Sprechtage des Finanzamts im Rathaus
Nachfrage weiterhin gegeben

Gronau -

Das Steuerrecht mag sich ändern – doch es gibt im Steuerwesen auch Konstanten: zum Beispiel die Sprechtage des Ahauser Finanzamts im Gronauer Rathaus. Schon seit 1992 werden sie dort abgehalten, in den ersten Jahren aber noch ohne direkte Datenleitung zum Rechenzentrum in Düsseldorf. Am Mittwoch war der erste von in diesem Jahr drei Tagen. Steuerpflichtige Bürger können ihre ausgefüllten Formulare und relevanten Belege im kleinen Sitzungsraum im zweiten Obergeschoss abgeben. Mitarbeiterinnen des Finanzamts Ahaus nehmen die Steuererklärung dort entgegen und beantworten Fragen. Die Bearbeitung der Steuererklärung erfolgt allerdings im Finanzamt.

Mittwoch, 21.03.2018, 15:03 Uhr

Der Leiter des Finanzamts Ahaus, Werner Becker, und Bürgermeisterin Sonja Jürgens bei einer Stippvisite der Sprechtage. Foto: Martin Borck

Am Mittwochmorgen schauten Bürgermeisterin Sonja Jürgens und der Vorsteher des Finanzamts, Werner Becker, bei den zwei Finanzamt-Mitarbeiterinnen und einer Auszubildenden vorbei. Becker rechnet damit, dass es auch in diesem Jahr einen guten Zulauf geben wird. 2017 wurden 245 Einkommensteuer-Erklärungen entgegengenommen. Außerdem gab es 108 Gespräche, bei denen steuerrelevante Fragen beantwortet wurden, und es wurden 13 Anträge abgegeben. „2009 hatten wir über 600 Besucher – allerdings an sechs Sprechtagen“, so Becker. Dass die Zahl sinkt, hängt offenbar damit zusammen, dass immer mehr Steuerpflichtige ihre Steuererklärung am Computer machen.

Viele Ratsuchende schätzen weiterhin das Angebot, die Steuererklärung persönlich abgeben zu können und Fragen in direktem Kontakt zu klären. „Insofern glaube ich auch, dass wir die Sprechtage noch weitere zehn Jahre anbieten werden“, so Becker. Eine Aussage, die die Bürgermeisterin erfreut zur Kenntnis nahm.

Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass der Vordruck vollständig ausgefüllt und unterschrieben ist (bei Eheleuten von beiden). Ansonsten kann das Finanzamt die Erklärung nicht bearbeiten. Notwendige Belege sollen ebenfalls ins Rathaus mitgebracht werden.

Am 4. April und 18. April (Mittwoch) haben alle Bürger die Gelegenheit, ihre Steuererklärungen abzugeben. Jeweils von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr werden die Mitarbeiter des Finanzamtes im Rathaus (2. Obergeschoss, Sitzungsraum 2) anwesend sein.

Wer sich den Weg zum Rathaus oder dem Finanzamt in Ahaus sparen möchte, kann die Steuererklärung auch vom eigenen Schreibtisch per Internet abgeben. Das Programm „Elster“ kann unter www.elsterformular.de heruntergeladen werden. Wer Elster nutzt, braucht steuerrelevante Belege wie Spendenquittungen und Handwerkerrechnungen nicht mehr wie bisher zum Finanzamt zu schicken, muss sie aber auf Anforderung der Behörde nachreichen.

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