Abbruch der Immobilie „Oststraße 21“ in Epe
Rechtsstreit endet mit Vergleich

Epe -

Die Spuren des Abbruchs sind im Eper Ortsbild noch deutlich sichtbar, der Rechtsstreit über den Abriss des Gebäudes Oststraße 21 in Epe aber ist beendet: In dem gerichtlichen Streitverfahren um den Abbruch der vorläufig in die Denkmalliste der Stadt Gronau eingetragenen Immobilie haben sich Stadt und Eigentümer in einem Vergleich geeinigt.

Freitag, 21.12.2018, 06:53 Uhr aktualisiert: 21.12.2018, 16:44 Uhr

Die Spuren des Abbruchs sind im Eper Ortsbild noch deutlich sichtbar, der Rechtsstreit über den Abriss des Gebäudes Oststraße 21 in Epe aber ist beendet: In dem gerichtlichen Streitverfahren um den Abbruch der vorläufig in die Denkmalliste der Stadt Gronau eingetragenen Immobilie haben sich Stadt und Eigentümer in einem Vergleich geeinigt. Ein entsprechender Erörterungstermin des Verwaltungsgerichtes fand am 18. Dezember im Eper Amtshaus statt, nachdem das Gericht zuvor die „Baustelle“ bei einem Ortstermin in Augenschein genommen hatte.

Die Eigentümer hatten – wie berichtet – am 10. November mit dem Abbruch des von der Stadt vorläufig in die Denkmalliste der Stadt eingetragenen Gebäudes begonnen. Sie verwiesen dabei auf eine rechtskräftige Abbruchgenehmigung und eine ebenfalls rechtskräftige Baugenehmigung für den neuen Rossmann-Markt, in dessen Parkplatz-Zufahrt Oststraße 21 steht. Die Stadt hingegen stoppte den Abbruch mit ordnungsrechtlichen Verfügungen und versiegelte die Abbruchstelle. Beide Seiten nahmen für sich die Rechtmäßigkeit ihres Tuns in Anspruch. Dieser Rechtsstreit wurde jetzt mit dem Vergleich einvernehmlich beendet, wie die Stadt mitteilte.

„Gegenstand des Vergleichs ist in erster Linie die Übereinkunft, dass der Restabbruch erfolgen kann, dieser aber kontrolliert, nach den Vorgaben der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Gronau abgewickelt wird. Dies bedeutet, dass abbruchbegleitend durch die Untere Denkmalbehörde unter Mitwirkung des Amtes für Denkmalpflege beim Landschaftsverband eine Dokumentation erstellt wird“, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Der Vergleich lasse im Übrigen die Ordnungsverfügungen der Stadt unangetastet, „diese werden mit der Umsetzung des Vergleichs aber gegenstandslos“, heißt es weiter.

Weiterer Bestandteil der vor dem Verwaltungsgericht geschlossenen Übereinkunft ist, dass denkmalpflegerisch bedeutsame Bauteile geborgen und gesondert untersucht und erforscht werden können. Dies umfasst auch Bauteile, die bereits von der Abbruchstelle abtransportiert wurden und die an die Stadt auszuhändigen sind. „Hierdurch können trotz der Beseitigung des Gebäudes weitere Erkenntnisse über die Ortsgeschichte Epes gewonnen und dokumentiert werden“, so die Stadt weiter.

Für diesen kontrollierten Abriss beziehungsweise die örtlichen Untersuchungen wurde ein Zeitraum bis zum 30. April 2019 vereinbart. Spätestens ab diesem Zeitpunkt können die Eigentümer uneingeschränkt über das Grundstück verfügen und hier entsprechend der Baugenehmigung weitere Stellplätze und eine zusätzliche Zufahrt für das Wohn- und Geschäftshaus an der Antoniusstraße errichten.

„Die Stadt strebt an, die Dokumentation in der gebotenen Sorgfalt zu erstellen, weist aber darauf hin, dass es keinesfalls ihr Ziel ist, den im Vergleich eingeräumten Zeitraum zur Gänze auszunutzen.“ Weitere Inhalte des Vergleichs sind die Zahlung einer Abstandssumme, die der Eigentümer an die Stadt zu entrichten hat, und eine Einigung über die Kosten des Rechtsstreits. Details dazu nannte die Stadt nicht, aber, so Bürgermeisterin Jürgens gegenüber den WN: „Beide Seiten sind mit dem Ergebnis gut zufrieden.“

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