„Stroke Unit“: Alternativen für Gronauer Patienten sollen geprüft werden
Rat für Erhalt der Schlaganfallstation

Gronau -

Der Schlaganfallstation („Stroke Unit“) im Borkener Marienhospital droht die Schließung, weil vorgeschriebene Transportzeiten in die nächstgelegene Spezialklinik nicht eingehalten werden können. Innerhalb von 30 Minuten müsste ein Patient ins Partnerkrankenhaus in Recklinghausen verlegt werden. Die Fahrt dauert aber 35 Minuten. Mehrere Krankenkassen fordern nun gezahlte Zuschüsse zurück. Dann aber, so das Klinikum, sei die Stroke Unit nicht mehr finanzierbar.

Freitag, 01.02.2019, 07:31 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 07:40 Uhr

Der Gronauer Stadtrat hat darum am Mittwochabend eine Resolution an die Gesundheitsminister von Bund und NRW, Jens Spahn und Karl-Josef Laumann (beide CDU ) verabschiedet. Darin fordern die Politiker, den Bestand der Einrichtung in Borken zu garantieren und damit die Notfallversorgung durch die „Stroke Unit“ für den Kreis Borken zu gewährleisten.

Patienten aus Gronau werden im Regelfall in die Spezialabteilung in Borkener gebracht. „Patienten sind sehr zufrieden“, gab Norbert Ricking (SPD) Erfahrungen aus seinem Bekanntenkreis wieder.

Erich Schwartze (FDP) regte an, die Strukturen für Schlaganfallpatienten aus Gronau zu überdenken. „Bis Borken sind es über 50 Kilometer, nach Nordhorn nur 32. Und vor allem Enschede ist näher.“ Er sprach sich dafür aus, eine Zusammenarbeit mit dem Medisch Spectrum Twente in Enschede prüfen zu lassen.

„Im Einzelfall werden Patienten bereits nach Enschede transportiert“, sagte Erste Beigeordnete Sandra Cichon. „Aber primär ist Borken zuständig. Birgit Tegetmeyer (CDU), als Notärztin mit der Situation bestens vertraut, widersprach der Auffassung, dass Nordhorn schneller zu erreichen ist als Borken. Und Enschede nehme keine Patienten auf, die aus einem anderen Krankenhaus oder einem Altenheim kämen. „Für uns ist die Stroke Unit in Borken wichtig. Wir sollten mit der Resolution ein Zeichen setzen.“ Dem schlossen sich alle Ratsmitglieder an. Auch der Prüfauftrag von Erich Schwartze wurde einstimmig verabschiedet.

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