AOK belohnt 14 Klassen für dauerhaftes Nichtrauchen
Besser ohne Rauchzeichen

Gronau/Schöppingen -

Wie kreativ sich die Schülerinnen und Schüler im Kreis Borken mit dem Thema Nichtrauchen auseinandergesetzt haben, machte der Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ deutlich. „91 Klassen beteiligten sich im Kreis Borken und blieben von November 2018 bis April 2019 rauchfrei. Diese Anzahl kann sich sehen lassen“, lobte Herbert Hessel, Prä-ventionsexperte der AOK Nordwest. Jetzt wurden die Schülerinnen und Schüler für ihr Durchhalten und Engagement belohnt. In Borken wurde die Klasse sieben der Sekundarschule Horstmar-Schöppingen mit dem Kreativpreis für eine der originellsten Ideen geehrt. „Wer so engagiert und kreativ auf die Gefahren des Rauchens hinweist, muss auch belohnt werden“, freut sich Hessel. Aus Gronau wurde die Klasse 7c der Fridtjof-Nansen-Realschule ausgezeichnet. Jeweils ein Sonderpreis für die Mehrfachteilnahme ging zudem an die Klassen 9b, 10b und 10c der Fridtjof-Nansen-Realschule.

Samstag, 13.07.2019, 09:33 Uhr aktualisiert: 13.07.2019, 09:50 Uhr
Jugendliche, die früh mit dem Rauchen beginnen, bleiben als Erwachsene häufig dabei. Foto: dpa

Viele Jugendliche beginnen im Alter von zwölf bis 14 Jahren, mit dem Rauchen zu experimentieren. Genau dort setzt der Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ an. Er richtet sich an Schulklassen, die sich entscheiden, für ein halbes Jahr rauchfrei zu bleiben. Der Wettbewerb fand in diesem Jahr zum 22. Mal statt und ist die wohl größte schulische Maßnahme der Tabakprävention in Deutschland. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Jugendliche, die früh mit dem Rauchen beginnen, auch als Erwachsene häufig dabei bleiben. „Bisherige Erfahrungen zeigen, dass dieses Projekt unseren Schülerinnen und Schülern eine gute Gelegenheit bietet, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen“, sagt Nina Berger von der Fachstelle Suchtvorbeugung im Kreis Borken.

„Durch ,Be Smart‘ wird nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) der Raucheinstieg von jährlich fast 11 000 Schülerinnen und Schülern bundesweit vermieden“, sagt Hessel. Damit Jugendliche erst gar nicht mit dem Rauchen beginnen, sei es also wichtig, das Thema Nichtrauchen in die Schulen zu bringen und für Jugendliche attraktiv zu machen.

Die Begleitung erfolgte durch das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung IFT-Nord. Dabei gilt: Wenn mehr als zehn Prozent der Schüler einer Klasse rau-chen, scheidet die Klasse aus dem Wettbewerb aus.

Unterstützt wird „Be Smart – Don’t Start“ auch von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Deutschen Krebshilfe, der Deutschen Herzstiftung und der Deutschen Lungenstiftung.

Im November geht der Wettbewerb wieder in eine neue Runde. Weitere Infos gibt es online.

 

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