RV Ascheberg
Sand löst den Rasen ab

Ascheberg -

Die Springreiter rümpften die Nase und machten bei einer passenden Alternative einen Bogen um die Anlage am Windmühlenweg. Dieses Jahr ist das nicht mehr nötig.

Mittwoch, 25.05.2016, 08:05 Uhr

Die Arbeiten am  Springplatz laufen. Der Rasen ist schon nicht mehr zu sehen. Aktuell wird ein Randstein um den neuen Sandplatz gesetzt.
Die Arbeiten am  Springplatz laufen. Der Rasen ist schon nicht mehr zu sehen. Aktuell wird ein Randstein um den neuen Sandplatz gesetzt. Foto: hbm

„Wer nicht handelt, wird behandelt.“ So beschreibt Geschäftsführer Markus Soddemann , warum der RV St. Hubertus Ascheberg gerade mehr als 100 000 Euro in die Anlage am Windmühlenweg investiert. Eine Spezialfirma für den Bau von Reitplätzen verwandelt den Rasenplatz, der bei Turnieren von den Springreitern genutzt wurde, zurzeit in einen Sandplatz. Für ordentliche Teilnehmerfelder in den Springwettbewerben ist das Umwandeln alternativlos. „Wir haben immer wieder darüber geredet und es bei den Nennungen gesehen. Sie haben im Springen deutlich nachgelassen“, erklärt Soddemann. Deswegen hat der Verein den Arbeitsauftakt in der Reiterszene auch mit Bildern bekannt gemacht. Der neue Platz erlebt seine Bewährungsprobe vom 17. bis 19. Juni beim jährlichen Turnier des RV St. Hubertus.

Vor rund zwei Wochen hat der Verein begonnen, den Zaun zu entfernen und die Fläche für die Spezialisten aus Dorsten vorzubereiten. Eigenleistung sorgt dafür, dass dieses Projekt nicht noch teurer wird. „Wir haben schon die Mitglieder zur Kasse gebeten und werden auch einen Kredit aufnehmen müssen“, beschreibt Soddemann den finanziellen Rucksack, den der Verein sich für den notwendigen Schritt auferlegt hat.

Bevor am Windmühlenweg in die Hände gespuckt wurde, musste der Bebauungsplan geändert werden, denn es war ein Rasenplatz vorgeschrieben. Nach dem erfolgreichen Durchlauf konkretisierte der Verein seine Pläne und vergab die Arbeiten an den Reitplatzbauer Vornbrock, der mit unzähligen Referenzen aufwarten kann. Der Geschäftsführer ist sicher, dass „wir einen Platz bekommen, der den Erfordernissen entspricht.“

Der Zuschnitt der gesamten Anlage bleibt in etwa erhalten. Der neue Sandturnierplatz erhält ein leichtes Gefälle zum Windmühlenweg und zur Reithalle hin. Für Starkregenfälle wird dort eine Mulde angelegt. „Das ist eine zusätzliche Sicherheit. Wir möchten vermeiden, dass Wasser in Richtung der benachbarten Baugebiete fließen kann“, erläutert Soddemann. Für den Reitbetrieb und eine bessere Nachbarverträglichkeit wird auch eine Beregnungsanlage eingebaut, die Staub unterbinden soll.

Im Alltagsbetrieb soll weiter hinter der Reithalle für das Springen trainiert werden. „Vielleicht stellen wir mal ein Naturhindernis dahin, aber es ist zurzeit nicht vorgesehen, dort regelmäßig zu trainieren“, klärt Soddemann auf.

Wenn die Radladerschaufeln mit Hilfe von Lasern die Fläche bereitet haben, die Kantsteine gesetzt und der Zaun wieder aufgebaut sind, bleiben noch Kleinigkeiten zu tun. Für die Restarbeiten kalkuliert der Verein zwei Wochen ein. Dann geht es gleich weiter mit den Vorarbeiten für das Turnier Mitte Juni. Gerne dürfen schon in diesem Jahr mehr Springreiter kommen. Auf jeden Fall wird nach der Feuertaufe des Sandplatzes für die Zukunft mit mehr Nennungen gerechnet. Denn der Sandplatz garantiert auch bei schlechteren Wetterbedingungen einen ordentlichen Untergrund. Die Zeit der Schlammschlachten mit wenigen Startern dürften mit dieser Investition bald der Vergangenheit angehören.

Wir mussten handeln.

Markus Soddemann
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