Bürger wünschen sich Pergola zurück
Wahrzeichen oder Sperrriegel?

Gronau -

Wohl kein Jahrzehnt hat das Gronauer Stadtbild so radikal verändert wie die 1960er-Jahre. Neben dem gänzlichen Verlust der historischen Altstadt nahm man auch in angrenzenden Bereichen Kollateralschäden in Kauf. Hierzu zählt zweifelfrei der Verlust der mit Rosen bewachsenen Pergola, der mit einer teilweisen Neugestaltung des Stadtparks einherging.

Sonntag, 21.07.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 21.07.2019, 17:32 Uhr
Die Ansichtskarte zeigt den Blick durch die Pergola auf die fünfstrahlige Fontäne im Stadtparkteich. Vor 50 Jahren wurde die Fontäne ausgebaut, im darauffolgenden Frühjahr auch die Pergola abgerissen. Foto: Sammlung E. Bohn

Die damaligen Planer und Gestalter sahen in dem Gebilde aus Beton und Holz jedoch mehr einen Sperrriegel, der sich überlebt hatte, wie seinerzeit in den WN zu lesen war. Bereits im Juli 1969 erfolgte der Ausbau der fünfstrahligen Fontäne im Stadtparkteich, die insbesondere bei den Kindern sehr beliebt war. Diese vorauseilende Maßnahme fand damals bei den Parkbesuchern nur wenig Gegenliebe, zumal der Wettbewerb für die Neugestaltung zu dem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen war.

Im Frühjahr 1970 fiel dann auch die Pergola der neuen Entlastungsstraße und notwendigen Parkplätzen zum Opfer. Eine zunehmende nostalgische Verklärung der mit Rosen berankten Pfeilerwand zeigt jedoch, dass das einstige Wahrzeichen auch nach rund 50 Jahren immer noch in den Köpfen vieler älterer Gronauer weiterlebt. Und manch einer wünscht sich heute nicht nur die Pergola zurück.

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