Priesterweihe
Drei Fragen an: Sebastian Frye

Zwei Tage vor der Weihe hat WN-Redakteurin Anne Alichmann Sebastian Frye drei Fragen gestellt.

Samstag, 14.05.2016, 06:05 Uhr

Sebastian Frye 
Sebastian Frye 

Nach langer Vorbereitung werden Sie am Sonntag zum Priester geweiht. Wie ist das Gefühl kurz vor dem großen Tag?

Sebastian Frye : Es ist eine ganz schöne Mischung der Gefühle, die mich zurzeit bewegt. Da ist eine große Vorfreude auf den Tag und den Schritt, auf den ich mich nun rund acht Jahre vorbereitet habe. Zugleich merke ich aber auch eine Anspannung in mir, ob ich auch an alles bei den Vorbereitungen gedacht habe. Und schließlich habe ich einen großen Respekt davor, wenn Gott mich am Sonntag ganz in seinen Dienst nimmt.

Sie entscheiden sich in einer Zeit, in der die Kirche viele Veränderungen erlebt, für diesen Weg. Haben Sie auch Sorgen mit Blick auf die Zukunft?

Sebastian Frye: Vieles in meiner Zukunft habe ich nicht in der Hand und kann ich nicht überblicken, nicht einmal meine nähere Zukunft: Noch weiß ich nicht, wohin ich in ein paar Wochen als Kaplan gesendet werde. Doch dem begegne ich damit, dass ich darauf vertraue, dass Gott mich schon führen wird. Ein wenig Sorge bereitet mir jedoch, dass bei sinkenden Priesterzahlen die Anforderungen an die Priester nicht im gleichen Maße zurückgehen, dass sie manchmal sogar steigen. Wie ich diesen vorherzusehenden Enttäuschungen angemessen begegnen kann, dass macht mir schon auch ein paar Sorgen.

Auf welche Aspekte des Priesterseins freuen Sie sich am meisten?

Sebastian Frye: Manche Erfahrungen in der Seelsorge habe ich ja schon gemacht. Ganz neu wird es jedoch für mich sein, als Priester mit den Menschen die Eucharistie und das Sakrament der Versöhnung, die Beichte zu feiern. Darauf freue ich mich besonders!

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