Wochenendübung von Technischem Hilfswerk und Feuerwehr
Gemeinsam für Gronau – erst recht im Ernstfall

Gronau -

Einmal jährlich findet eine Wochenendübung des Technischen Hilfswerks (THW) aus Gronau statt. Am vergangenen Samstag hatten die Katastrophenschützer dazu wieder ihre Kolleginnen und Kollegen von der Gronauer Feuerwehr mitgenommen. Auf dem Übungsgelände des THW in Wesel konnten sich die 50 THWler und 16 Feuerwehrleute in Sachen Rettung so richtig „austoben“ und voneinander lernen. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte bildeten sich Samstag an fünf Stationen zu verschiedenen Themen gegenseitig aus. Die Feuerwehr schulte im Retten aus verunfallten Fahrzeugen und am 66-Tonnen Hebekissen, außerdem demonstrierte sie das Abseilen aus Höhen zur Selbstrettung. Die THW-Ausbilder unterrichteten am Brennschneidgerät, dem Plasmaschneider und an der Rettungssäge. Von letzterer haben beide Organisationen schon vor längerer Zeit mehrere Exemplare angeschafft und in gemeinsamen Einsätzen bereits benutzt.

Mittwoch, 18.09.2019, 07:00 Uhr
Über 70 Helferinnen und Helfer von Feuerwehr und THW aus Gronau, Münster und Geldern waren im Verlauf des Wochenendes auf dem THW-Übungsgelände in Wesel gemeinsam tätig. Foto: Ralf Kosse

Eine besondere Ausbildungseinheit hatte Michael Dierselhuis, der Gruppenführer der THW-Fachgruppe „Elektroversorgung“, organisiert: Zusammen mit den Elektro-Spezialisten vom THW aus Geldern und Münster wurden insgesamt vier dieselbetriebene Notstromerzeuger zu einem Stromnetz geschaltet und damit mehr als ein halbes Megawatt Strom erzeugt. Damit könnte im Ernstfall sogar ein kleines Krankenhaus versorgt werden. Mit geliehener Spezial-Hardware aus den Niederlanden konnten dann elektrische Fehler wie Spannungsschwankungen im Stromnetz simuliert werden, die auch für die Elektro-Fachkräfte neu waren. „Wir wollten unseren Helferinnen und Helfern etwas Besonderes bieten und einmal zeigen, was in Einsätzen an Problemen in Stromnetzen vorkommen kann. So steigt nicht nur die Motivation in der Truppe, sondern auch das Detailwissen“, so Dierselhuis.

Am frühen Samstagabend war die gemeinsame Einsatzübung der Höhepunkt des Wochenendes. Der stellvertretende Zugführer der Gronauer Feuerwehr , Christian Wennemer, hatte ein Szenario geplant, bei dem nach Schweißarbeiten in einem Keller ein Öltank explodiert war. Die dabei verletzten Personen wurden von zwei THW-Jugendlichen und einer lebensgroßen Puppe gespielt. Mit erschreckend echt aussehenden Wunden geschminkt waren die Jugendlichen im Keller verschüttet und wurden unter schwerem Atemschutz von Feuerwehr und THW gerettet. Eingehüllt in künstlichen Nebel und von Schreien der Verletztendarsteller begleitet, bekamen die Einsatzkräfte so den intensiven Eindruck eines echten Unfalls.

Versorgt wurden die Übungsteilnehmer vom THW-Verpflegungstrupp unter der Leitung von Martin Hartmann. Mit frisch zubereiteten Hauptmahlzeiten und vor Ort selbst gebackenen Kuchen wurden die Hilfskräfte bestens umsorgt. Die Übung von THW und Feuerwehr ist nur ein Baustein der gemeinsamen Aktivitäten. Zuletzt traten die THWler in einem gemischten Team mit der Gronauer Freunden beim Feuerwehr-Leistungswettkampf in Alstätte an. Die guten Kontakte zeigten sich zudem deutlich in der Kleidung am Wochenende. Die Teilnehmer waren in eigens bedruckte T-Shirts gekleidet: „Feuerwehr und THW – gemeinsam für Gronau“ stand darauf. Deutlicher kann man den Zusammenhalt kaum ausdrücken.

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