Standesamtsgebühren
Genau prüfen, wo man sich bindet

Gronau/Schöppingen -

Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht was Günstigeres findet. Während überall im Kreis Borken auf Anregung der Gemeindeprüfungsanstalt NRW die Standesamtsgebühren zum Teil deftig angehoben wurden, belassen es Gronau und Schöppingen – zumindest vorläufig – noch bei den alten Sätzen.

Freitag, 09.02.2018, 09:02 Uhr

Nur die Standesämter in Gronau sowie in Schöppingen haben sich bislang noch nicht der kreisweiten Gebührenerhöhung angeschlossen.
Nur die Standesämter in Gronau sowie in Schöppingen haben sich bislang noch nicht der kreisweiten Gebührenerhöhung angeschlossen. Foto: Andreas Lander/dpa

Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht was Günstigeres findet. Frei nach diesem Motto sollten sich Heiratswillige aus dem Kreis Borken am besten in Richtung Gronau und Schöppingen orientieren. Während überall im Kreis Borken auf Anregung der Gemeindeprüfungsanstalt NRW die Standesamtsgebühren zum Teil deftig angehoben wurden, belassen es diese beiden Kommunen – zumindest vorläufig – noch bei den alten Sätzen.

„Wir prüfen natürlich schon, ob eine Erhöhung die Gemeinde wesentlich weiter bringt“, erklärte auf WN-Anfrage der Leiter des Gronauer Standesamtes, Daniel Alfert . „Für dieses Jahr, also für den laufenden Haushalt, wird sich aber noch nichts ändern.“ Zunächst einmal müssten die zuständigen Fachämter sich jetzt mit dem Thema auseinander setzen. „Aber eine Gebührenerhöhung macht ja keinen Sinn, wenn sie unterm Strich nicht wirklich effektiv ist. Das kann auch nicht im Sinne des Bürgers sein“, betont Daniel Alfert.

In die gleiche Kerbe schlägt auch Schöppingens Bürgermeister Franz-Josef Franzbach: „Sicherlich prüfen wir die Anregungen der Gemeindeprüfungsanstalt und haben auch im Blick, in welcher Höhe sich eine Gebührenanhebung bewegen würde, beziehungsweise welche Auswirkungen das auf unseren Haushalt hätte.“ Allerdings spricht sich auch Franzbach klar „gegen eine Anhebung aus, die letztlich ohne Not durchgeführt würde.“

Die Kosten, die (nicht nur) auf Ehepaare demnächst zukommen, steigen in anderen Kommunen in vielen Bereichen. So soll die Prüfung der Ehevoraussetzungen bei der Anmeldung der Eheschließung dann nicht mehr 40, sondern 60 Euro kosten. Kommt ausländisches Recht als zu beachten mit ins Spiel, steigt der Betrag von derzeit 66 auf demnächst 99 Euro.

Auch andere Arbeiten, wie etwa Sterbefälle, die ebenfalls durch das Standesamt erledigt werden, bleiben nicht verschont.

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