Neujahrsaktion in Davensberg
Heimathaus wird zur Eiserkuchen-Backstube

Davensberg -

Wenn es aus dem Heimathaus nach Zimt duftet, dann werden drinnen vermutlich Neujahrskuchen gebacken.

Dienstag, 02.01.2018, 17:01 Uhr

. . . und nach  dem Aufrollen mit dem Holzstab – liegt oberhalb des Eisens – ist der Eiserkuchen fertig. Gisela Strohbücker sorgte für das Live-Back-Erlebnis: Hier füllt sie Teig in das Hörncheneisen ein . . .
. . . und nach  dem Aufrollen mit dem Holzstab – liegt oberhalb des Eisens – ist der Eiserkuchen fertig. Gisela Strohbücker sorgte für das Live-Back-Erlebnis: Hier füllt sie Teig in das Hörncheneisen ein . . . Foto: hbm

Frische Luft sorgt dafür, dass die Lebensgeister nach einer langen Silvesternacht am Neujahrstag wieder erwachen. Am Nachmittag des 1. Januar war es tatsächlich so trocken, dass ein Spaziergang ohne Regenschirm möglich war. Gemeinsames Ziel vieler Neujahrswanderer und auch einiger Radfahrer war das Heimathaus in Davensberg. Wer dort in der Nähe war, wurde durch den Duft von frischem Kaffee vermischt mit einer Prise Zimt angelockt. Sie stammte vom Eiserkuchen-Backen. Dazu hatte der Heimatverein Davensberg bereits das fünfte Mal eingeladen.

Eiserkuchen ist der münsterländische Sprachgebrauch für das Neujahrshörnchen, das auch Neujahrskuchen genannt wird. Die Tradition, Teig anzurühren, das Eisen anzustellen und die kleinen Röllchen zu backen ist am Neujahrstag in Norddeutschland, besonders im Emsland und in Ostfriesland, zu Hause. Das Neujahrshörnchen besteht aus einer zum Hörnchen geformten, harten Waffel, in die geschlagene Sahne gefüllt werden kann.

600 Gramm Mehl

400 Gramm Kandiszucker

200 Gramm gute Butter (keine Margarine)

zwei Eier

½ Liter Wasser

ein Teelöffel Backpulver

ein Tütchen Vanillinzucker

ein Teelöffel Zimt

etwas Kardamom

Kandis, Butter und Wasser erhitzen, damit der Zucker sich auflöst, über Nacht stehen und kalt werden lassen.

Mit den restlichen Zutaten zu einem dünnflüssigen Teig verarbeiten und noch einmal zwei Stunden stehen lassen.

„Wir haben schon vorgebacken“, verweist Anneliese Buntrock auf eine Blechdose, in der einige Eiserkuchen liegen. Doch es wird im Heiamthaus von Gisela Strohbücker auch live gebacken. Ein Schleif des Teigs wird in das 50 Jahre alte Hörncheneisen gefüllt. Das goldbraune Ergebnis wird mit einem Holzstab zu einem Hörnchen aufgerollt. Alternativ hatte der Heimatverein aber auch anderen Kuchen für eine gemütliche Tafel im Angebot.

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