Interview mit John McLaughlin
Leben und Musik sind untrennbar verbunden

Gronau -

John McLaughlin and the 4th Dimension stehen im Rahmen des Jazzfests am Sonntag (28. April) auf der Bühne der Bürgerhalle. WN-Mitarbeiter Peter Kolb hat mit John McLaughlin über seine verschiedenen Bands, über Jazz und über die knapp 30 Jahre gesprochen, seit McLaughlin das erste Mal in Gronau war.

Freitag, 26.04.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 26.04.2019, 12:20 Uhr
Der Gitarrist John McLaughlin tritt am Sonntag zum dritten Mal beim Gronauer Jazzfest auf. Foto: dpa

John , wie geht es dir?

John McLaughlin: Sehr gut, danke. Und dir?

Ich komme gerade von der Arbeit.

McLaughlin: Was tust du?

Ich arbeite als Lehrer und unterrichte unter anderem syrische Flüchtlinge in der deutschen Sprache.

McLaughlin: Oh, das ist ein Zufall. Einer meiner Söhne war in Berlin letztes Jahr und hat dort sechs Wochen lang Flüchtlingskindern Skateboardfahren beigebracht. Aber es ist richtig, diese Menschen müssen die Sprache erlernen.

Ich habe zwei Jungs, 23 und 19. Was soll ich denen sagen, warum lohnt es sich, dein Konzert zu besuchen?

McLaughlin: Weil sie vielleicht ein interessantes Erlebnis haben werden. Es könnte passieren – aber es gibt keine Kontrolle über Inspiration –, dass der eine inspiriert ist und dann wird sich der andere auch inspirieren lassen. Und diese Inspiration führt zur Befreiung. Das kann das gesamte Publikum spüren. Alle fühlen das, weil diese Gefühle Teil der menschlichen Natur sind. Wenn ich selbst zu einem Konzert gehe, dann wünsche ich mir, dass mich die Musiker – egal wer es ist – aus mir selbst herausholen. Ich möchte, dass mich die Musiker in ihre Welt holen, sodass ich etwas aus ihrer Welt erfahren kann. Wenn sie starke Emotionen haben, dann werden sie mich mitnehmen, und das ist wertvoll für mich, denn ich kann erfahren, wie sie selbst fühlen. Das ist nicht einfach in Worte zu fassen. Wir spielen Musik, weil wir nicht über sie sprechen können. Über Musik zu sprechen, bedeutet eigentlich, sie zu töten. Musik steht für sich selbst, hat ihre eigene Sprache, die jeder versteht. Auch wenn du die Gesetze der Musik nicht verstehst oder die Harmonien. Trotzdem versteht jeder Mensch Musik. Also werden deine Söhne hoffentlich eine Erfahrung machen, die angenehm sein wird, und sie werden erfahren können, wie andere Menschen sind.

Wenn ich über die Beziehung zwischen Musiker und Zuhörer nachdenke, kommt mir immer ein Satz von Egberto Gismonti in den Sinn, der einmal eine Einführung zu einem Album schrieb und merkte, dass die Sprache zu begrenzt ist. Also sagte er nur, dass die Art der Reaktion, die die Musik beim Zuhörer hervorruft, in einem Verhältnis zu der Zeit stehe, die es braucht, um sich Gedanken über das Gehörte zu machen.

McLaughlin: Das ist wahr. Aber ich würde noch hinzufügen: Die Musik wird in das Herz des Zuhörers eindringen in dem Grade, wie sie vom Herzen des Musikers kommt. Ansonsten denke ich, kannst du Musik am besten mit einem Wort beschreiben, und zwar mit einem Verb: zuhören!

1991 warst du das erste Mal in Gronau. Die Bedingungen damals waren schwierig. Es war nicht einfach, dich wiederzugewinnen für unser Jazzfest, aber es gelang. 2011 warst du wieder bei uns und nun 2019 wirst du zum dritten Mal kommen. Was sind die bedeutendsten Veränderungen in deiner Herangehensweise an Musik in diesen fast 30 Jahren?

