Sandsteintreff im Rabertshof
Heute immer noch Hammer und Meißel im Einsatz

Havixbeck -

Naturstein, darunter der Baumberger Sandstein, ist beim Bau von Öfen und Herdfeuern stark gefragt. Dies erfuhren die Teilnehmer des Sandsteintreffs im Rabertshof, zu dem der Förderverein Baumberger-Sandstein-Museum eingeladen hatte.

Samstag, 10.11.2018, 19:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 10.11.2018, 19:00 Uhr
Helmut Meyer (l.) vom Förderverein Sandstein-Museum begrüßte Benedikt Vieth, Inhaber des Traditionsunternehmens auf dem Baumberg, zum Vortrag. Foto: Förderverein Sandstein-Museum

Weil Melchior Fohrmann, Kötter eines nahe gelegenen größeren Hofes, vor 180 Jahren bei Ausschachtungsarbeiten auf Baumberger Kalk-Sandstein stieß, begannen er und seine Brüder damit, den Stein zu fördern und ihn zunächst an Bildhauer und Steinmetze in Münster und Umgebung zu verkaufen.

Wenn im Winter die Arbeit im Steinbruch ruhte, ernährte die kleine Landwirtschaft die Familie. Dies berichtete Benedikt Vieth, Inhaber des traditionsreichen Familienbetriebes Vieth auf dem Baumberg, den Besuchern des jüngsten Sandsteintreffs im Café des Sandstein-Museums.

In den folgenden Jahren fertigte Fohrmann Viehtröge und Bodenplatten für Tennen und Dielen und legte den Grundstein für den Steinmetz- und Bildhauerbetrieb, den im Jahr 1895 Wilhelm Vieth erbte und der bis heute noch im Familienbesitz ist.

Heute ist neben die Verarbeitung von Naturstein der Bau von Öfen und Herdfeuern getreten, wobei letztere in ganz Deutschland gefragt sind. Der größte Teil der Natursteinarbeiten wird aus heimischen Baumberger Sandstein gefertigt, der im eigenen Steinbruch abgebaut wird. Doch darüber hinaus sind auch Natursteine aus aller Welt im Lager der Firma zu finden.

In Bildern zeigte Vieth die zahlreichen Möglichkeiten des Einsatzes dieser Materialien für Fensterbänke, Treppen und Küchenarbeitsplatten sowie für Stelen, Tröge, Vasen und vieles mehr.

Handwerkliche Steinmetzarbeit, so betonte er, bedeutet auch heute noch, jeden Stein ganz traditionell mit Hammer und Meißel zu bearbeiten, wie bereits vor Hunderten von Jahren. Zwar haben auch in seiner Firma moderne Techniken und arbeitserleichternde Maschinen Einzug gehalten, doch bedeute diese Entwicklung nicht den Verzicht auf kreative Arbeit. Schöpferkraft, Fantasie und fachliches Können seien nach wie vor unabdingbare Voraussetzungen für gute Handwerksarbeit.

In den Mittelpunkt seiner weiteren Ausführungen stellte Vieth die Gestaltungsmöglichkeiten, die moderne Ofensysteme, Kamine und Herdfeuer bieten und zeigte in Bildern traditionelle Herdfeuer, Stilkamine aus Baumberger Sandstein, aus Marmor und Granit sowie Kachel- und Specksteinöfen mit modernster Heiztechnik, die von seiner Firma errichtet wurden.

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