Hilfsgüter-Sammlung für Demokratische Republik Kongo
Ausbildungszentrum soll neu aufgebaut werden

Ascheberg/Davensberg -

Mukinisa Kipulu kümmert sich mit dem Verein Lumière International um Straßenkinder. Die Hilfe organisiert er in Deutschland. Aktuell werden wieder Hilfsgüter für einen Transport gesammelt.

Mittwoch, 31.07.2019, 18:00 Uhr
Die Nähmaschinen, die im Jahr 2008 gespendet wurden, haben inzwischen ihren Zenit überschritten und mussten zum großen Teil aussortiert werden. Foto: privat

Mukinisa Kipulu wechselt zwischen den Welten. In der Demokratischen Republik Kongo, wo er einst in Kinshasa Theologie, Philosophie und Journalistik studierte, kümmert er sich mit dem Verein Lumière International um Straßenkinder. Die Hilfe organisiert er in Deutschland. Aktuell werden wieder Hilfsgüter für einen Transport gesammelt.

Warum der Afrikaner auch in Ascheberg um Hilfe bittet, ist schnell erklärt: Zehn Jahre lang hat der gebürtige Angolaner und in Deutschland anerkannte Asylbewerber in Davensberg gelebt. Wegen kritischer Berichterstattung war der Journalist in seiner Heimat inhaftiert worden, hatte dann aber nach Deutschland fliehen können.

Aktuell stecke das Ausbildungszentrum „Etincelle“ in Schwierigkeiten. Viele Maschinen in der Tischlerei und der Nähwerkstatt würden nicht mehr funktionieren. Besonders bedauerlich sei der Ausfall der Nähmaschinen, weil die damit genähte Kleidung sich besser verkaufen lasse als Möbel aus der Tischlerei. Die vorwiegend alten Nähmaschinen, die aus Deutschland in die Demokratische Republik Kongo, das frühere Zaire, gebracht worden seien, hätten durch ihre sehr Altersschwäche viele Probleme bereitet. Der Mangel an Ersatzteilen führte dazu, dass viele Maschinen aussortiert werden mussten.

Die Missionare der St. Gabriel Bruderschaft, die hier mit Jugendlichen aus armen Familien arbeiten, hätten Frühstück und Mittagessen schon streichen müssen. Die Ausbildung in dem Zentrum müssen die Jugendlichen nicht bezahlen. Um die Hilfe zur Selbsthilfe neu durchstarten zu lassen, bedürfe es einer neuen Ausstattung. Auf der Wunschliste stehen Herde, Nähmaschinen und Bügeleisen ganz oben. „Wir bitten die Spender keine kaputten Dinge abzugeben. Der Transport ist teuer, er lohnt sich nur für Maschinen, die auch länger halten“, erklärt Kipulu bei einem Besuch in der WN-Redaktion. Die Liste setzt sich so fort: Besteck, Stoffe (keine Kleidung), Knöpfe, Lichtschalter, Steckdose, Verlängerungskabel, Waffeleisen, Fritteuse, Wasserpumpe und Bettwäsche.

„Wir versichern, dass alle Materialien, die wir bekommen, Ende November in die Demokratische Republik Kongo verschickt werden“, verspricht der Vereinsvorsitzende, der das Projekt von Münster aus betreut.

Zum Thema

Lumière International, Mukinisa Kipulu, Honebachaue 68 in 48 155 Münster, ' 02 51/53 55 75 53.

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