Feuerwerksfreie Zonen in Enschede bewähren sich 
Weniger Beschwerden über Böllerei

Enschede -

In Enschede ist vor dem Silvestertag offenbar deutlich weniger geböllert worden als in den vorangegangenen Jahren. Es gingen zwar 500 Beschwerden von Enschedern bei der landesweiten Meldestelle ein; das war aber nur die Hälfte der Anzahl, die in den Vorjahren dort registriert wurden.

Dienstag, 02.01.2018, 22:01 Uhr

Um das Krankenhaus MST, Tierheime und Streichelzoos in Enschede waren feuerwerksfreie Zonen eingerichtet worden. Mit erfreulichem Effekt: Die Gegend um die „Kinderboerderij“ Wesseler ist eine „Oase der Ruhe“, beschreibt der Twentsche Courant Tubantia die Situation.

Alle Enscheder hatten die Möglichkeit, Poster in ihre Fenster zu hängen, mit der Bitte, in unmittelbarer Umgebung kein Feuerwerk abzubrennen. Obwohl jeder Haushalt so ein Poster erhalten hatte, wurde davon kaum Gebrauch gemacht – auch nicht in den Vierteln, aus denen die meisten Beschwerden über das Geknalle kamen. „Ich hätte eigentlich gerne eins aufgehängt, weil mein kleiner Sohn die Knallerei nicht haben kann. Ich hab es aber nicht getan, weil ich Angst hatte, dass dann vielleicht extra vor unserer Haustür geknallt wird“, sagte eine Frau gegenüber der Enscheder Zeitung. Andere Lärmempfindliche wollten die Poster nicht aufhängen, weil sie in ihrer Nachbarschaft nicht alleine dastehen wollten. Ein Mann in Glanerbrug war die Ausnahme: „Wegen meines alten Hunds. Und bei mir ist tatsächlich weniger geballert worden als sonst. Nur: Ob das tatsächlich an dem Poster liegt, weiß ich nicht.“

Ein Jahr lang war in Enschede über Lärmbelästigung durch Silvesterfeuerwerk diskutiert worden. Es gab öffentliche Debatten, eine Informationskampagne Leserbriefe. Die Diskussion resultierte in einem Bürgerbeschluss, in dem unter anderem die Zonen benannt wurden, in denen das Abbrennen von Feuerwerk verboten wurde.

Schilder mit der Aufschrift „Feuerwerksfreie Zone“ hingen rund um den Streichelzoo im Park ‘t Wooldrik, wo früher viel geknallt wurde. Auf den Schildern wurde auf die Bußgelder hingewiesen, die bei Nichtbeachtung des Verbots gelten. Mit Erfolg: Es gab dort keine Probleme.

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