Bauausschuss spricht sich für 190 000 Euro teuren Umbau aus
Eper Straße soll aufgewertet werden

Nienborg -

Die Eper Straße hat bis heute den Charakter einer Landstraße. Das soll sich ändern. Im Planungsausschuss stellte Nina Martinko vom beauftragten Planungsbüro vor, wie das geschehen soll: kürzere Abbiegespuren, Fahrradschutzstreifen, Baumscheiben und markierte Parkplatzbuchten. Geschätzte Gesamtkosten der Maßnahme: 190 000 Euro.

Dienstag, 15.11.2016, 06:11 Uhr

Die Ziele waren klar vorgegeben: Die Eper Straße soll nicht nur optisch aufgewertet werden, sondern vor allem Fußgängern und Radfahrern mehr Sicherheit bieten. Das bedeutet in Kürze: mehr Grün und weniger Tempo. Die Geschwindigkeit des Durchgangsverkehrs könne indes nur gedrosselt werden, wenn die Straße optisch schmaler und die markierten Abbiegespuren verkürzt werden, wie Nina Martinko in der Sitzung deutlich machte.

Außerdem sollten zwei Querungshilfen eingerichtet werden – je eine bei der Bushaltestelle Seppelfricke und eine bei der Weberei Cramer. Entfernt werden könne dagegen die Mittelinsel bei der Einmündung der Straße Achter de Stadt.

Mehr Grün bedeutet indes auch mehr Kosten, wie Planerin Nina Martinko erklärte. „Die Frage ist, was Sie haben möchten“, sagte sie. „Wie hochwertig soll die Straße nachher aussehen?“ Eine deutliche optische Verbesserung in Verbindung mit mehr Sicherheit gewähren sogenannte Baumscheiben , also abgegrenzte Beete mit Bäumen. Alternativ könnten Straßenmarkierungen gesetzt werden. Martinko: „Aber die werden gerne mal überfahren.“

Nicht alle Wünsche können erfüllt werden. So sind Parkplätze im Bereich Apotheke nur in begrenzter Zahl machbar. Martinko: „Da, wo eigentlich am meisten Bedarf wäre, sind die Möglichkeiten leider begrenzt.“ Eine Variante mit Parkmöglichkeiten auf einem Mittelstreifen sah die Expertin kritisch. „Das würde den Verzicht auf den Fahrradschutzstreifen bedeuten.“ Außerdem gebe es auf diesem Teilstück viele Zufahrten. „Da kann man eh nicht parken.“

Sorgen bereiteten den Ausschussmitgliedern vor allem die Kosten für die Gesamtmaßnahme, die Nina Martinko auf 190 000 Euro schätzte. Um den Haushalt nicht allzu stark zu belasten und mögliche Synergieeffekte zu nutzen, soll die Gestaltung daher in mehreren Abschnitten in Angriff genommen werden.

Das Gremium einigte sich schließlich darauf, die Vorschläge in den Fraktionen weiter zu beraten. Mögliche Zielsetzung dabei: einen ersten Teilauftrag gemeinsam mit den Sanierungsarbeiten für die Ochtruper Straße auszuschreiben.

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