McLaughlin: Das ist eine knifflige Frage. Denn sie bedeutet ja im Grunde genommen: Was für Veränderungen hat es in meinem Leben gegeben? Besonders bei improvisierter Musik ist es so, dass wir unsere Lebensgeschichte erzählen. Wie tief wir empfinden, wie tief wir Musik empfinden, und die Frage, ob wir in der Lage sind, all das zu artikulieren. Dabei kann man das Leben nicht von der Musik trennen. Ich arbeite kontinuierlich an mir selbst als Mensch. Mit dem Wunsch und der Hoffnung, die Dinge klarer zu sehen und mich selbst klarer zu artikulieren, meine innersten Gefühle klarer zu artikulieren. Oder besser ausgedrückt: der Musik zu erlauben, meine innersten Gefühle zu übernehmen. Im besten Fall gelangst du dadurch in einen Bewusstseinszustand, der voll von Inspiration ist und der dich in die Lage versetzt, die Freude an der menschlichen Existenz zu spüren. Und wenn du dann in einer Band spielst, kannst du diese Freude an der Existenz als Kollektiv erleben. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass dies der eigentliche, natürliche Zustand des Menschen ist, diese Freude. Allerdings mag das schwieriger werden mit dem Älterwerden. Wir verändern uns, wir werden verdorben. Beim Musizieren gibt es diesen besonderen Zustand, dass du dich als Einzelner komplett vergisst. Dann wird man als Musiker die Musik selbst. Ich weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken sollte. Und dieses Gefühl von Freiheit und Freude kommt durch die Musik, und jeder im Publikum kann es fühlen, es sei denn, du versuchst bewusst, es nicht zu spüren. Ehrlich gesagt, ist dies der einzige Grund, warum ich überhaupt zu Konzerten gehe. Musiker erzählen ihre persönlichen Geschichten, sie erzählen ihr Leben. Und dieses Leben besteht aus dieser Freude aber eben auch aus Tragödien. Die werden genauso erzählt. Die Wurzeln unserer Musik sollten tief aus uns selbst kommen.

Zu was für Konzerten gehst du?

McLaughlin: Ich schaue mir alles Mögliche an. Klassik zum Beispiel. Letztens habe ich eine junge indische Sängerin gehört. Leider nicht live. Sie war absolut überwältigend. Ich bin sicher, dass sie ein Weltstar werden wird: Kaushiki Chakrabarty. Ich gehe auch gerne zu Underground-Konzerten, ich mag Überraschungen! Rap, Oper, Folk, egal . . . denn du weißt nie, wann es dich erwischt, dieses eine, bestimmte Gefühl, dass dich dann alles vergessen lässt!

Manche Musiker suchen ihre Inspiration in der Natur, andere in der Liebe oder in der Trauer. Wieder andere in der Herausforderung, musikalische Grenzen zu überwinden. Was ist die Quelle deiner Inspiration?

McLaughlin: Ich meditiere und versuche dabei, die Welt zu sehen wie sie ist, weniger wie sie uns erscheint. Die Welt ist ein einziges Mysterium für mich. Und der Mensch, die menschliche Existenz ist ebenso ein Mysterium. Allein die Tatsache, dass wir leben und ein Bewusstsein haben, ist überwältigend. Ich komme da manchmal an einen Punkt, wo ich alles unheimlich klar erkennen kann. Dies ist eine grandiose, geheimnisvolle Existenz in einem mindestens so großartigen und mysteriösen Universum, in dem ich lebe. Macht das Sinn für Dich? Ich weiß es nicht . . .

Mahavishnu Orchestra, Shakti, Friday Nights, The 4th Dimension. Was bedeutet dir die aktuelle Band im Vergleich mit den anderen dreien?

