31. Jazzfest Gronau vom 27. April bis 5. Mai
Musikalischer Schmelztiegel

Gronau -

Die tiefste Seele des Jazz – die höchsten Gipfel des Alpenfolk: Zwischen diesen Polen bewegt sich das Programm des 31. Jazzfests Gronau. Vom 27. April bis zum 5. Mai wird Gronau erneut zum musikalischen Schmelztiegel. Jazz, Blues, Klezmer, Brassbandmusik, Pop, Rock, Funk, Weltmusik, – eine riesige Auswahl unterschiedlicher Genres wird geboten – und das von exzellenten Musikern.

Donnerstag, 22.11.2018, 11:00 Uhr
David Sanborn

Jazzfans dürfen sich auf den Auftritt des amerikanischen Saxofonisten Joshua Redman freuen. Er tritt im Rahmen eines Doppelkonzerts mit seinem Instrumentalkollegen David Sanborn auf, der als einer der bedeutendsten Vertreter des Smooth Jazz gilt. „Ein Abend mit historischer Dimension“, freut sich Programmmacher Otto Lohle schon jetzt.

In einen elektrisierenden, gitarristischen Wettstreit treten der britische Ausnahmegitarrist John McLaughlin und Biréli Lagrène, das einstige Gitarren-Wunderkind. Auch die beiden bestreiten ein Doppelkonzert in der Bürgerhalle. McLaughlin hat immer wieder neue, musikalische Fusionen geschaffen: Im Jazzrock war er ebenso wegbereitend wie in der Kombination indischer und westlicher Musik. Lagrène steht in der Tradition des genialen Gitarristen Django Reinhard.

Giora Feidman ist ein lebendiges Stück Musikgeschichte. Der Klezmer-Klarinettist tritt mit den „Gitanes Blondes“ auf und präsentiert ein Programm voller Melancholie und halsbrecherischer Virtuosität.

Pop-Geschichte schrieb die Band Level 42 des Bassisten Mark King, die zum zweiten Mal in Gronau die Bürgerhalle rocken soll. Im Vorprogramm: Nina Attal. Sie ist eine französische Singer-Songwriterin, die stark von Blues und Soul beeinflusst ist.

Das Herbert Pinxner Projekt aus Südtirol verbindet alle möglichen Arten von Popular- und alpin-progressiver Volksmusik mit Blues und Jazzeinflüssen.

Eröffnet wird das Fest mit einem Auftritt des Singer/Songwriters Joris, der mit Hits wie „Herz über Kopf“, „Glück auf“ oder „Signal“ bekannt wurde.

Die Kneipennacht findet nicht mehr in der bisherigen Form statt. „Gründe dafür sind das Kneipensterben und der immer größere Organisations- und Sicherheitsaufwand“, so Kulturbüro-Chef Thomas Albers. Auch das Ausgehverhalten des Publikums habe sich verändert. Die Kneipennacht wird abgelöst von einer „Brassband-Battle“: „Diese Veranstaltung wird einen besonderen Charme entwickeln“, ist sich Lohle sicher. „Sie ist im weiten Umfeld exklusiv und hebt sich von anderen Festivals ab.“ Die Organisatoren sind optimistisch, dass die neue Veranstaltung neue Besuchergruppen generieren kann. Zumal mit dem Broken Brass Ensemble, Dr. Ring Ding und anderen nicht die schlechtestes Bands ihre Zunft in Gronau vertreten sein werden . . . Die Battle wird auf mehreren Außenbühnen in der Innenstadt stattfinden.

Der „Tanz in den Mai“ findet wieder im Cinetech statt – als New Orleans Mardi Gras Boogie Night mit der International Bayoogie Band und den Sazerac Swingers. An der selben Stelle gibt es zwei Tage später ein Konzert mit „Kraak & Smaak“, mit einem heftigen Mix aus Elektro Beats, Hip Hop, Soul, Jazz und Funk.

Im Anschluss an einige Top-Acts gibt es im Turbine-Club im Rockmuseum weitre Konzerte. Am Wochenende 4./5. Mai steht die Innenstadt wieder im Zeichen von Marchingbands. Das genaue Programm wird noch bekanntgegeben.

Thomas Albers betonte auf der Pressekonferenz die Bedeutung der Sponsoren für das Festival. „Die Organisatoren anderer Festivals beneiden uns darum“, sagte er dankbar in deren Richtung.

Beim vergangenen Jazzfest war einer der Sponsor unerwarteterweise absprungen, was die Finanzierung zurückgeworfen hatte. „Die Existenz des Jazzfests war dadurch aber nicht in Gefahr“, so Lohle.

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Der Vorverkauf über Eventim hat am Donnerstag begonnen. Ab Montag (26. November) sind Karten auch u.a. im Touristikservice Gronau erhältlich.

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