Neue Fahrradroute entlang der Grenze
Von Stein zu Stein

Gronau/Alstätte/Enschede -

Die neue „Grenzsteinroute“ wird am Freitag (26. April) eingeweiht. Sie führt Radfahrer vom „Wer­thepaal“ im Süden Enschedes an der Grenze zu Alstätte bis zum Drilandstein im Norden von Gronau an der Grenze zu Losser – und umgekehrt. Die Route ist 30 Kilometer lang.

Freitag, 19.04.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 19.04.2019, 14:02 Uhr
Der Drilandstein in Gronau stellt den nördlichsten Punkt der Route dar. Foto: Klaus Wiedau

Unterwegs passieren die Radfahrer eine ganze Reihe historischer Grenzpfähle. An 22 Stellen gibt es in einem QR-Code verschlüsselte Informationen über die Grenze oder die Pfähle selbst. Die Informationen können mithilfe eines QR-Scanners auf dem Smartphone auch ohne Internet-Verbindung entschlüsselt werden.

So erfährt man beispielsweise, dass die Grenzsteine früher aus Bentheimer Sandstein gefertigt wurden. Der ist zwar weicher als Granit, aber passt sich gut an die Witterungsverhältnisse an und bricht nicht gleich, wenn durch Erosion ein Riss entsteht.

Die Steine markieren die Grenzen von Flächen- und Territorienbesitz. Sie wurden daher häufig versetzt, beispielsweise nach einem Krieg oder auch nach Hochzeiten von Herrschern, bei denen die Braut Land als Mitgift mit in die Ehe brachte. Die Grenze zwischen Drilandstein und Werthepaal dagegen ist seit dem achten Jahrhundert so gut wie unverändert. Sie ist auch in der Landschaft sichtbar – etwa in Form von aufgeworfenen Wällen oder künstlich angelegten Gräben.

Die Route überquert auch die Sprachgrenze – alle Informationen sind daher zweisprachig auf Deutsch und Niederländisch.

Wer bei der offiziellen Eröffnung dabei sein will, kann sich am Freitag (26. April) um 15 Uhr in Enschede am Werthepaal (Ecke Twistveenweg/Weustink­hoekweg) einfinden. Dort wird eine Informationstafel enthüllt, danach wird eine etwa vier Kilometer lange Teilstrecke gefietst. Anschließend empfangen die Teilnehmer eine Broschüre mit der Routenbeschreibung.

Die Route wurde von der Historische Sociëteit Enschede-Lonneker in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Alstätte zusammengestellt. Die Euregio hat das Projekt unterstützt.

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