Klimaschutz-Antrag zur Modernisierung des Fahrzeugparks
Zentrale Bau- und Umweltdienste gehen mit gutem Beispiel voran

Gronau -

Welchen Beitrag kann die Stadtverwaltung leisten, um den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen zu verringern? Einen Ansatz sieht die Fraktion „Pro Bürgerschaft/Piraten“ darin, Fuhrpark und Maschinen zu modernisieren und deren Einsatz zu optimieren. Herbert Krause begründete im Ausschuss für Verkehr, Energie und Umwelt für seine Fraktion einen Antrag seiner Fraktion: „Die Stadt sollte als Vorbild im Klimaschutz vorangehen.“ 80 Prozent der Bundesbürger befürworteten eine Verkehrspolitik, die zu weniger Autoverkehr in den Städten führt.

Mittwoch, 20.02.2019, 07:31 Uhr aktualisiert: 20.02.2019, 07:40 Uhr
E-Bikes statt Auto: Auch die Stadt soll ihren Fuhrpark auf den Prüfstand stellen. Foto: dpa

Durch Fortschritte in der Digitalisierung könnten mehr Heimarbeitsplätze entstehen. Mehr als bisher sollten Wege zu Fuß, mit dem Rad oder dem öffentlichen Nahverkehr zurückgelegt werden. „Gelb leuchtende Fahrräder können mietfrei zur Verfügung stehen“, schilderte er seine Vision. Es sei das Gebot der Stunde, mehr Lebensqualität in die Stadt zu bringen. Gronau als grüne Stadt verliere zusehends ihr Markenzeichen. Eine Feststellung, die Stadtbaurat Ralf Groß-Holtick so nicht stehen lassen wollte.

Auch Ludger Schabbing (CDU) widersprach Krause , der die Abschaffung der Baumschutzsatzung kritisiert hatte. „Die Bürger“, so Schabbing, „gehen verantwortungsvoll mit dem Grünbestand um. Ein Kahlschlag ist nicht eingetreten.“ Das wiederum rief Werner Bajorath (SPD) auf den Plan: „Dann gucken Sie sich die Vereinsstraße an. Dort steht kein Baum mehr.“

Dem Vorschlag der Verwaltung, eine Auflistung der vorhandenen Fahrzeuge und Maschinen vorzunehmen, stimmte der Ausschuss einmütig zu. Diese Liste könnte als Grundlage dafür dienen, den Fuhrpark zu optimieren. Krause hatte auch dafür Vorschläge: Einsatz von E-Bikes („Das wird schon geprüft“ so Groß-Holtick.) und eine Reduzierung des Fahrzeugbestands.

Die Zentralen Bau- und Umweltdienste (ZBU) könnten ausgenommen werden, so Krause. Die ZBU gingen nämlich schon seit geraumer Zeit mit gutem Beispiel voran. So wurden 2018 vier E-Bikes für Straßenkontrollen, Fahrten ins Rathaus oder weitere Einsätze angeschafft. „Wir finden dies einen vorbildlichen Ansatz zur Vermeidung von CO-Ausstößen, dem auch weitere Bereiche innerhalb der Stadtverwaltung folgen sollten“, so Herbert Krause in dem Antrag.

Er lobte zudem die Fortschritte bei der Gebäudesanierung, der Energieversorgung und der Heizsysteme der Stadt.

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