Machbarkeit wird geprüft
Profilschule wird konzentriert

Ascheberg -

Rat und Verwaltung streben einen Standort – Ascheberg – für die Profilschule an. Die Machbarkeit soll mit externer Hilfe geklärt werden.

Freitag, 06.10.2017, 20:10 Uhr

Das Schulzentrum Herbern steht vor einer Zäsur, sollte die Profilschule sich dort verabschieden. Die Marienschule könnte über die Altenhammstraße in die frühere Theodor-Fontane-Schule ziehen.
Das Schulzentrum Herbern steht vor einer Zäsur, sollte die Profilschule sich dort verabschieden. Die Marienschule könnte über die Altenhammstraße in die frühere Theodor-Fontane-Schule ziehen. Foto: hbm

Die Profilschule Ascheberg soll an der Nordkirchener Straße in Ascheberg zusammengeführt, der Standort Herbern – hier sind die Klassen neun und zehn – aufgegeben werden. Einstimmig schickte der Schul- und Kulturausschuss der Gemeinde Ascheberg die Verwaltung auf den Weg, das Thema umzusetzen. Zwei Aufträge sind zu lösen: Zuerst müssen Raumbedarf und -angebot in Ascheberg untersucht werden. Dann sind Pläne zu schmieden, wie es mit dem Schulzentrum Herbern weiter geht.

„Wir werden für das Raumkonzept in Ascheberg externe Hilfe hinzuziehen. Das hat sich in anderen Kommunen bewährt“, erklärte Fachbereichsleiterin Anne Markfort . Es reiche nicht Klassenräume und Klassen zu addieren. Die Kita müsse zurückgebaut werden, die Pavillons, in denen die Grashüpfer seien, hätten schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel. Das DRK-Heim werde mitgenutzt. Es brauche neben Klassenzimmern auch Räume für mehr Lehrer und für Fachunterricht. Aus diesen Gedankengängen ein Konzept zu entwickeln, benötige Fachwissen.

Im zweiten Schritt müsse man den Standort Herbern ansehen. Die Planung der Aula sei abgeschlossen, die Baugenehmigung erteilt, ein erster Förderantrag abgelehnt. Es sei absehbar, dass die Räume nicht mehr benötigt würden. Bekannt ist, dass die ÜBI der nebenliegenden Marienschule Raumbedarf angemeldet hat. „Wir müssen klären, ob die Grundschule umzieht, ob Kita-Räume ins Schulgebäude kommen und mehr“, erklärte Markfort.

Für Johannes Waldmann ( SPD ) ist das zweistufige Vorgehen richtig: „Ziel der SPD ist es, die Profilschule in Ascheberg zu konzentrieren.“ Dazu müsse der Raumbedarf gedeckt werden. Die große Aulalösung in Herbern komme für seine Partei nur in Frage, wenn in dem Gebäude weiter Schüler seien.

Maria Schulte-Loh, die mit der CDU einen Antrag zum Klären der Lage in Herbern gestellt hatte, forderte für das Areal an der Altenhammstraße eine ganzheitliche Lösung: „Wir wollen teure Leerstände vermeiden.“ Wenn man dem Wunsch der Profilschule, an einem Standort zu arbeiten, folge, sei das ein Gewinn für die Schule: „Und wir wollen die Schule so stark machen, wie sie es verdient hat.“ Zeitlich solle auf die Tube gedrückt werden, so dass man das Ergebnis (ein Standort) vor der Anmeldung 2018 schon verkünden oder wenigstens erahnen könne.

Volker Müller-Middendorf stellte für die UWG klar, das Marienschule und ÜBI in einem Gebäude bleiben müssten. Er plädierte für eine gründliche Vorarbeit und gegen einen Schnellschuss, zumal offen sei, ob es überhaupt Fördergelder für die große Aula-Lösung gebe.

Im Gegensatz zur Einmütigkeit im Bürgerforum äußersten sich zwei sehr aktive Eltern entsetzt über die Pläne. Der Standort Herbern werde für die Attraktivität der Profilschule in Herbern benötigt. Der Wunsch der Schule sei ihnen unbekannt.

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