Prozess vorm Landgericht gegen 36-jährigen Gronauer
Drogenhändler muss viereinhalb Jahre in Haft

Gronau/Münster -

100 bis 120 Gramm hat er in kleinen Mengen an Abnehmer verkauft, das weitere Amphetamin – insgesamt ein Kilogramm – fanden Ermittler in seinem Kühlschrank. In der Nachttischschublade lag eine Gaspistole, gefunden wurden zudem zwei Messer.

Mittwoch, 12.12.2018, 17:00 Uhr aktualisiert: 13.12.2018, 08:56 Uhr

Das Landgericht in Münster hat am Mittwoch einen 36 Jahre alten Gronauer zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt wegen bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln. Zudem wird er in eine geschlossene Entzugseinrichtung wegen seiner Kokainsucht eingewiesen. Die Zeit dort wird auf die Haftzeit angerechnet.

Der 36-Jährige hatte der Strafkammer zufolge im Juni aus den Niederlanden ein Kilogramm der synthetischen Aufputschdroge Amphetamin über den Grenzübergang Glanerbrug nach Gronau geschmuggelt, darüber hinaus fünf Gramm Kokain. Weil das Kokain offenbar für den Eigenkonsum gedacht war, spielte es angesichts der viel größeren Menge Amphetamin für das Urteil keine Rolle.

Der Gronauer habe die Absicht gehabt, das Amphetamin „weiterzuveräußern“, hieß es in der Urteilsbegründung. In seiner Wohnung hatten Beamte auch Klemmverschlusstütchen gefunden, die Drogenhändler in der Regel dafür benutzen, ihren Stoffvorrat als kleine Verkaufeinheiten zu verpacken. Auch eine Feinwaage zum Abwiegen war vorhanden.

„Wir glauben aber, dass Sie den Kopf nicht ganz auf den Tisch gelegt haben“, sagte der Vorsitzende Richter. Beim Auslesen seines Handys seien Kontakte des 36-Jährigen „nach Italien und in die Türkei“ gefunden worden. Deshalb könne Fluchtgefahr nicht ausgeschlossen werden. Der Mann bleibt deshalb in Haft, bis das Urteil rechtskräftig ist und er die Strafe antritt.

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