Flüchtlingshilfe stellt Fünf-Punkte-Plan auf:
Integration in den Fokus gerückt

Ascheberg -

Die Steuerungsgruppe der Flüchtlingshilfe St. Lambertus möchte mit Hilfe eines Fünf-Punkte-Plans die Integration von Flüchtlingen voranbringen. Dies soll unter anderem durch einen Kulturtreff, eine Nähwerkstatt und ein Theaterprojekt erreicht werden.

Donnerstag, 11.01.2018, 15:01 Uhr

Im Café International trafen sich zuletzt nur wenige Flüchtlinge. Nach der Schließung soll nun als neues Projekt zur Integration in Ascheberg ein Kutlurtreff installiert werden.
Im Café International trafen sich zuletzt nur wenige Flüchtlinge. Nach der Schließung soll nun als neues Projekt zur Integration in Ascheberg ein Kutlurtreff installiert werden. Foto: Tina Nitsche

Die Flüchtlingshilfe St. Lambertus Ascheberg hat sich neue Ziele gesetzt. Stichwort: Fünf-Punkte-Plan (WN berichteten). „Hier sind erneut die Brückenbauer gefragt“, betont Maria Schumacher , Vorsitzende der Steuerungsgruppe, und meint damit die Ehrenamtlichen. Denn sie waren es, die die ersten Ziele der Flüchtlingshilfe erfolgreich umgesetzt haben und die jetzt das neue Ziel erreichen möchten: die Integration von Menschen aus anderen Kulturkreisen.

„Die Gemeinde hat die Belegungsstrategie verändert, dadurch greift unser Hauspatensystem nicht mehr. Wir müssen nun andere Wege gehen“, sagt Schumacher. Die neue Belegungsstrategie mit Bezug der Flüchtlingsunterkünfte in Ascheberg und Davensberg hatte zur Folge, dass das Café International in Herbern nicht mehr gut frequentiert war und geschlossen wurde. Doch ein solches Café sei eine sehr gute Einrichtung zur Förderung der Integration, ist man sich in der Steuerungsgruppe sicher. Deshalb führt die Flüchtlingshilfe nun den Kulturtreff ein, der erstmals am 19. Januar (Freitag) am Breil in Ascheberg startet. „Dort in der Flüchtlingsunterkunft stehen Räumlichkeiten zur Verfügung, die wir Ehrenamtlichen für Aktivitäten nutzten können“, erklärt Schumacher.

Punkt zwei des Plans beinhaltet eine Nähwerkstatt für Frauen. „Hier sind wir auf Spenden in Form gebrauchter aber gut funktionierender Nähmaschinen angewiesen“, berichtet die Vorsitzende der Steuerungsgruppe. Die Nähmaschinen können dienstags und donnerstags von 14.30 Uhr bis 17 Uhr im Sozialkaufhaus in Herbern an der Südstraße abgegeben werden.

Dritter Punkt des Plans ist ein Theaterprojekt: Theaterpädagogin Gabi Sutter aus Münster ist hierfür engagiert worden. Bei dem Workshop geht es zunächst darum, Themen wie Alltagssituationen malerisch und gestalterisch anzugehen und sie dann szenisch umzusetzen. „Eine Theateraufführung könnte hier der Weg sein“, erklärt Schumacher.

Arabisch für Kinder ist das vierte Thema. Denn beispielsweise einige syrische Familien wollen nach dem Krieg wieder in ihre Heimat zurück. „Ihre Kinder lernen hier jedoch Deutsch sprechen und schreiben. Nun hat sich ein Flüchtling bereiterklärt, diesen Kindern Arabisch beizubringen“, so Schumacher.

Das fünfte Projekt steht unter dem Motto „Flüchtlinge für Flüchtlinge“. Hier sollen Orte nur für Männer geschaffen werden, wo sie sich austauschen oder Karten spielen können. Mit Blick auf die vielen Alleinreisenden, die derzeit in der Davensberger Unterkunft untergebracht sind, will die Flüchtlingshilfe auch hier Möglichkeiten zur Integration schaffen.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5417119?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F158%2F
Ein Zoo-Künstler unter Geiern
Prof. Ulrich Martini unter Geiern: Mit den lebensgroßen Nachbildungen der Aasfresser hat der frühere Fachhochschul-Dozent den Eingangsbereich zum Geier-Restaurant an der Großvogelvoliere des Allwetterzoos originell gestaltet.
Nachrichten-Ticker