AFG-Projektwoche
Landwirtschaft gestern, heute, morgen

Havixbeck -

Die Anne-Frank-Gesamtschule setzte im Rahmen ihrer Projektwoche die Kooperation mit der Universität Münster fort. Schüler der gymnasialen Oberstufe befassten sich mit tagesaktuellen Umweltfragen.

Donnerstag, 20.09.2018, 17:34 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 20.09.2018, 17:34 Uhr
Benjamin Blankenstein, Isabelle Hellbrügge und Kim Wißmann hängen eine Insektenfalle auf. Foto: AFG

Im Rahmen der Projektwoche der Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG) befassten sich die Schüler der gymnasialen Oberstufe mit tagesaktuellen Umweltfragen: Wieso kommt es zum Insektensterben und wie viele Insekten gibt es überhaupt noch? Inwiefern haben sich die landwirtschaftlichen Nutzflächen in der Baumberge-Region verändert? Welche Anbaubedingungen sind ideal? Wie wird sich die Landwirtschaft durch den Einsatz neuer Technologien verändern?

Diesen Fragen wurden mit der Hilfe von Studierenden des Instituts für Geoinformatik der Universität Münster nachgegangen, berichtet die AFG.

Nach einer Einführung durch Impulsvorträge von Dr. Patricia Göbel und Professor Dr. Christoph Scherber über die Baumberge-Region sowie die Bedeutung von Insekten für die Agrarwirtschaft wurde in Expertengruppen gearbeitet.

So werteten einige Schüler historische Karten aus und interviewten Landwirte, um zu erfahren, wie sich die Flächennutzung in den Baumbergen und die Arbeitsbedingungen der Landwirte verändert haben.

Die „Insektenzähler“ beschäftigten sich mit dem Phänomen des Insektensterbens. Sie bauten auch ein Insektenhotel und Insektenfallen, die an verschiedenen Orten in und um Havixbeck aufgestellt wurden. Die Auszählung der Insekten soll den derzeitigen Stand liefern und kann für zukünftige Zählungen als Referenz genutzt werden.

Unterstützung gab es auch von Rodja Trappe, einem ehemaligen AFG-Schüler. Dieser stellte seine Firma Perpetual Mobile vor, in der Apps und Roboter für die Landwirtschaft entwickelt werden. Inspiriert von dessen Vortrag, arbeiteten zwei Gruppen mit den Computern-Bausatz „senseBox“.

Sie entwickelten zum einen eine Umweltmessstation, die Lichtverhältnisse und Bewässerung misst und steuert, und zum anderen ein autonomes Roboterfahrzeug. Für Letzteres wurden die Teile der Fahrzeugkarosserie von den Schülern entworfen und am 3D-Drucker und Lasercutter im „FabLab“ Münster, einer Hightech-Werkstatt, die Zugang zu digitalen Werkzeugen bietet, produziert.

„Mir hat gefallen, dass wir so selbstständig und kreativ arbeiten durften und dabei den Umgang mit moderner Geoinformationssoftware erlernt haben“, sagt dazu die Schülerin Emily Gerstner.

Dr. Thomas Bartoschek, der das Projekt von Seiten des Instituts für Geoinformatik leitete, ist beeindruckt von der Zusammenarbeit: „Es ist fantastisch zu sehen, mit wie viel Engagement und Ehrgeiz die Schüler an die wissenschaftlichen Fragestellungen zielgerichtet und strukturiert herangehen. Man sieht förmlich die Begeisterung beim projektartigen Arbeiten an den außerschulischen Lernorten wie Uni, FabLab und den landwirtschaftlichen Betrieben.“ „Die Zusammenarbeit mit dem Institut der Uni Münster ist eine Herzensangelegenheit der AFG“, so Schulleiter Dr. Torsten Habbel.

Die Arbeit und die Ergebnisse wurden in einem Film über das Projekt festgehalten. Dabei gab es professionelle Anleitung durch einen Medientrainer aus dem Bennohaus. Der Film und weitere Ergebnisse sind jedem zugänglich.

 

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