Ferienangebot des Roten Kreuzes
Rettungswagen im Einsatz

Ascheberg -

Wenn ein Rettungswagen zur OJA-Ferienbetreuung fährt und Eltern sich deswegen keine Sorgen machen müssen, dann kann es sich nicht um einen Ernstfall handeln. Das Rote Kreuz gestaltete das Ferienprogramm mit.

Mittwoch, 14.08.2019, 15:56 Uhr
Beim Verladen des Verletzten begleiteten die Kinder Stefan Feldkamp. Später durften sie im Krankenwagen probeliegen. Foto: hbm

Michael Schütte Nütgen macht alles falsch: Er fährt mit dem Fahrrad achtlos über den Schulhof, gerät mit einem Fußballtor aneinander und stürzt. Weil er keinen Helm auf dem Kopf trägt, bleibt er mit einer klaffenden Kopfwunde liegen. Die Kinder um ihn herum wissen, was zu tun ist: Sie rufen einen Rettungswagen. Der kommt wenig später um die Ecke.

Was hier beschrieben worden ist, war vom Rot-Kreuzler aus Herbern nur gespielt. Schütte-Nütgen war mit Dörte Kaufmann und Phillis Krämer beim Ferienprogramm der OJA zu Gast. Die beiden Leiterinnen der Ascheberger Jugendrotkreuzgruppe nutzten mit dem DRK die Ferienbetreuung, um über Erste Hilfe zu informieren. „Wir haben Verbände und die stabile Seitenlage geübt“, informiert Kaufmann. Dann ging es um das Absetzen eines Notrufes. Welche Informationen sind nötig? Warum soll man die Ruhe bewahren? Nach dem „Fahrradunfall“ von Michael Schütte-Nütgen wurde ein Notruf abgesetzt.

Probeliegen im Rettungswagen.

Probeliegen im Rettungswagen. Foto: hbm

„Wir haben nicht die 112 genommen, sondern die Nummer des Rettungswagenfahrers“, beichtet Kaufmann. Das war Stefan Feldkamp vom DRK Lüdinghausen, der mit einem echten Rettungswagen vorfuhr. Gemeinsam versorgten Kinder und Sanitäter das Unfallopfer, sie hievten es auf die Trage und schoben ihn zum Krankenwagen. Gemeinsam schafften sie es auch, die Trage in den Wagen zu schieben. Und wenig später fuhr der Rettungswagen mit Blaulicht und Martinshorn davon. Um dann doch abzubrechen und umzukehren. Denn im letzten Teil des Besuchs hatten die Mädchen und Jungen die Gelegenheit den Krankenwagen zu erkunden, sich selbst auf die Trage zu legen und mit ihr in Richtung Decke zu fahren. Sie schauten genauso im Fahrerraum vorbei und waren am Ende bestens informiert. Dazu, so Kaufmann, werde bei solchen Aktionen für den Fall, dass einem Kind einmal etwas passieren sollte und es einen Rettungswagen nutzen müsse, die Angst abgebaut.

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