Pfarrei bietet „den etwas anderen Gottesdienst“ an
Extraschicht in St. Agatha

Epe -

Die Kirche als Versuchslabor? Der Gottesdienste als Gegenstand für Experimente? Die Pfarrgemeinde St. Agatha macht von September bis Ostern die Probe aufs Exempel: „Extraschicht“ heißt dann einmal im Monat, „der etwas andere Gottesdienst“. „Wir wollen experimentieren, ausprobieren, einen Gottesdienst feiern, der nicht die normale Sonntagsmesse ist“, umschreiben Pfarrer Thorsten Brüggemann und Pastoralreferentin Christiane Hölscher die Idee dahinter.

Samstag, 28.07.2018, 10:00 Uhr

Pfarrer Thorsten Brüggemann und Pastoralreferentin Christiane Hölscher laden zur „Extraschicht“ in St. Agatha ein.

Drei Elemente sollen dabei im Mittelpunkt stehen: Musik, Licht und Wort. „Es muss nicht immer die übliche Orgelmusik sein“, wirbt Pfarrer Brüggemann für Abwechslung. Warum nicht mal Saxofon, Trompete, Geige oder Dudelsack? Und: Warum sollte eine Messe mit Schlagern tabu sein?

Auch besonderes Licht soll in diesen etwas anderen Gottesdiensten eine Rolle spielen. Atmosphärisches Licht, das mit Hilfe des neuen Beleuchtungskonzeptes der Kirche eine Stimmung erzeugen kann, die der Thematik der jeweiligen liturgischen Feier entspricht.

Und natürlich wird an den Sonntagabenden das Wort eine Rolle spielen. Aber anders als sonst im Gottesdienst. Brüggemann: „Keine le(e)hrreiche Predigt, sondern Erzählungen und Geschichten, die das Leben mit sich bringen. Da wird es spannend sein, zu erleben, wie Alltagsgeschichten etwas vom Evangelium durchschimmern lassen . . .“

Bei aller Experimentierfreude machen Brüggemann und Hölscher deutlich, dass es eigentlich darum geht, ein altes Ziel zu erreichen: „Nämlich die Menschen mit dem Evangelium in Verbindung zu bringen – nur auf einem anderen Weg eben!“ Die „Extraschicht“-Gottesdienste sollen Menschen die Möglichkeit bieten, „anders an Gottesdienst und biblische Botschaft anzudocken“, wie Brüggemann es umschreibt. Es gehe darum, einen Raum zu schaffen, in dem das konkrete Leben der Menschen vorkommt, in dem bestenfalls neue Begegnungen und Erfahrungen mit dem Evangelium angestoßen werden. Das soll und kann, so Brüggemann, „mal provokant und aufrüttelnd sein, aber auch zärtlich und leise“. Dabei soll thematisch auch dünnes Eis betreten werden, auf das man sich sonst vielleicht nicht begibt.

„Ausgangspunkt soll der Mensch sein“, bringt Brüggemann es auf den Punkt. Wie genau das alles wird, muss sich entwickeln: von der Begrüßung der Besucher am Kircheneingang bis zur persönlichen Verabschiedung am Ende. Von der „Blitzlichtrunde“, in der jeder Teilnehmer sagen kann, was ihm am Gottesdienst besonders gefallen hat, oder was er oder sie kritisch sieht.

Die Idee für das Experiment „Extraschicht“ wurde von Thorsten Brüggemann gemeinsam mit dem Pfarreirat entwickelt. Das Seelsorgeteam hat sie sich zu eigen gemacht und hofft jetzt auf Unterstützung von Menschen, die Freude daran haben, sich an dem Projekt zu beteiligen. Erste Kreise hat das Projekt schon in der Gemeinde gezogen, wie Christiane Hölscher deutlich macht. Der Kreis für junge Familien und junge Erwachsene hat sich bereit erklärt, einen der Abende mit Glühwein zu begleiten. Hölscher setzt darauf, dass auch andere sich mit Ideen für eine oder mehrere Extraschichten einbringen. „Das können wechselnde Kreise sein, vielleicht etabliert sich ja aber auch ein fester Kreis für die Gestaltung“.

Die erste Extraschicht ist für den 9. September um 19.30 Uhr geplant. Weitere Termine sind am 14. Oktober, 11. November, 9. Dezember, 13. Januar, 10. Februar, 10 März und am 14. April. Für die Adventszeit kann sich Pfarrer Brüggemann sogar eine Serie vorstellen, die an allen vier Sonntagen stattfindet. „Da kann ein besonders Motto im Mittelpunkt stehen oder eine besondere Predigtreihe.“,

Übrigens: Besucher der normalen Sonntagsgottesdienste müssen nicht befürchten, dass wegen der Experimentierfreude des Seelsorgeteams ein anderer Sonntagsgottesdienst wegfällt. Im Gegenteil, so Brüggemann: „Wir stemmen an diesen Sonntagen noch einen zusätzlich.“

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