlegt, was jeder selbst tun kann, um klimafreundlicher zu leben

Für die Oberstufe fand eine Informationsveranstaltung statt. Erdkundelehrer Nils Lydorf sprach über Nachhaltigkeit und Braunkohleausstieg. Dorothee König befasste sich mit aktuellen Nachrichten zum Thema Klimawandel. Marlena Grab griff das eigene Konsumverhalten und den Mentalitätswechsel auf. Carla Reemtsma, Mitorganisatorin der Fridays-For-Future-Demonstrationen in Münster, informierte über die Entstehung der Bewegung sowie Aktionen und Forderungen.

Gesammelt wurden nach den Vorträgen Ideen, wie die AFG nachhaltiger gestaltet werden kann. „Die Vorschläge werden noch ausgewertet und dann an die SV übergeben“, so Marlena Grab im Nachgang des Aktionstags.

Auf dem Schulhof fand in der Pause eine Klimaschutz-Demonstration statt. Auf bunten, selbst gebastelten Schildern stand zum Beispiel: „Sag nein zu Plastik“, „Lass Bambi seinen Hambi“ oder „Muss erst ein Prinz kommen und euch wachküssen?“

Mitorganisatorin Marlena Grab appellierte: „Lasst uns umdenken. Lasst uns Wert darauf legen, was wir mit unserem Konsumverhalten bewirken, und vor allem: Lasst uns endlich anfangen, denn es ist Zeit, aufzuwachen!“

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