Anmeldungen für die KAB-Stadtranderholung
Schlangestehen seit 4.15 Uhr

Heek -

Die Stühle können zusammengeklappt werden. In wenigen Momenten schließt Reinhold Dondrup die Tür zur Aula der Kreuzschule auf. Die Anmeldung zur 39. KAB-Stadtranderholung kann am Samstag um 10 Uhr offiziell beginnen. Für viele hat der Tag aber schon vor mehr als fünf Stunden begonnen.

Mittwoch, 21.03.2018, 16:03 Uhr

Die Anmeldungen für die KAB-Stadtranderholung in der Kreuzschule haben begonnen, die Stühle können eingeklappt werden. Der Andrang ist riesig. Foto: Rupert Joemann

Um 4.15 Uhr stehen oder sitzen die ersten vor dem Gebäude. Schnell bildet sich eine Schlange. Eine Gruppe Frauen hat sich im Wissen, was sie erwartet, auf die Situation eingestellt. Mit Stühlen sind sie angerückt, um es sich bequem zu machen. Glühwein und Sekt haben die Frauen ebenfalls dabei. „Und Mettbrötchen“, sagt eine Frau schmunzelnd. Die Stimmung ist gut. Kein Wunder, öffnet sich die Tür zum Freizeitglück der Kinder doch in wenigen Augenblicken.

Bis um 6 Uhr müssen die Wartenden in der Kälte ausharren. Eine frühere Öffnungszeit lässt das Schließsystem der Schule an diesem Tag nicht zu. „Wir sind der Schule, der Gemeinde und dem Hausmeister dankbar, dass wir so früh ins Gebäude konnten“, sagt Christian Hilbring von der KAB. So kommen die Menschen wenigstens im Warmen unter.

Der Andrang ist riesig.

Der Andrang ist riesig. Foto: Rupert Joemann

Dass viele sich die Nacht- und Morgenstunden um die Ohren schlagen, um auf jeden Fall einen Platz sicher zu haben, ist ein Indiz für die Beliebtheit der KAB-Stadtranderholung. Denn: In den vergangenen vier Jahren mussten die Organisatoren keine Interessenten abweisen. Trotzdem: Sicher ist sicher, denken sich viele Mütter und Väter. Es kann auch mal wieder anders sein.

Früher habe die KAB Kinder aus Kapazitätsgründen ablehnen müssen, so Christian Hilbring. Jedoch spüre auch die KAB, dass die Geburtenrate vor einigen Jahren rückläufig war. An diesem Vormittag erhalten alle einen der begehrten Plätze.

Eine Frau fragt Hilbring beim Rausgehen, ob denn noch Plätze frei seien. Rund 200 der 215 Plätze für die Stadtranderholung vom 14. bis 21. Juli sind vergeben. Die Frau nickt zufrieden: Da hat sie noch Zeit, eine Freundin anzurufen, die sich beeilen kann, um ihr Kind noch anzumelden.

Während durch den Haupteingang sowohl Eltern als auch Kinder die Aula betreten, geht‘s über eine Seitentür auf den Schulhof raus. Hier deutet sich an, warum die Ferienfreizeit so beliebt ist. Christian Hilbring verteilt an jedes Kind einen Lutscher. Die Mädchen und Kinder stehen im Mittelpunkt. Die Organisatoren haben die Bedürfnisse der Kinder im Blick, achten auf Details, die die Freude am Miteinander ausdrücken.

Auf Stühlen lässt sich das Warten besser aushalten.

Auf Stühlen lässt sich das Warten besser aushalten. Foto: Rupert Joemann

Doch bis die Kinder sich einen Lutscher aus der Schachtel nehmen dürfen, ist vorher Geduld gefragt. Jeder erhält eine Nummer. Anja Glanz hat die 48. Die garantiert ihrem neunjährigen Sohn Silas einen Platz bei der Stadtranderholung. Anja Glanz steht seit 5 Uhr in der Schlange. „Gott sei Dank hat man ein Erbarmen mit uns gehabt“, sagt sie lächelnd und meint das Öffnen der Schule um 6 Uhr. Hauptsache am Ende ist alles gut.

Das Warten lohnt sich, weiß Daniel Kösters. „Es wird eine Woche lang ein sehr gutes Programm geboten, mit Freizeitparks und Zeltlager. Für den Preis bekommt man das nirgendwo.“ Darauf darf sich nun seine zehnjährige Tochter Emily freuen.

Nicht nur Eltern stehen für ihre Kinder an. Auch viele Mädchen und Jungen warten im Flur. So auch Vada Sundrup. Mit sieben Mitschülerinnen aus Nienborg und Heek ist die Sechstklässlerin der Canisiusschule seit etwa 5 Uhr in der Kreuzschule. Allerdings zum letzten Mal. Die Zwölfjährige darf aus Altersgründen nur noch dieses Mal mitmachen. Besonders die Freizeitparks, das Schwimmen und das Zeltlager sorgen bei Vada Sundrup aber dennoch für eine gehörige Portion Vorfreude. Nur: Das lange Schlangestehen wird die Nienborgerin wohl nicht vermissen.

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