Kita-Plätze fehlen
Lösung für 32 Kinder gesucht

Havixbeck -

32 Mädchen und Jungen haben bislang keinen Kita-Platz für das kommende Kindergartenjahr 2018/2019 gefunden. Die Gemeinde ist nun gefordert, zügig Lösungen zu finden.

Donnerstag, 22.03.2018, 06:03 Uhr

In der Kommunalen Flothfeld-Kita können im Sommer auch nicht alle Kinder aufgenommen werden. Die „blaue Gruppe“ zeigte am Mittwochmorgen eindrucksvoll, wie dort mehrere Kinder zum Turmbau angeleitet werden. Foto: Klaus de Carné

Dass es so viele Kinder sind, hätten die Verantwortlichen bei der Gemeinde und beim Kreis Coesfeld nicht gedacht. Für 32 Jungen und Mädchen fehlen bislang ab dem neuen Kindergartenjahr im Sommer Plätze zur Betreuung. Für elf U3-Kinder und 21 Ü3-Kinder ist noch kein Platz in den acht Einrichtungen auf dem Gemeindegebiet.

Im Schul- und Sozialausschuss stand am Mittwochabend das Thema auf der Tagesordnung. Dass ein Fehlbedarf für zwei Gruppen vorhanden sei, diese Situation habe sich schon im Vorfeld herauskristallisiert. „Es ist aber ein Fehlbedarf von weiteren zwei Gruppen vorhanden“, berichtete Fachbereichsleiterin Monika Böse.

Wie kommt das? Man könne es nicht immer auf den Punkt genau abschätzen. „Es melden Eltern ihre Kinder vorsorglich an und später wieder ab, weil es doch noch nicht eine Kindertagesstätte besuchen soll. In diesem Jahr können wir es besonders schwer abschätzen. Aber jetzt dürften alle Anmeldungen vorliegen“, so Monika Böse von der Verwaltung.

Im Baugebiet „Habichtsbach II“ wird eine neue Vier-Gruppen-Einrichtung ab dem Sommer gebaut. Ein Investor wurde bereits gefunden. Die Pläne sind in der Bearbeitung. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) wird die Kita betreiben und damit für Luft nach oben sorgen. Frühzeitig haben Politik und Verwaltung darauf bestanden, dass in dem neuen Wohngebiet eine Kita entsteht.

„Havixbeck hat immer nach dem Prinzip ‚kurze Beine, kurze Wege‘ gehandelt, und das läuft jetzt auch wieder so“, sagte Ausschuss-Vorsitzende Margarete Schäpers (SPD). Sie sei froh, dass wieder mehr Kinder geboren würden. Die Gemeinde gebe sich den Anstrich, familienfreundlich zu sein. Und dafür müsse man immer wieder was unternehmen. „Wir müssen gute Rahmenbedingungen in Havixbeck schaffen und diese immer wieder verbessern“, so Schäpers.

Die Jungen und Mädchen gingen heute viel früher in eine Kindertagesstätte, als noch vor Jahren. „Jeder hat aber auch einen anderen Familienentwurf, was völlig in Ordnung ist. Da müssen wir nichts kritisieren, sondern Voraussetzungen schaffen“, so die SPD-Fraktionsvorsitzende Schäpers.

Bevor es Entlastung durch die neue AWO-Kita geben kann, vergeht noch einige Zeit. Thorsten Webering (CDU) verwies darauf, dass jetzt alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden müssten, dass die Jungen und Mädchen ab dem Sommer betreut würden. „Es ist für etliche Eltern notwendig, diese Sicherheit zu haben, weil auch die berufliche Seite dabei eine Rolle spielt“, so Webering.

Die Gemeinde wird nun alles abklopfen, um Räume zu bekommen. Die nächste Frage, die nur kurz angerissen wurde, ist das Personal. Erzieherinnen und Erzieher zu bekommen, sei inzwischen ein Problem. Dafür müsse mehr Werbung gemacht werden, so der Ausschuss.

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