McLaughlin: The 4th Dimension ist heute. Diese Band hätte damals nicht existieren können. Genauso ist es umgekehrt mit dem Mahavishnu Orchestra. Es war eine fantastische Zeit. Die Welt des Mahavishnu ist Teil meines musikalischen Lebens, meiner musikalischen Historie. In meiner heutigen Musik wirst du auch Mahavishnu hören. Tatsächlich ist es so, dass wir auch heute Stücke aus den frühen 70ern, den 80ern und den 90ern spielen. Es gibt eine ganz persönliche, abwechslungsreiche Auswahl an Stücken. Diese Stücke, die eine Zeitspanne von über 50 Jahren ausmachen, heute noch spielen zu können, ist für mich sehr befriedigend. Ich habe heute eine ganz andere Sicht auf diese Stücke. Da gibt es beispielsweise ein Stück, es heißt „Be happy“. Bobby Mc Ferrin hat es 1988 zum Nummer-Eins-Hit gemacht. Inspiriert war er von Meher Baba, einem indischen Guru. Dessen letzte Worte waren „Don’t worry, be happy“. Und dann hat er die letzten 44 Jahre seines Lebens geschwiegen. Bobby hat daraus einen wunderbaren Song gemacht. Aber noch in den 1970ern hatte ich dieses kleine Stück geschrieben „Be happy“. Und jedes Mal, wenn wir dieses Stück spielen, empfinde ich den Reiz, genauso zu sein, also dieses Glücksgefühl, das in mir wohnt, herauszulassen. Auch in dem klassischen Mahavishnu-Stück „Meeting of the Spirits“ oder in „The Dance of Maya“. All diese Stücke haben heute für mich eine viel tiefere Bedeutung als damals, denn ich bin heute ein anderer, als ich vor 40 oder 50 Jahren gewesen bin. Mit Shakti verhält es sich anders. In der Musik der 4th Dimension ist nicht mehr so viel Shakti. Die Band existiert nur wegen der Musiker. Etienne M’Bappe habe ich vor ungefähr 15 Jahren kennengelernt. Als er mit dem Zawinul Syndicate spielte. Wir sind damals sehr gute Freunde geworden und ich habe gewartet, bis er frei war, und dann hat er sich uns angeschlossen. Er stammt aus Kamerun und bringt die afrikanische Kultur mit in die Musik. Mit Gary Husband, unserem Keyboarder, bin ich seit mindestens 30 Jahren befreundet. Er ist ein unglaubliches Talent. Was er auf den Keyboards und auf den Drums anstellt, ist einfach fantastisch. Unsere Band lebt von den unterschiedlichen Kulturen. Ranjit Barot, unser Drummer, ist Inder, spielt Fusion Jazz, hat aber eine Ausbildung in klassischer indischer Musik. Es ist aber nicht allein die Tatsache, dass alle so großartige Musiker sind, sondern, dass wir es lieben, zusammen zu spielen. Wir arbeiten natürlich auch hart. Es geht auch um Inspiration und darum, dass du immer bereit sein musst. Und wenn die Inspiration dann da ist und es keine technischen Mängel gibt, dann läuft es. Man könnte sagen, wir stehen der Inspiration zur Verfügung. Diese Musiker verstehen die spirituelle Seite der Musik. Das hat nichts damit zu tun, ob du zu Gott betest. Es ist mehr so, dass wir in diesem Geist miteinander kommunizieren können. Und das ist für mich der Grund, warum ich lebe. Es gibt für mich keinen anderen Grund.

Wenn es so ist, wie du beschriebst, dann seid ihr alle gesegnet, nicht wahr?

McLaughlin: Ach, weißt du, ich bin sowieso gesegnet (lacht). Wir sind alle gesegnet, viele wissen es nur nicht. Menschheit hat eine dunkle Seite, weißt du wie man sie nennt? Unwissenheit.

Im Publikum von Jazz-Konzerten findet man heute kaum junge Leute. Das ist auch der Grund, warum viele Jazzfestivals heute kein reines Jazzprogramm mehr anbieten. Was meinst du, woran liegt das, und was hat die heutige musikalische Erziehung damit zu tun?

