Wahlprogramm steht
UWG zurrt Inhalte fest

Ascheberg -

Die Kandidaten der UWG Ascheberg-Herbern-Davensberg haben das Wahlprogramm in den Eckpunkten abgestimmt. Schlagworte sind Flächenfraß, integriertes Gemeindekonzept und Pro „1a-Lösung“.

Dienstag, 11.03.2014, 22:03 Uhr

Die Kandidaten der UWG Ascheberg-Herbern-Davensberg haben das Wahlprogramm in den Eckpunkten abgestimmt.

Die Unabhängigen beharren auf einer übergreifenden Steuerung der Zukunftsaufgaben, an der die Bürger der Gemeinde beteiligt werden sollten. „Wir werden hierzu einen weiteren Vorstoß unternehmen, damit die Entwicklung des Klimaschutzkonzeptes oder die Betrachtung der Auswirkungen der Demografie im Gemeindegebiet koordiniert erfolgen, denn sie betreffen alle Bereiche des gemeindlichen Lebens“, erklärt Fraktionschef Volker Müller-Middendorf .

Die UWG wolle unnötigem Flächenfraß vermeiden, da Boden als natürliche Ressource nur endlich verfügbar sei. Wo strukturelles Wachstum erforderlich sei, sei die Überplanung von Freifläche mit Augenmaß zu akzeptieren. Begleitend zur Neuausweisung sollten aber auch Maßnahmen zur Innen- und Nachverdichtung in Betracht gezogen werden. So gehe die Entwicklung bei den Überlegungen zum Baugebiet in Davensberg aus Sicht der UWG in die richtige Richtung, den Umfang von über 100 Bauplätzen auf einen sinnvollen, am Bedarf orientierten und damit akzeptablen Umfang zu reduzieren.

Die Ausweisung von Gewerbegebieten werde durch den neu vorgelegten Entwurf der Regionalplanung wesentlich eingeschränkt. Sie sei aber notwendig, um expansionswillige Unternehmen im Gemeindegebiet zu halten und Neuansiedlung zu fördern. Bei der Umsetzung des Einzelhandelskonzeptes unterstütze die UWG die Verwaltung bei der angestrebten „1a-Lösung“ für die Situation an der Sandstraße. „Wir gehen davon aus, dass neben der verbesserten Grundversorgung der Attraktivitätsgewinn dazu führen wird, das sich auch wieder weitere Gewerbe im zentralen Kernbereich der Gemeinde ansiedeln werden. Dadurch werden möglicherweise Lücken in der Warenversorgung, wie sie derzeit noch existieren, geschlossen. Dies ist im Sinne aller Bürger der Gemeinde“, erklärt Müller-Middendorf.

Die Position der UWG zum Thema Windenergie ist eindeutig: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Das bedeutet: die Umsetzung der Projekte führe wieder zum Entzug der Ressource Boden für die Landwirte und sei sinnvoll zu begrenzen.

„Wir gehen davon aus, dass die Gemeinde Ascheberg , möglicherweise über das geplante Klimaschutzkonzept, dazu kommen wird, einen gesunden Mix an regenerativer Energien auf dem Gemeindegebiet anbieten zu können, welche auch Ressourcenschonender bereitgestellt werden können“, erklärt der Fraktionschef. Keine Alternative sehe die UWG in der Methode des Frackings mit ihren nicht abwägbaren Risiken für Umwelt und Menschen. Das Verfahren werde von der UWG abgelehnt.

Weiterhin zu fördern und aufzuklären ist nach Meinung der UWG auch jede Form der möglichen Einsparung von Energie.

Das angestrebte politische Ziel, den Eltern die größtmögliche freie Wahl der Schulform zu ermöglichen, musste aufgrund der Folgen des demografischen Wandels aufgegeben werden. Die UWG werde sich weiter dafür einsetzen, alle drei Ortsteile als Schulstandort zu erhalten. Leitmotiv bei politischen Entscheidungen sei immer der Elternwille.

Als neue Herausforderung sieht die UWG in diesem Bereich die Umsetzung der Inklusion, wobei sie in der Realität bereits zur Anwendung kommt, politisch aber noch gar nicht richtig formuliert ist. Das liegt an der durch die SPD-geführten Landesregierung aus unserer Sicht völlig übereilten Einführung, welche in Ascheberg den Bestand der Burgschule akut gefährdet.

Die UWG sieht hier die Gemeinde als Schulträger in der Mitverantwortung, dafür Sorge zu tragen, dass die Lehrer in der Gemeinde auf diese verantwortungsvolle Aufgabe besser vorbereitet werden: „Wir akzeptieren die abwartende Haltung anderer Fraktionen nicht. Inklusion wird bereits heute gelebt, und alle betroffenen Eltern haben ein Anrecht, zum Wohle aller betroffenen Kinder beraten und begleitet zu werden.“

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