McLaughlin: Zunächst einmal ist musikalische Erziehung natürlich sehr wichtig. Aber zuerst zu deiner ersten Frage. Ich bin in einem großen Maße enttäuscht von der Entwicklung der Jazzmusik. Die Welt dreht sich um Popmusik, sämtliche Medien kreisen um Popmusik. Aus diesem Grund ist die gesamte Plattenindustrie zusammengebrochen. Wegen des Einflusses des Internets und wegen des kostenlosen oder doch nahezu kostenlosen Musikangebots. Hier spielt die Erziehung eine sehr wichtige Rolle. Damit Menschen Jazzmusik genießen können, müssen sie zunächst einmal dieser Musik auch ausgesetzt sein. Einige Leute nennen Musik Jazz, die ich niemals so nennen würde. Da kursieren Begriffe wie Smooth Jazz, Funky Jazz, Cool Jazz. Aber das sind größtenteils einfach nur Klischees, es ist oberflächlich. Es handelt sich um Hintergrundmusik. So funktioniert heute die Gesellschaft. Du gehst in eine Bar oder einen Club, und überall läuft Musik. In jedem Geschäft, in jeder Shopping Mall wirst du von Musik berieselt. So, wie viele Leute den Fernseher einschalten und ihn laufen lassen. Es ist einfach da, 24 Stunden am Tag. Ich weiß nicht wieso. Und dann läuft da diese Musik und die Leute reden, während diese Musik läuft, aber hören nicht zu. Ich glaube, die Einstellung zum Musikhören an sich hat sich verändert. Aber es ist ein zweischneidiges Schwert. Kaum ein Musiker – zumindest Instrumentalisten – bekommen heute noch einen Plattenvertrag. Das bedeutet, es gibt keine Neuerungen im Hinblick auf die Schaffung von neuen Formen oder Konzepten des musikalischen Zusammenspiels. Diese Musiker sind in einem Teufelskreis gefangen, denn sie haben keinen Vertrag und können deshalb keine Arbeit finden. Ganz besonders junge Musiker. Ich versuche, jungen Musikern zu helfen, denn ich erfuhr selbst große Hilfe von fantastischen Leuten, als ich jung war. Wir müssen zurück dorthin, wo Musik uns etwas gegeben hat. Da sind so viele unglaublich tolle Talente dort draußen, doch sie können kaum von ihrer Musik leben. Und der Einfluss des Internets ist massiv. Doch dort geht es fast ausschließlich um Popmusik. Leute konsumieren sie und schmeißen sie weg, so wie man einen Hamburger konsumiert. Sie essen ihn und weg ist er. Aber wie man dieses Problem lösen könnte, liegt jenseits meiner Vorstellungskraft. Ich weiß es wirklich nicht. Zum Teil liegt es an den Regierungen. Die Leute, die heute Musik streamen, zahlen so erbärmlich wenig Alimente an die Künstler. Es ist absolut verrückt. Bei Apple I-Tunes bekommen sie zumindest ein wenig ab. Aber insgesamt ist die Situation beklagenswert. Wie also sollen sie einen Plattenvertrag bekommen? Wie sollen sie bekannt werden? Sie bekommen zu hören: „Geh doch auf Youtube!“ Aber weißt du, wie viele Stunden Video jede Minute auf Youtube hochgeladen werden? Es gibt weit mehr Videozeit als wir jemals schauen könnten. Du kannst alles finden auf Youtube, aber sag mir, wie du junge Talente finden kannst? Es ist brutal schwierig für junge Musiker heute. Das Einzige, was ich tun kann, ist, Musiker zu vermitteln. Ich sage „Hey, hier ist ein unglaublich talentierter Musiker, kannst du ihn in deiner Band gebrauchen? Ich habe meine Band, ich kann ihm keine Stelle anbieten. Das gilt vornehmlich für instrumentelle Musik. Sänger haben es noch etwas leichter, was ich verstehe, denn Singen ist einfach die Kunst Nummer eins. Da stehen wir in der zweiten Reihe, also all jene, die Saiten zupfen oder Blech oder Holz blasen . . . aber das Problem ist wirklich schwer zu lösen. Es gibt neue Gesetze, die vorschreiben, dass die Streamingdienste mehr Geld an die Künstler abführen müssen. Das ist bitter nötig. Aber dieser Prozess geht viel zu langsam vor sich. Und dann ist da eben auch die Entwicklung des Jazz im Allgemeinen. Ich bin mit Coltrane und Miles Davis aufgewachsen. Das war Musik, die mich buchstäblich auseinandergerissen hat, ich weiß nicht, wie ich es sonst beschreiben sollte.

Und eine Zeit, in der es noch kein Internet gab und man in Clubs ging, um Musik zu hören . . .

McLaughlin: Genau, und es gab noch Plattenläden! Mein Gott, kannst du dich an Plattenläden erinnern? Das waren die Orte, wo wir damals unsere meiste Freizeit verbracht haben. Und wo sind die geblieben? Gibt es in deiner Stadt einen Plattenladen? In meiner gibt es keinen. Wir sind quasi in Plattenläden aufgewachsen. Aber das ist vorbei. Auch mein Sohn ist mit Musik aufgewachsen. Er ist 21, studiert Nuklearphysik. Seine Musik ist Rap. Ich sage immer wieder zu ihm „Spiel mir mal etwas richtig Gutes vor“ und er empfiehlt mir B.I.G oder 2 Pac oder Nippsie Hussle, der Typ war für einen Grammy nominiert und wird erschossen. Kannst du dir das vorstellen? Diese Welt ist verrückt. Vielleicht bin ich einfach nur ein musikalischer Dinosaurier in dieser Welt.

Was machen deine Söhne?

McLaughlin: Einer studiert Physik in London, und der andere kauft, restauriert und verkauft alte Häuser. Es gefällt ihm sehr. Er hat mit Musik nichts am Hut. Aber solange beide zufrieden und glücklich sind, bin ich es auch. Alles andere ist unwichtig.

Shakti – Remember Shakti. Durch den viel zu frühen Tod von Uppalapu Srinivas entstand ein Bruch in dieser Musik, ist das richtig?

McLaughlin: Srinivas Tod hat uns alle komplett geschockt. 2013 haben wir unser letztes Konzert gespielt, und 2014 ist er mit 45 Jahren gestorben. Wir hatten 14 Jahre zusammen musiziert. Er hatte mit sieben Jahren seine ersten Konzerte gegeben. Ein feiner Mensch, ein unglaublicher Musiker. Wir waren allesamt am Boden zerstört. Dennoch hat es Anfang des Jahres eine kleine Renaissance gegeben. Dazu muss ich sagen: Du kannst einen Menschen nicht ersetzen. Das einzige, was man tun kann, ist, einen anderen Menschen mit einem tollen Geist und tollen musikalischen Fähigkeiten suchen. Allerdings habe ich auch etwas Neues gemacht und zwar ein neues Projekt mit einem Sänger. Sein Name ist Shankar Mahadevan. Es ist ein komplett neuartiges Aufeinandertreffen von Ost und West. Es hat nichts mit Shakti zu tun. Shankar ist der Sänger, und ich habe um seine Stimme herum eine Orchestrierung geschaffen. Wir haben diese Aufnahmen gerade erst beendet. Es hat uns sechs Jahre gekostet. Das Album wird im September erscheinen und ich bin wahnsinnig gespannt. Es kann sein, dass wir nur 14 Alben verkaufen, aber das ist mir total egal (lacht). Zakir ist übrigens auch mit dabei. Außerdem habe ich eine Filmmusik geschrieben, ein Film Noir, der in New York spielt, ich liebe New York und bin auch darauf sehr gespannt.

Wenn du dich für eine entscheiden müsstest: elektrische oder akustische Gitarre?

McLaughlin: Die akustische . . . Stell dir vor, du bist irgendwo und hast keinen Strom . . . nein, ich habe mit elf Jahren die akustische Gitarre entdeckt. Ein fantastisches Instrument. Aber die elektrische Gitarre ermöglicht es mir, in einem Kollektiv zu spielen. Es gibt kaum Repertoire für akustische Gitarre. In einer Band geht die akustische Gitarre unter. Ich liebe es, im Kollektiv zu spielen, ich bin kein Solist. Dennoch würde ich die akustische wählen, wenn ich mich zwischen einer der beiden entscheiden müsste.

Musikalisches Erbe . . . wie möchtest du in Erinnerung behalten werden?

McLaughlin: Hm, ich glaube, es ist mir egal. Man kann mich vergessen (lacht).

Eine sehr beeindruckende Antwort . . .

McLaughlin: Ich versuche nicht, bescheiden zu antworten . . . vielleicht für meine weißen Haare…?

Was macht John Mc Laughlin, wenn er nicht Gitarre spielt?

McLaughlin: Ich wandere unheimlich gern in den Bergen. Ich liebe Sport, fahre Fahrrad, und das genieße ich sehr. Ich höre Musik und gehe zu Konzerten.

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